Hirschtier

Roman | Pointierter Roman über Trauerbewältigung und Schuld | Die kindliche Kraft der Fantasie
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Buchprofile - Rezension
Ein vierjähriges Mädchen flüchtet sich nach einem tragischen Unglück vor ihrem Schuldgefühl in die Fantasie.
Die kleine Margaret wächst mit Mutter und Tante und ihrer ebenfalls vierjährigen Freundin Agnes auf, als Agnes bei einer großen Schulhofüberflutung ums Leben kommt. Die Freundinnen waren zusammen, aber Margaret ist nicht sicher, was passiert ist, nur dass sie große Angst hat. Niemand gibt ihr die Schuld an der Katastrophe, doch bleibt über die Jahre eine Mischung aus Angst, Trauer und Schuld, begleitet von dem Gefühl, kein Glück verdient zu haben. Margaret flüchtet sich in die Lektüre von Märchen, die gut ausgehen und erschafft sich eine eigene Realität, in der das Hirschtier zur Stimme ihrer Schuldgefühle wird, das aus einem Missverständnis entsteht: Margarets Umgebung spricht von ihr als “poor dear”, dem armen Kind, für sie heißt es aber “poor deer”, "armes Hirschtier” (Titel der Originalausgabe). Das Hirschtier ist die Last, die sie mit sich herumschleppt: ihre vermeintliche Schuld, ihre Wiedergutmachungshoffnung, ihr schlechtes Gewissen. Das Kind muss sich ein Wesen erschaffen, um weiterleben zu können, da ihr untersagt wird, sich jemandem anzuvertrauen – und so wird die Fantasie ihr Schutz, aber auch ihre Last. Die Autorin hat eine vierjährige Protagonistin beschrieben, die Schreckliches erlebt hat und sich mit 16 Jahren der Wahrheit stellt. Margaret erfindet immer wieder Geschichten, wie sie glücklich bis ans Ende ihres Lebens lebt – und vielleicht tritt das auch ein. Ein einfühlsamer Roman über ein Mädchen, das sich mit seiner Rolle bei einem tragischen Verlust auseinandersetzen muss.
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Artikelbeschreibung

Ein wundersamer, zärtlicher Roman über ein junges Mädchen, das sich mit seiner Rolle bei einem tragischen Verlust auseinandersetzt

Margaret Murphy wächst in einer Welt auf, in der die Wahrheit für ein kleines Mädchen zu viel ist, um sie zu ertragen. Ihre erste Erinnerung ist der Tag, an dem ihre Freundin Agnes starb. Seither denkt sie sich Geschichten aus, um mit der Erfahrung zurechtzukommen.
Niemand gibt Margaret die Schuld. Nicht öffentlich. Ihre Mutter beteuert gegenüber jedem, der es hören will, dass ihre Tochter an diesem Tag nicht einmal das Haus verlassen habe. Allein gelassen, um der Tragödie einen Sinn zu geben, willigt Margaret ein, diese unerträglichen Erinnerungen zu vergessen und sie durch erdachte Geschichten voller Glauben und Magie zu ersetzen, die immer glücklich enden.Doch dann taucht das Hirschtier auf: Ein seltsames und furchterregendes Wesen, das sich unaufgefordert in Margarets erfundene Geschichten einschleicht. Hirschtier wird nicht ruhen, bis Margaret sich der Wahrheit über ihre Vergangenheit stellt.

Herzzerreißend, hoffnungsvoll und mit kühner Fantasie erforscht »Hirschtier« den Weg zum Verständnis der Kinder, die wir einst waren, und der Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um die schwierigsten Momente des Lebens zu bewältigen

Produktsicherheit

Hersteller: VLG HarperCollins
Anschrift: Valentinskamp 24
DE-20354 Hamburg
Kontakt: info@harpercollins.de

Personeninformation

Claire Oshetsky schrieb die Romane »Hirschtier« und »Chouette«, der 2022 auf der Longlist für den Pen/Faulkner Award for Fiction stand und 2022 mit dem William Saroyan International Prize for Writing ausgezeichnet wurde. Oshetskys Kurzgeschichten wurden im Alaska Quarterly, Hayden's Ferry, North American Review und anderen Medien veröffentlicht. Ehemals im Wissenschaftsjournalismus tätig hat Oshetsky fürWired, Technology Review, The New York Times und andere Zeitschriften geschrieben und wurde von der American Society of Journalists and Authors viermal mit dem Preis "Artikel des Jahres" ausgezeichnet.

Cornelia Holfelder-von der Tann wurde 1950 in Villingen/Schwarzwald geboren und studierte Anglistik, Germanistik und Romanistik. Nach einem Lehramtsreferendariat in Berlin begann sie, als freie Übersetzerin zu arbeiten. Sie übersetzte unter anderem Literatur der amerikanischen Frauenbewegung (Betty Friedan, Marilyn French, Naomi Wolf, Susie Orbach). Im Laufe der Jahre entwickelte sie ein besonderes Interesse an den Möglichkeiten des Übersetzens von Umgangssprache, von Black American English, von Soziolekten und Dialekten.

Pressestimmen

»(...) eine fantastische Geschichte (...).« Bremen Zwei 20260303
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