Der Gott der Stadt

Roman
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Buchprofile - Rezension
An einer elitären Schauspielschule im gerade wiedervereinigten Berlin stirbt ein Student: Suizid oder Mord?
Am 84. Todestag des Dichters Georg Heym stirbt ein Regiestudent an einer renommierten Berliner Schauspielschule. Zusammen mit seinen vier Kommilitonen hatte er an Heyms Faust-Fragment gearbeitet und bis zum Schluss bleibt unklar, ob er ermordet wurde oder ob er Selbstmord begangen hat. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, aber es gibt nur eine Ich-Erzählerin: die Regiestudentin Katharina Nachtrab, die aus Nürnberg nach Berlin gekommen ist. - Wie Christiane Neudecker die Stimmung im gerade wiedervereinigten Berlin beschreibt, die Atmosphäre an der elitären Schauspiel-Schule, wie sie den Tod des expressionistischen Dichters Heym beim Schlittschuhlaufen mit den Ereignissen Mitte der 1990er Jahre verwebt, das ist großartig. "Der Gott der Stadt" ist ein packender Roman, der beim Lesen einen Sog entfaltet. Ein Pageturner auf hohem Niveau. Für mich eines der besten Bücher des Leseherbsts 2019. Für alle Bestände geeignet.
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Artikelbeschreibung

Am Anfang steht der Tod. Jemand versinkt zwischen geborstenen Eisschollen und eine Leiche baumelt von der Decke eines Theaters. Die Todesfälle liegen Jahrzehnte auseinander, doch es ist der gleiche Todestag: der 16. Januar. Im Winter 1912 ertrank Georg Heym beim Schlittschuhlaufen, 1995 werden die Novizen einer elitären Schauspielschule im gerade wiedervereinten Berlin auf sein verrätseltes Faust-Fragment angesetzt. Angestachelt von ihrem Professor verstricken sie sich immer tiefer in den Gedankenlabyrinthen des genialischen Dichters. Der psychologische Druck steigt, Konkurrenz entflammt, Wahn und Wirklichkeit beginnen zu verschwimmen. Dann wird ein Toter auf der Probebühne der Schule gefunden. War es Mord, Selbstmord - oder doch ein Teufelspakt?

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Personeninformation

Christiane Neudecker, geb. 1974, studierte Theaterregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Seit 2001 arbeitet sie international mit dem Künstlerkollektiv phase7 zusammen, u.a. für die KI-Oper »Chasing Waterfalls«, die 2022 in der Semperoper Dresden und auf dem New Vision Arts Festival Hongkong Premiere feierte. Für ihre Romane und Kurzgeschichten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und erhielt ein begeistertes Presseecho.

Pressestimmen

»So viel Lesevergnügen bei so viel stofflicher und gedanklicher Tiefe hat man selten.« Olaf Przybilla / Süddeutsche Zeitung
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