Das Pestkind

Historischer Roman
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Bayern im Buch-Rezension
Ein verfemtes Mädchen landet am Ende des 30-jährigen Kriegs im schwedischen Heerlager.
1648: Nach der Schlacht von Zusmarshausen verheeren und plündern die schwedischen Truppen unter Carl Gustav Wrangel Südbayern. In Rosenheim lebt das Mädchen Marianne, das als einzige aus einer kleinen Ortschaft die Pest überlebt hat. Ihre Pflegemutter, eine Wirtin, behandelt sie schlecht und viele Einwohner begegnen ihr mehr als misstrauisch. Eines Tages liegt die Wirtin erschlagen auf ihrem Hof. Marianne ahnt, wer als Täter in Frage kommt; doch der Büttel will die Tat ihrem geistig zurückgebliebenen Stiefbruder in die Schuhe schieben. Wrangels Truppen stehen vor der Stadt, die sich durch eine hohe Geldzahlung vor der Plünderung retten will. Wrangels jüngerer Bruder Albert hat Marianne gesehen und sie gefällt ihm. Deshalb nimmt der Wrangel sie als Kriegsbeute mit in sein Heerlager, auch weil ihr elterliches Vermögen zusteht. Sie erlebt die letzten Monate vor dem Frieden von Münster und Osnabrück mal bei den einfachen Leuten im Lager, mal in den Zelten der Offiziere. – Die Autorin lässt ihre Hauptfigur alle Schrecknisse dieser Jahre erleben; vielleicht etwas zu komprimiert für eine einzige Person. Eine Quelle für das Wüten der Schweden sind die Aufzeichnungen des Abts von Kloster Andechs, der als Randfigur auftaucht. Und eine romantische Liebesgeschichte darf auch nicht fehlen.
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Artikelbeschreibung

Sie hat die Pest überlebt - doch der Tod schleicht weiter um die Häuser 

Rosenheim 1648: Die junge Marianne lebt und arbeitet in der Brauerei, die von der Witwe Hedwig Thaler geführt wird. Die alte Frau hat Marianne bei sich aufgenommen und aufgezogen - doch das Mädchen hat von ihr nur böse Worte und Ungerechtigkeiten empfangen. Einzig der Pfarrer des Ortes begegnet Marianne freundlich und nimmt sie vor den Anfeindungen der Leute in Schutz: Diese sehen in ihr so etwas wie eine Hexe, da sie einst die Pest überlebt hat. Doch dann liegt eines Tages Hedwig Thaler erschlagen auf dem Hof - und nur Marianne ahnt, wer der Mörder ist ... 

Nicole Steyers bewegender Roman über eine mutige Frau zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

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Personeninformation

Nicole Steyer ist in Rosenheim aufgewachsen und begann schon früh, sich die ersten Geschichten auszudenken und aufzuschreiben. Im Jahr 2001 zog sie der Liebe wegen in das Taunusstädtchen Idstein, beschäftigte sich mit der Geschichte ihrer neuen Heimat und verfasste mit »Die Hexe von Nassau«, ihren ersten Roman, der sich mit den Hexenverfolgungen in Idstein und Umgebung befasst.

Im Aufbau Taschenbuch und bei Rütten & Loening sind unter ihrem Pseudonym Linda Winterberg zahlreiche historische Romane und Sagas erschienen: »Das Haus der verlorenen Kinder«, »Solange die Hoffnung uns gehört«, »Unsere Tage am Ende des Sees«, »Die verlorene Schwester«, »Für immer Weihnachten«, »Die Kinder des Nordlichts« sowie die große Hebammen-Saga: »Aufbruch in ein neues Leben«, »Jahre der Veränderung«, »Schicksalhafte Zeiten«, »Ein neuer Anfang« und die dreiteilige Winzerhof-Saga: »Das Prickeln einer neuen Zeit«, »Tage des perlenden Glücks«, »Die goldenen Jahre«.

Pressestimmen

»Spannend!« Neue Woche 20250523
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