Die glücklichste Familie der Welt

Roman | Eine junge Frau, eine jüdische Familie und eine unendlich kurze Reise nach Berlin
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Buchprofile - Rezension
Der Sohn und die Enkelinnen einer aus dem Dritten Reich nach Schweden verschickten Jüdin forschen nach dem Schicksal der (Groß-)Mutter.
In den 1930er-Jahren wurden Irma und Nina von ihren jüdischen Eltern mit dem Kindertransport von Berlin nach Schweden verschickt. Erst Jahre später erkennen sie die Not der Eltern, die dem Holocaust zum Opfer fielen. Irmas in Malmö lebender Sohn Mats will die Briefe seiner Mutter aus dieser Zeit dem jüdischen Museum in Berlin schenken. Zusammen mit seiner 16-jährigen Tochter Evi will er deshalb ein Wochenende nach Berlin reisen. Doch ihre ohnehin problematische Beziehung spitzt sich zu, weil Evi die Briefe lieber behalten hätte und Mats ihr in Berlin eröffnet, dass er sich von ihrer Mutter trennen wird. Nur, weil ihre 12 Jahre ältere Cousine Sara mitkommt, die immer für Evi da war, willigt Evi in die Reise ein, doch sie spürt, dass auch Sara mit ihren Problemen ringt und sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen muss. Abwechselnd und aus der personalen Erzählperspektive schildert die Autorin das Erleben ihrer in den 1930er-Jahren und heute lebenden Charaktere, die mit ihren inneren Konflikten lebensnach dargestellt werden. Inspiriert vom Schicksal ihrer eigenen Großmutter erzählt sie von einer jüdischen Familie, die sich über Generationen hinweg nirgendwo zugehörig fühlt.
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Artikelbeschreibung

Wovor hast du Angst, wenn du nach deinen Wurzeln suchst? Eine berührende, moderne jüdische Familiengeschichte aus der Sicht einer jungen Frau. Behutsam und mit Humor erzählt Anna Brynhildsen von Geheimnissen, Lügen und den komplizierten Familienbanden, die ihre Figuren zusammenhalten. Eine ergreifende, existenzielle Geschichte über ein Wochenende, das auf seine Weise das ganze Leben umfasst.

_Sara ist schwanger und weiß nicht, wie es weitergehen wird. Ausgerechnet jetzt will ihr Onkel Mats mit ihr und ihrer geliebten jungen Cousine Evi nach Berlin fahren - um den Stolperstein zu besuchen, der ihren Familiennamen trägt. Saras und Evis Großmutter war mit einem Kindertransport aus Berlin nach Schweden gerettet worden; ihre Aufzeichnungen möchte Mats nun dem Jüdischen Museum übergeben. Unverbrüchlich in ihrer Zusammengehörigkeit wissen Sara, Evi und Mats zugleich, dass sie sich auf dünnerem Eis bewegen als andere Familien. Und jeder von ihnen hat seine eigene Zukunftsagenda im Gepäck.

»Anna Brynhildsen schreibt modern, bewegend und lang nachhallend über die Wirkung von Familiengeschichte auf die nachfolgenden Generationen.« Trude Teige

Mit Präzision und Einfühlungsvermögen navigiert Anna Brynhildsen zwischen der allgegenwärtigen menschlichen Erfahrung, dass die Entscheidungen früherer Generationen das Leben der heutigen beeinflussen, und den Besonderheiten der jüdischen Familienerfahrung.

Die Entdeckung aus Schweden.

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Personeninformation

Anna Brynhildsen, geboren 1992, setzt sich in ihrem Roman mit jüdischer Identität, Familie, Beziehungen und Zugehörigkeit auseinander. Ihre Großmutter wurde mit einem Kindertransport aus Berlin nach Stockholm evakuiert, konnte aber selbst nie über das Schicksal ihrer Familie sprechen. Anna Brynhildsen wuchs in Linköping auf, studierte Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben in Lund und lebt heute in Malmö, dem Zentrum jüdischen Lebens in Schweden.

Franziska Hüther, geboren 1988, studierte Skandinavistik und Germanistik in Frankfurt a. M. und Reykjavík. Sie lebt als freie Übersetzerin aus dem Dänischen, Schwedischen und Norwegischen im Odenwald bei Darmstadt und hat u. a. Werke von Anne Cathrine Bomann und Johanna Schreiber übertragen. Für ihre Übersetzung von Marianne Kaurins »Irgendwo ist immer Süden« wurde sie mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet

Pressestimmen

[...] locker, kühn und unerbittlich Tina Rausch Münchner Feuilleton 20260603

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