Ochsen, Zimt und Bratwurstduft

Ein kulturgeschichtlicher Streifzug durch Nürnbergs kulinarische Vergangenheit
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Bayern im Buch-Rezension
Unterhaltsamer gastronomischer Einblick in die Geschichte der fränkischen Küche.
Der Band bietet am Beispiel des Nürnberger Raums einen leicht verständlichen und flüssig geschriebenen Überblick über die Entwicklung der heimischen Ess- und Trinkkultur während des letzten Jahrtausends. Ganz nebenbei bekommt der Leser dabei auch einen besseren Eindruck für die enge Verzahnung von politischen und kulturgeschichtlichen Strömungen. So wird offenbar, wie Nürnberg durch seinen Handel mit orientalischen Gewürzen im Spätmittelalter zu einem wichtigen Drehkreuz in der Lieferkette dieser Produkte wurde. Da eine Freie Reichsstadt wie Nürnberg viele Gäste anzog, stieg gleichzeitig der Bedarf an Herbergen für Übernachtungen und an Wirtshäusern zur Verköstigung. Den stetig anwachsenden Fleischbedarf deckte man durch Ochsenkarawanen aus ungarischen Gefilden. Im Laufe der Jahrhunderte eroberten sich auch süße Ingredienzien wie Honig oder Zucker einen festen Platz in der fränkischen Küche. Eine kulinarische Stadtgeschichte der Region wäre natürlich unvollständig, wenn man dabei auf die gängigsten Getränke der Bevölkerung verzichten würde. So konsumierten die vornehmen Bürger im 16. Jh. neben Bier bereits 1,3 Liter Wein pro Tag (!). Mit der Eröffnung des ersten Cafés in Nürnberg begann dann 1688 der Siegeszug des beliebten dunklen Koffeingetränks. Der Autor beschäftigt sich natürlich ebenso mit denjenigen Delikatessen, die heute noch das Image der Stadt prägen: Nürnberger Rostbratwürste und Lebkuchen. Für alle Büchereien sehr empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

Auf der Suche nach den Wurzeln deutscher Ess- und Trinkkultur stößt man immer wieder auf die fränkische Metropole: Nürnberger Kaufleute, die "Pfeffersäcke", verbreiteten neue Gewürze aus Asien. Wer es sich leisten konnte, würzte nun üppig mit Gewürznelken oder Muskat. Gleichzeitig sorgte "des Heiligen Römischen Reiches Bienengarten" in den Wäldern um die Stadt für Süßes. Eine florierende Wirtshausszene schuf zudem Gastlichkeit für Besucher und heimische Handwerker. Besonders Reichstage und Turniere zogen Besucherströme an - der Zutrieb von Ochsen aus Ungarn sicherte deren Verpflegung. Und wussten Sie, dass zu den ersten Kaffeehändlern ein Nürnberger gehörte? <BR>Heute prägen Spezialitäten wie Bratwürste, Lebkuchen und manches mehr das Image der Stadt. Wie kam es dazu? Dieses Buch dokumentiert ein nachhaltiges kulturelles Erbe, gewürzt mit Anekdoten und Kuriosem.<BR>

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