Der ewige Tanz

Anita Berber, Ikone und Mythos der 20er Jahre - ihr aufregendes Leben als Roman
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Buchprofile - Rezension
Roman über die Tänzerin und Filmschauspielerin Anita Berber.
Steffen Schroeder ("Mein Sommer mit Anja", BP/mp 20/430, "Planck" BP/mp 23/128) zeichnet ein überaus lebendiges Bild der skandalumwitterten Künstlerin Anita Berber, die mit nur 29 Jahren an Tuberkulose verstarb (1898-1928). Auf dem Sterbebett lässt sie ihr Leben Revue passieren – ein Leben geprägt von Kreativität, Freiheitsdrang, Exzessen und Negation starrer Konventionen. Erfolge und Niederlagen führen sie durch Europa und in den Nahen Osten, wo sie neue Maßstäbe im Tanz setzt und alle Facetten des Lebens oft bis zur Hüllenlosigkeit in ihren Choreografien darbietet. Die Rezeption ist vielfach voyeuristisch-heuchlerisch, die Künstlerin unverstanden. Besondere Inspiration zieht sie aus der Figur der Fruchtbarkeits- und Liebesgöttin Astarte. Anita Berber lebt ihre Sexualität mit beiden Geschlechtern offen aus und konsumiert Drogen. Begehrt, verehrt, verachtet, betrogen, verlassen – am Ende allein. Schroeder lässt die Künstlerin eindrucksvoll durch die Weimarer Zeit tanzen, erweckt andere zeitgenössische Künstler jeglicher Couleur zum Leben und gibt auch Einblick in die politischen und moralischen Vorstellungen dieser Zeit. Manchmal erschreckend ähnlich unserer Gegenwart. – Ein überaus empfehlenswertes Buch für jeden Bestand.
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Artikelbeschreibung

Sommer 1928: Anita Berber liegt geschwächt in einem Berliner Krankenhaus. Gerade noch war sie ein Star, verkörperte die neue Zeit, auf der Bühne, in Dutzenden Filmen, lebte und liebte exzessiv. Bis zu den Anfeindungen in Wien, in denen eine dunkle Zukunft aufschien ... Anita Berber denkt zurück an ihre geliebte Großmutter Lu, bei der sie aufwuchs. An ihren Weg zum göttlichen Tanz, an den großen Fritz Lang und die ehrgeizige Marlene Dietrich, die bald Anitas Stil kopierte. Während Freunde - wie Otto Dix, der sie malte - sie besuchen, sucht Anita Berber nach dem entscheidenden falschen Schritt auf ihrem Weg. Sie wollte den Tanz zur Kunst, zur Feier des Lebens machen - andere sahen nur den Skandal. Um all das kreisen ihre Gedanken, auch um ihre große, verlorene Liebe. Und um Felix Berber, den berühmten Violinisten, ihren lebenslang vermissten Vater.Nach dem Ersten Weltkrieg wankt alles Feste, die Welt ist ungeahnt frei und gefährlich zugleich. Steffen Schroeder erzählt Anita Berbers aufregendes Leben, das diese Epoche verkörpert - zwischen Selbstbestimmung, größter Freiheit und Risiko. Sie starb mit nur neunundzwanzig Jahren. Ein packendes Panorama mit einer glühenden Heldin.

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Pressestimmen

Wie Schroeder diese Leichtigkeit gelingt, wie er historische Figuren samt familiärer Verhältnisse zum Leben erweckt, ist erstaunlich. NDR
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