Weggesperrt

Band 1
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Buchprofile - Rezension
Wegen kleiner Aufsässigkeiten durchläuft die fünfzehnjährige Anja die unbarmherzige Maschinerie sozialistischer Umerziehung in der DDR.
Ein wenig Aufmüpfigkeit, Unaufmerksamkeit beim DDR-Staatsbürgerkunde-Unterricht und schließlich der Ausreiseantrag ihrer Mutter, so landet Anja sehr schnell in einem Werkhof, wo sie zu einem wertvollen Mitglied der sozialistischen Gesellschaft gemacht werden soll. Sie durchläuft verschiedene Stationen, bis sie schließlich in der schlimmsten aller Einrichtung landet, in Torgau. Fast alle Erzieher scheinen ihr Mitgefühl verloren zu haben, fast alle Jugendliche in den Einrichtungen auch. Und Spitzel gibt es überall. Anja beschreibt den erschütternden Alltag, die unverhältnismäßigen Strafen und das völlige Ausgeliefertsein. Am Ende entkommt sie in die Wirren der Montagsdemonstrationen und der Auflösung des unmenschlichen Systems im Herbst 1989. Doch Zeugnisse echter Insassen im Anhang beweisen: diese Zeit veränderte alle Beteiligten unwiederbringlich, und raubte ihnen viel ihrer Menschlichkeit. Ein wichtiger Beitrag zur aktuellen politischen Diskussion, in der manche eine Rückkehr zu totalitären Systemen befürworten würden, um Probleme zu lösen.
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Artikelbeschreibung

"Weggesperrt" von Grit Poppe ist ein eindringlicher Roman, der in die dunklen Kapitel der DDR-Geschichte entführt. Im Jahr 1988 wird die 14-jährige Anja durch die Verhaftung ihrer Mutter und ihren eigenen Aufenthalt in einem Jugendwerkhof mit der harten Realität konfrontiert. Ohne Gerichtsverfahren oder Urteil findet sich Anja plötzlich hinter den Mauern einer Einrichtung wieder, in der Willkür, gnadenloser Drill und Gewalt an der Tagesordnung sind. Der einzige Ausweg aus diesem Albtraum scheint die Flucht zu sein. Basierend auf sorgfältiger Recherche und angereichert mit historischen Dokumenten sowie Zeitzeugen-Interviews, zeichnet Grit Poppe ein authentisches Bild der Tyrannei und Gewalt in den Jugendwerkhöfen der DDR. Mit einem Vorwort von Marianne Birthler und einem Nachwort der Autorin bietet dieser Roman nicht nur eine packende Lektüre, sondern trägt auch dazu bei, ein wichtiges Stück deutscher Geschichte lebendig zu halten.

  • Authentische Darstellung: Ein auf sorgfältiger Recherche basierender Roman, der die Zustände in den DDR-Jugendwerkhöfen eindrucksvoll schildert.
  • Bedeutende historische Einblicke: Mit einem Vorwort von Marianne Birthler und ergänzt durch historische Dokumente sowie Zeitzeugen-Interviews, bietet der Roman wichtige Einblicke in die DDR-Geschichte.
  • Eindrucksvolle Erzählkunst: Grit Poppe gelingt es, ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte fesselnd und bewegend aufzuarbeiten, ohne dabei die Hoffnung auf Veränderung und Freiheit aus den Augen zu verlieren.
  • Ausgezeichnetes Werk: Der Roman wurde mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis ausgezeichnet und hat sich als einer der wichtigsten Jugendromane zum Thema DDR etabliert.
  • Bildungsrelevantes Lesematerial: Ideal für Leser ab 14 Jahren, bietet "Weggesperrt" nicht nur spannende Unterhaltung, sondern dient auch als wertvolles Lehrmaterial für Schulen und Bildungseinrichtungen.

Produktsicherheit

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Anschrift: Max-Brauer-Allee 34
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Kontakt: produkt@verlagsgruppe-oetinger.de

Personeninformation

Grit Poppe, geboren 1964 in der DDR, studierte am Literaturinstitut in Leipzig. Von 1989 bis 1992 engagierte sie sich in der Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt". Ihre Bücher sind mehrfach ausgezeichnet.

Pressestimmen

"Das Buch rüttelt auf, macht bestürzt und fassungslos und zeigt, mit welchen grausamen Mitteln die DDR dafür gesorgt hat, dass Jugendliche nach ihren sozialistischen Vorstellungen funktionieren. Es arbeitet ein dunkles Kapitel der DDR-Geschichte auf und trägt dazu bei, dass dieses nicht vergessen wird." janetts-meinung.de, 02.09.2019
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