Das Sterben der Demokratie

Der Plan der Rechtspopulisten - in Europa und den USA | "Neumann/Schneider zeigen in analytischer Schärfe, wie der Parlamentarismus von innen erodiert." SZ
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Buchprofile - Rezension
Bedrohung von liberaler Demokratie und Rechtsstaat durch den Rechtspopulismus.
Das Autorenduo, ein international bekannter Sicherheitsexperte und ein renommierter Journalist, sieht die "illiberale Demokratie" auf dem Vormarsch. Diese autoritären Tendenzen seien allerdings nicht gleichzusetzen mit Diktatur oder Faschismus. Auch wenn Rechtspopulisten keinen gewaltsamen Umsturz planten, so bedeute eine Durchsetzung ihrer politischen Vision dennoch das Ende der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Im Hauptteil wird detailliert untersucht, wie die rechtspopulistische Agenda in vier europäischen Ländern (Ungarn, Italien, Niederlande, Frankreich) und in den USA verfolgt wird oder bereits umgesetzt wurde. So könnten sich die USA unter dem "Möchtegern-Faschisten" Trump hin zu einer Autokratie entwickeln. Die beiden relativ knapp gehaltenen Schlusskapitel beschäftigen sich mit dem Aufstieg der AfD und ihrem Führungspersonal sowie mit der Frage, welche Gegenstrategie geeignet sein könnte, eine weitere Erosion des Vertrauens vieler Bürger in die staatliche Handlungsfähigkeit zu verhindern. – Diese differenzierende, ausgewogene und gut lesbare Untersuchung zu einem höchst aktuellen und grundlegenden Problem der Gegenwartspolitik verdient eine breite Empfehlung.
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Artikelbeschreibung

Überall in Europa und mit Trump auch in den USA gewinnen Rechtspopulisten massiv an Unterstützung und gefährden die liberale Demokratie. Ihr Ziel ist die schrittweise Aushöhlung der demokratischen Institutionen, um ihre eigene Agenda durchzusetzen: gegen Migration, gegen die vermeintlichen «Eliten», für einen autoritär regierten Nationalstaat, in dem die freiheitliche Rechtsordnung zunehmend ausgehebelt wird. Gezielt erodieren sie das Vertrauen in die liberalen Elemente des demokratischen Systems.

Peter R. Neumann, einer der international gefragtesten Extremismusexperten, und der vielfach ausgezeichnete Fernsehjournalist und Dokumentarfilmer Richard C. Schneider haben sich unter anderem in Ungarn, Frankreich, den Niederlanden, Italien und den USA umgesehen. Ihre Recherche zeigt wie unter einem Brennglas, welcher Gefahr auch Deutschland gegenübersteht. Nicht zuletzt ist dieses Buch eine dringende Warnung: Wenn wir nicht erkennen, was Rechtspopulisten auch hierzulande vorhaben, wenn demokratische Parteien nicht zusammenstehen und zusammenarbeiten, dann könnte es zu spät sein, um sie aufzuhalten.

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Personeninformation

Richard C. Schneider, geboren 1957, ist vielfach ausgezeichneter Journalist, Buchautor und Filmemacher. Er war von 2005 bis 2017 ARD-Studioleiter und Chefkorrespondent in Tel Aviv und Rom und arbeitete bis Ende 2022 als Editor-at-large für die ARD. Seit 2021 ist er Spiegel-Autor, seit 2025 schreibt er für die NZZ. Zuletzt erschienen von ihm Die Sache mit Israel und Das Sterben der Demokratie (mit Peter R. Neumann).

Peter R. Neumann, geboren 1974, ist Professor für Sicherheitsstudien am King's College London. Als international gefragter Experte war Neumann Sonderbeauftragter der OSZE und berät die Europäische Kommission zum Thema Extremismus. Zuletzt erschienen von ihm «Logik der Angst. Die rechtsextreme Gefahr und ihre Wurzeln» und «Die Rückkehr des Terrors. Wie uns der Dschihadismus herausfordert».

Pressestimmen

Ein besonders kluges Buch über die Ursachen und Mechanismen des politischen Populismus. Süddeutsche Zeitung
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