Ich bin so gierig nach Leben - Brigitte Reimann

Die Biographie
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Buchprofile - Rezension
Die Lebensgeschichte einer der bedeutendsten Schriftstellerinnen der DDR, einer starken, leidenschaftlichen und unangepassten Frau.
1933 in Burg bei Magdeburg geboren, erlebt Brigitte Reimann in jungen Jahren den Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit. Schon früh entdeckt sie die Welt der Bücher für sich und beginnt mit dem Schreiben eigener Texte. Die engagierte Oberstufenschülerin bekleidet immer höhere Funktionen an ihrem Gymnasium, anfangs aus Ehrgeiz, später aus wirklicher Überzeugung. Dabei bewahrt sie ihre Offenheit, ihren Mut und den Anspruch, einen eigenen Weg zu gehen. Sie heiratet früh, etabliert sich als Schriftstellerin und arbeitet an ihrer Vision für eine moderne Gesellschaft. "Ich würde lieber dreißig wilde Jahre wählen statt siebzig brave und geruhsame", schreibt sie ins Tagebuch. Es sind ihr nur 39 Jahre vergönnt: 1973 erliegt Brigitte Reimann einem Krebsleiden. – Carsten Gansel stellt Reimanns Leben und Werk in den Mittelpunkt, geht aber weit über eine klassische Biografie hinaus. Er bietet eine detaillierte Beschreibung des gesellschaftlichen Umfelds, des kulturellen Lebens und Literaturbetriebs in der DDR. Hier liegt ein informatives, hochinteressantes und spannend erzähltes Buch vor, das in keinem Bestand fehlen sollte. – Taschenbuchausgabe des 2023 erschienen Hardcovers.
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Artikelbeschreibung

»Eine aufregende Autorin, die es neu zu entdecken gilt.« The Guardian  

Brigitte Reimann lebte so intensiv und unkonventionell, dass sie damit zugleich aneckte und faszinierte. Carsten Gansels einfühlsame Biographie stützt sich auf umfassendes, bislang nur unzureichend erschlossenes Material und auf völlig neue Funde. Dabei erscheinen nicht nur ihr literarisches Werk und das kulturelle Leben in der DDR in einem gänzlich anderen Licht - vor allem verblüfft, wie aktuell sich dieses unangepasste Frauenleben aus heutiger Sicht darstellt. 

»Gierig pflügt man sich durch die Lektüre - man zieht den Hut vor dieser exzessiv und intensiv lebenden Frau ... Danke für diese Biographie!« Buchkultur

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Personeninformation

Carsten Gansel, geboren 1955, seit 1995 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Gießen. Er arbeitete unter anderem zu Gotthold Ephraim Lessing, Hermann Hesse, Hans Fallada, Johannes R. Becher, Hans Werner Richter, Otfried Preußler, Uwe Johnson, Christa Wolf, Brigitte Reimann und Erwin Strittmatter. Als Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen verantwortete er u. a. die Neuausgabe von Heinrich Gerlachs »Durchbruch bei Stalingrad« (2016), die international für Aufsehen sorgte. Er ist Vorsitzender der Jury zur Verleihung des Uwe-Johnson-Literaturpreises sowie des Uwe-Johnson-Förderpreises und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Er lebt in Neubrandenburg.

Pressestimmen

»alles nötige Material, dem Werk dieser 'Frau und Schriftstellerin' endlich die Rolle in der europäischen Literatur zuteilen zu können, die es verdient« Michael Dallapiazza Jahrbuch für Internationale Germanistik 20250529
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