Die schöne Gefahr

Über Sprache und Tod. Gespräch mit Claude Bonnefoy
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Artikelbeschreibung

Herbst 1968: Michel Foucault steht kurz vor der Vollendung seiner Archéologie du savoir. In seiner Pariser Wohnung empfängt er den Literaturkritiker Claude Bonnefoy zu einem Gespräch über das neue Werk. Bonnefoy interessiert sich vor allem für die literarische Seite des Denkers. Doch die Frage nach Foucaults Verhältnis zum Schreiben führt schnell zum philosophischen Kern: Es geht um das Verhältnis von Sprache und Tod und um die Grundlagen der Diskursanalyse. Aus dem Archäologen, der die Schichten des Diskurses freilegt, wird hier der Pathologe, der einen toten Diskurskörper seziert, um seine Wahrheit offenzulegen. In aller Drastik zeigt sich: Foucaults Arbeiten schreiben sich vom Tod her.

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Personeninformation

Michel Foucault (1926-1984) war von 1970 bis zu seinem Tod Professor für Geschichte der Denksysteme am Collège de France in Paris. Peter Engelmann ist Philosoph, Herausgeber der französischen Philosophen der Postmoderne und der Dekonstruktion und Leiter des Passagen Verlages.
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