70 Meilen zum Paradies

Ausgezeichnet mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien (Ehrenliste)
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Buchprofile - Rezension
Siad und seine jugendliche Tochter Shara aus Somalia wagen die illegale Einwanderung über Tunesien nach Italien.
In einer Barackensiedlung an Tunesiens Küste warten viele Schwarzafrikaner auf die Möglichkeit nach Italien überzusetzen. Unter ihnen befindet sich auch Siad, ein Krankenpfleger aus Tunesien, mit seiner heranwachsenden Tochter Shara. Sie lassen ein vom Bürgerkrieg zerstörtes Land zurück, nachdem Sharas Mutter den Tod gefunden hat, und für sie alles aussichtslos erscheint. Nach etlichen Zahlungen und Demütigungen durch die Schlepper können sie endlich ein Boot besteigen, das völlig überbesetzt ablegt. Hunger, Durst, Kälte und Hitze machen allen zu schaffen. Ein Sturm bringt sie in direkte Lebensgefahr. Die Überlebenden der langen Überfahrt kommen in Italien in ein völlig überfülltes Auffanglager, das jeder Beschreibung spottet. - Dem Autor gelingt es ohne direkte Schuldzuweisungen, aber doch mit klaren Hinweisen, die Missstände anzusprechen, denen Flüchtlinge aus Hunger- oder Kriegsgebieten ausgesetzt sind. Eine authentische und nahe gehende Annäherung an eines der großen Probleme Europas aus der Sicht von Betroffenen. Breit empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Siad, ein junger Krankenpfleger aus Somalia, und seine Tochter Shara warten in Tunesien gemeinsam mit anderen Flüchtlingen aus Afrika, bis Schlepper sie nach Europa bringen. Ihr Ziel ist Lampedusa, das Tor zu einer Zukunft, von der sie sich Sicherheit und Wohlstand erhoffen. Schließlich ist es so weit. Mit 55 anderen Flüchtlingen drängen sie sich in einem kleinen, altersschwachen Kutter. Die Reise wird zum Albtraum: Der Kapitän wurde erpresst und hat keine Ahnung, wie man ein Schiff navigiert. Der Motor fällt aus und während eines Sturmes werden drei Passagiere von Bord gespült. Als sie von der italienischen Küstenwache aufgegriffen werden, taumeln ausgemergelte und halb verdurstete Menschen von Bord. Das vermeintliche Paradies entpuppt sich als Flüchtlingslager. Dort müssen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen warten, bis entschieden ist, ob sie einreisen dürfen oder zurückgeschickt werden.Siad und Shara träumen davon, nach Kanada auszuwandern, wo Siad Arbeit als Krankenpfleger finden könnte. Ein Traum, den sie mit aller Kraft verwirklichen wollen.

Produktsicherheit

Hersteller: Verlag Jungbrunnen GmbH
Anschrift: Rauhensteingasse 5
AT-1010 Wien
Kontakt: office@jungbrunnen.co.at

Personeninformation

Robert Klement wurde 1949 in St. Pölten geboren. Nach der Matura besuchte er die Pädagogische Akademie in Krems und absolvierte dort die Ausbildung zum Hauptschullehrer. Er unterrichtete lange Zeit Deutsch und Geschichte. Neben seiner beruflichen Tätigkeit begann er, Reportagen für Zeitungen zu schreiben und arbeitete als freier Mitarbeiter für den ORF. Sein erstes Jugendbuch erschien 1987. Heute arbeitet Robert Klement als Schriftsteller. Er lebt in St. Pölten.

Pressestimmen

Robert Klement orientiert sich an den Fakten. Ohne die afrikanischen ProtagonistInnen aus den Augen zu verlieren, wird die Tragik des Themas sachlich und genau recherchiert geschildert. Gegenwärtig? (STUBE-Broschüre über Kinder- und Jugendliteratur zu zeitgeschichtlichen Ereignissen nach 1945) Ein aufwühlendes Buch, das unbedingt gelesen oder auch vorgelesen werden sollte. Ulrich Zwahlen, Bücherbär Ein Buch, das auch Erwachsenen unter die Haut geht, ein wichtiges Buch über ein Problem, dessen Dimensionen noch rapide wachsen werden. 1000 und 1 Buch ... ausgezeichnet ... Denise Racine, Basler Biechergugge
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