Das Schatzbuch von St. Emmeram

Barocke Pracht aus Regensburg
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Bayern im Buch-Rezension
Bibliophiler Band über einen Folianten aus dem 18. Jh., der ein Bildinventar des Kirchenschatzes birgt.
Das prächtige Bildinventar des Kirchenschatzes der Regensburger Benediktinerabtei St. Emmeram ist kunst- und kulturgeschichtlich nicht hoch genug einzuschätzen. Der ehemalige Regensburger Diözesankonservator Hermann Reidel stieß wohl bei Recherchen im Bayerischen Nationalmuseum auf diesen Kodex und erkannte sofort dessen Wert. Das prächtige Bildinventar des Kirchenschatzes aus der Mitte des 18. Jh. ist deshalb so wertvoll, weil im Zuge der Säkularisation und anderer Ereignisse vieles von den dargestellten Paramenten verloren ging. Liturgisches Gerät wurde eingeschmolzen, so dass es heute oft nur noch einen einzigen Beleg für dessen Existenz gibt – und der liegt in dem Folianten, der vor Jahren wiederentdeckt wurde. Diese „bildliche Bestandsaufnahme“ erlaubt es nun, einen Blick auf wertvolle Sakralgegenstände zu werfen, obgleich sie schon lange nicht mehr bestehen. Vermutlich Abt Johann B. Kraus gab um 1750 das Werk in Auftrag, das farbenfrohe Paramente sowie kunstvolle Reliquiare, Kelche u.v.m. katalogisiert und „lebensecht“ darstellt. Kurz wird auf die Geschichte der Inventarisierung von Kirchenschätzen eingegangen. Im weiteren Verlauf folgen zahlreiche Abbildungen, die die kunstvolle Arbeit der Schöpfer dieser Kleinodien würdigen und erklären. Der überwiegende Besitz an mobilen Kirchengütern der Benediktinerabtei St. Emmeram bestand aus Werken der Goldschmiedekunst. Der Entdeckung und Aufarbeitung des Folianten folgte eine Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum, dessen Generaldirektor Dr. Matthias Kammel Herausgeber des vorliegenden Werkes ist. Somit mag dies Buch auch als Ausstellungskatalog gelten. Im Anhang werden die gezeigten Stücke „porträtiert“. Die überaus reich bebilderte, mit einem ansprechenden Layout gestaltete Broschur mag vielleicht nicht jedermanns Interesse wecken. Für Kunstliebhaber und auf sakrale Kunst ausgerichtete Bestände dürfte es ein „Must have“ sein. Sehr gut gemacht und daher absolut empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Der bibliophile Band präsentiert eines der bedeutendsten Schatzbücher in einer Auswahl seiner schönsten Illustrationen. Farbenfroh lässt der um 1750 entstandene Kodex mit großformatigen aquarellierten Federzeichnungen den hochkarätigen Kirchenschatz des Reichsstifts St. Emmeran in Regensburg aufleben. Ein faszinierendes Zeugnis barocker kirchlicher Prachtentfaltung.


Das Schatzbuch von St. Emmeran gehört zu jenen Zufallsfunden in historischen Bibliotheken, die sich als sensationelle Entdeckung entpuppen. Nicht nur besticht es durch seine aufwändige Gestaltung, es erweist sich auch als einzigartiges historisches Zeugnis der heute weitestgehend verlorenen liturgischen Preziosen und Paramente. Das Buch stellt die Illustrationen der Handschrift den wenigen noch erhaltenen Originalen gegenüber. Es erzählt von dem Kontext, in dem das Schatzbuch entstand und spürt der Frage nach, welchen Zweck es ursprünglich erfüllte.

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Personeninformation

Dr. Frank Matthias Kammel ist Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums und Spezialist für Kunst des Spätmittelalters. Dr. Frank Matthias Kammel ist Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums und Spezialist für Kunst des Spätmittelalters. Matthias Mayerhofer studierte Kunstgeschichte, Katholische Theologie und Mittelalterliche Geschichte an den Universitäten von München und Krakau. Er arbeitet als Kunsthistoriker in Paris.

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