Tassilo III.

Höchster Fürst und niedrigster Mönch
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Bayern im Buch-Rezension
Die Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen, lange Zeit missdeuteten Bayernherzogs.
Den Anspruch der Reihe „kleine bayerische biografien“, bekannte Persönlichkeiten aufgrund neuer Forschungsergebnisse zu beleuchten und ihre identitätsstiftende Bedeutung gerade in unserer globalisierten Welt herauszustellen, erfüllt der österreichische Historiker Herwig Wolfram mit dieser Lebensbeschreibung des Bayernherzogs Tassilo III. (741/748 – 788/794) in hervorragender Weise. Tassilo, letzter bayerischer Herzog aus dem bedeutenden Geschlecht der Agilolfinger und Cousin Kaiser Karls d. Gr., galt in der Geschichtswissenschaft lange Zeit als provozierender, wortbrüchiger, nur auf eigenen Machtzuwachs versessener Widerpart Karls d. Gr., dem jegliches politisches Geschick bzw. irgendein nachhaltiger Einfluss abgesprochen wurde. Als einzige Leistung wurden seine zahlreichen Klostergründungen bewertet, wie z.B. Frauenchiemsee, Innichen, Kremsmünster, Metten, Tegernsee, Weltenburg... Diese Fehleinschätzung widerlegt der Autor, indem er den Lebensweg Tassilos anhand von Quellen detailliert nachzeichnet, dabei aber stets die einseitige Beurteilung durch die vom Kaiser beauftragte Geschichtsschreibung sowie die gezielte Auslöschung aller Erinnerungen an den Bayernherzog berücksichtigt. So verweist er z.B. auf seine Verdienste bei der Festigung des Christentums in seinem Herrschaftsbereich, auf die Festlegung rechtlicher wie kirchlicher Strukturen sowie auf das Verbot des Verkaufs von Unfreien. Insgesamt – so das Fazit des Autors – schuf Tassilo in Bayern stabile Verhältnisse, die auch nach seinem Scheitern nicht ausgelöscht werden konnten. - Für geschichtlich Interessierte,
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Artikelbeschreibung

Das Bild des Bayernherzogs Tassilo III. (748-788) ist in der Geschichte ein Beispiel dafür, dass der Sieger in der Erinnerung Recht behält und der Besiegte eben Unrecht hatte. Selbst für die wissenschaftliche Geschichtsschreibung blieb Tassilo bis vor kurzem der "kleine Geist", "Treubrüchige und Verräter" oder "talentlose Politiker", der seinen Vetter ersten Grades, Karl den Großen, mutwillig provozierte, bis es zur Katastrophe kam.Nur zu leicht wird dabei vergessen, dass Tassilo gegen das expansive Großreich der Franken seinem Bayern eine derart starke und dauerhafte Struktur verlieh, dass Land und Leute von seinem eigenen und dem Untergang seiner Familie nicht mehr beschädigt werden konnten. Die Nachwelt sollte ihm dafür nicht bloß in Bayern danken. Herwig Wolfram schildert eindrücklich das Schicksal des Bayernherzogs.

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