Lucy Gayheart

Band 56
Roman. Übersetzt von Elisabeth Schnack, mit einem Nachwort von Alexa Hennig von Lange
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Buchprofile - Rezension
Eine zeitlose Ode an Musik, Liebe und die Unvorhersehbarkeiten des Lebens.
Die angesehene US-Schriftstellerin Willa Cather (1873-1947) präsentiert in ihrem vorletzten Roman die Geschichte einer jungen Frau im ländlichen Nebraska zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Lucy Gayheart, eine lebensfrohe Musikstudentin, verlässt ihre Heimatstadt Haverford, um in Chicago zu studieren. Die Erzählung, durchzogen von tragischen Wendungen, behandelt Themen wie Liebe, Emanzipation und den Einfluss der Musik (v.a. Schubert-Lieder). Cathers Geschick liegt darin, die Erwartungen des Lesers zu unterlaufen. Was anfangs nach einer Emanzipationsgeschichte klingt, wandelt sich zu einer Geschichte einer Frau zwischen zwei Männern. Die Handlung nimmt überraschende Wendungen und offenbart eine tiefere Komplexität. Die melancholische Grundstimmung prägt den Roman, und Musik sowie Naturbilder spiegeln die Gefühlslagen der Charaktere wider. Cather setzt geschickt wiederkehrende Metaphern ein und behandelt Themen wie Erinnerung, Zeit und die Unvorhersehbarkeit des Lebens. Die Charakterzeichnung ist meisterhaft. Komplexe Figuren, voller Widersprüche und menschlicher Schwächen, scheitern oft an sich selbst. Die Perspektiven wechseln geschickt, und die hochwertige Sprache trägt zum Lesegenuss bei. "Lucy Gayheart" ist mehr als eine Liebesgeschichte. Es werden existenzielle Fragen über das unvorhersehbare Leben gestellt und die Kontrolle über das eigene Schicksal hinterfragt. Die Erzählung präsentiert das Leben als Bühne, auf der die Charaktere mit den Herausforderungen des Lebens konfrontiert werden. Cather behandelt Themen wie gesellschaftlichen Aufstieg, Emanzipation der Frau und den Unterschied zwischen Stadt und Land. Insgesamt ist "Lucy Gayheart" ein zeitloses Meisterwerk, das auch nach 80 Jahren seine Relevanz nicht verloren hat und auch heute noch mit seiner tiefen Emotionalität und fesselnden Handlung überzeugt.
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Artikelbeschreibung

Der Roman 'Lucy Gayheart' von 1936 ist das liebevolle Porträt einer jungen Frau, die zu neuen Ufern aufbricht: das erste eigene Zimmer, die erste große Liebe und die ewige Frage, warum man nie den Mann will, den man haben könnte. Jeder im amerikanischen Städtchen Haverford sagt Lucy Gayheart eine glänzende Zukunft voraus: Sie ist jung, hübsch und musisch hochbegabt - eine ausgezeichnete Klavierspielerin. Doch Lucy wünscht sich mehr als das langweilige Kleinstadtleben und den wohlhabenden, doch allzu bodenständigen Harry, der sich im Geheimen schon als ihr Ehemann sieht. Also zieht sie zum Musikstudium nach Chicago, wo sie das Großstadtleben und ihre neugewonnene Unabhängigkeit fern der Heimat genießt. Mit dem berühmten, schon wesentlich älteren Tenor Sebastian erlebt sie schließlich die Aufregungen und das Glück der ersten Liebe. Als Harry jedoch plötzlich in Chicago auftaucht und Lucy einen Heiratsantrag macht, erfindet sie aus der Not heraus eine Lüge, die ihrer beider Leben für immer verändern wird.

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Pressestimmen

»Ein Roman über ein kurzes und ein langes Leben, über Hoffnungen und Vergeblichkeit, über falsche Entscheidungen und nicht mehr gut zu machende Fehler.« WDR 5, Bücher, Manuela Reichart
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