Planck oder Als das Licht seine Leichtigkeit verlor

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Buchprofile - Rezension
Roman über zwei Nobelpreisträger und ihre Söhne in der Zeit von Diktatur und Weltkrieg.
Der bekannte Physiker Max Planck steht 1944 vor der Frage, was er für seinen Sohn Erwin, früherer Staatssekretär, tun kann, der im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime tätig war und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt worden ist. Unterdessen hadert Eduard Einstein in einer Schweizer Heilanstalt außer mit seiner (oder wegen) seiner psychischen Verfassung mit dem Vater Albert Einstein. - Steffen Schroeder erzählt von den beiden befreundeten Nobelpreisträgern, die beide in Vater-und-Sohn-Geschichten verstrickt waren und nimmt dabei auch ihre Sicht auf die politische Entwicklung und Situation dieser Zeit, das Verhalten der beiden (Emigration oder Bleiben) und ihre Familien in den Blick. Dem Autor (zuletzt s. "Mein Sommer mit Anja", BP/mp 20/430) gelingt wieder ein lesenswerter und zeitgeschichtlich faszinierender Roman.
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Artikelbeschreibung

Oktober 1944. Mit sechsundachtzig Jahren steht Max Planck vor der schwersten Aufgabe seines Lebens. Der Nobelpreisträger soll ein 'Bekenntnis zum Führer' verfassen. Viel hängt daran, denn Plancks geliebter Sohn Erwin, der am Hitler-Attentat vom 20. Juli beteiligt war, sitzt im Todestrakt von Tegel. Planck denkt zurück an frohe Tage und die dunkle Zeitenwende. Gefährten sind im Exil, vor allem vermisst er Albert Einstein. Der forscht in Amerika und widmet sich vielem, besonders den Frauen, allerdings gar nicht seinem Sohn Eduard, der in der Zürcher Heilanstalt Burghölzli mit seinen inneren Dämonen und dem fernen Vater ringt. Max Planck schreibt mit der Schwiegertochter Nelly Gnadengesuche für Erwin; dieser entdeckt die Weite des Daseins in einer Gefängniszelle. In der Berliner Reichskanzlei träumt Adolf Hitler vor einem Gemälde. Und Eduard Einstein erkennt, was die Welt im Innersten zusammenhält, während sein genialer Vater das Doppelspiel seiner russischen Geliebten nicht einmal ahnt.Steffen Schroeder erzählt von der Freundschaft zwischen Max Planck und Albert Einstein, vom Verhältnis berühmter Väter zu ihren Söhnen, von der Liebe in aufgewühlten Zeiten. Und davon, wie die Musik von Johannes Brahms alles miteinander verbindet.

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