Was wir nicht kommen sahen

Roman
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Buchprofile - Rezension
Eine 18-jährige Influencerin wendet sich auf ihrer Video-Plattform gegen Gewalt gegen Frauen und wird durch Cybermobbing in den Selbstmord getrieben.
Eines Abends verabschiedet sich die 18-jährige Influencerin Ada von ihren Eltern und nimmt sich mit einem Sprung von einer Brücke das Leben. Mutter Jenny und Vater Dominik sind fassungslos. Dominik flüchtet sich in die Arbeit, Jenny sucht verzweifelt nach Gründen für den Selbstmord. In Adas Computer wird sie fündig. Ada hatte auf der Video-Plattform Switch einen eigenen Kanal. Ihre feministischen Beiträge bringen ihr eine solide Followerschaft. Ihr bevorzugtes Thema war Misogynie, bei dem es viele emotionale Antworten von Frauen gab, die sich verstanden fühlten. Die Mehrzahl der Chats war aber von Hatern und Mitgliedern der Incel-Bewegung – voller Hass gegen Frauen und insbesondere gegen Ada. Jenny ist entsetzt, was sie alles auf Adas Computer findet. Sogenannte Trolle arbeiteten anfangs mit Beschimpfungen und Beleidigungen, später mit Bedrohungen und Verleumdungen. Ada war sogar bei der Polizei gewesen, aber diese unternahm nichts, denn Cybermobbing ist in Deutschland kein Straftatbestand. Schließlich sah Ada keine Chance mehr, der digitalen Gewalt zu entrinnen. Jenny und Dominik hatten das alles nicht mitbekommen, aber nun, wo sie erkennen, was ihre Tochter alles erleiden musste, nehmen sie den Kampf gegen die digitale Gewalt auf. – Die Autorin erzählt ihre Geschichte mit einem metaphorisch geprägten Schreibstil, der an manchen Stellen etwas überladen wirkt. Sie lässt dabei verschiedene Perspektiven einfließen: von Ada als sie noch lebte, der Mutter im Danach und den anonymen Usern im Netz, die direkt oder indirekt zu Adas Selbstmord beigetragen haben. Auf eindringliche Weise sensibilisiert sie für die Mechanismen im Netz, die es erlauben, straffrei Ungeheuerlichkeiten zu verbreiten, und für den sorgfältigen Umgang mit privaten Informationen in den sozialen Medien. Insgesamt ein brandaktueller, tiefgründiger Roman, der unter die Haut geht. Vor allem jungen Leserinnen und Lesern und Eltern sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Was tun, wenn die Tochter sich aus dem Leben verabschiedet?An einem ganz normalen Abend verabschiedet sich die 18-jährige Ada von ihrer Familie und beendet ihr Leben durch den Sprung von einer Brücke. Ihre Eltern Jenny und Dominik bleiben fassungslos zurück. Während Dominik sich vor seiner Trauer in Arbeit flüchtet, beginnt Jenny verzweifelt nach Antworten auf die Frage nach dem Warum zu suchen. Im Internet stößt sie auf eine Spur aus digitaler Gewalt, die sich gegen Ada richtete und der auch Jenny bald nicht mehr entrinnen kann.

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Pressestimmen

"Katharina Seck schreibt wunderbar bildhaft und metaphorisch, so dass einem die Gefühle der Figuren selbst wirklich nahe gehen. Ich bin niemand, der bei Büchern schnell emotional wird - in den letzten Kapiteln von Was wir nicht kommen sahen habe ich Rotz und Wasser geheult." Karoline Siep, booknerds, November 2024 "Ein brandaktuelles Buch" Rhein-Zeitung, 25.11.2024 "Diesen tiefgründigen, schockierenden Roman sollte jede/r lesen, um sich über die Gefahren des Internets bewusst zu werden. Er bringt den Leser/die Leserin zum Nachdenken über eine sehr aktuelle Thematik, die jede/n von uns betreffen könnte. Ein Roman, der auf jeden Fall in meiner Erinnerung bleibt." Von Mainbergs Büchertipps, Dezember 2024 »Die Art und Weise wie Katharina Seck in ihrem neuen Buch über hochaktuelle Themen schreibt, wird den Leser:innen durch Mark und Bein gehen. Eine aufrüttelnde, schockierende Geschichte, die (doch) voller Liebe und Empathie erzählt wird. Und am Ende sogar Hoffnung schenkt. Absolute Leseempfehlung!« Florian Valerius / @literarischernerd »WAS WIR NICHT KOMMEN SAHEN beschreibt gekonnt und eindringlich, wie digitale Gewalt das Leben echter Menschen zerstören kann. Katharina Seck hat kein einfaches Buch geschrieben. Aber ein notwendiges.« Eva Lohmann
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