Syria

Geschichte einer zerstörten Welt
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Buchprofile - Rezension
Die wechselvolle Geschichte eines einzigartigen Kulturraums im Nahen Osten.
Der Autor, Professor für Alte Geschichte und Spezialist für die antiken Kulturen des Orients, macht zuerst grundsätzliche Aussagen über die Begriffe Stamm, Nation und Imperium. Er geht dann auf die Bedeutung der berühmten Alexanderschlacht bei Issos ein und auf das nach Alexander dem Großen entstandene riesige Diadochenreich der Seleukiden. Er weist darauf hin, dass die römische Provinz Syria viel größer war als der derzeit zerfallende Staat Syrien. Den Hauptteil macht die Darstellung der wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Vielfalt in den wichtigsten Städten an den Schnittpunkten zwischen Orient und Okzident aus. Es geht um Jerusalem und die Juden im Römischen Reich, um Hatra als Pilgerstätte des Sonnengottes, um Emesa, um die Karawanenstadt Palmyra als Tor zum Orient und schließlich das für das frühe Christentum so wichtige Antiochien. Sommer ist davon überzeugt, dass unter der Oberfläche tief verschüttet Kontinuitäten vorhanden sind, die über politische und auch religiöse Zäsuren hinweg wirksam sind. - Eine anregende Lektüre für anspruchsvolle Leser.
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Artikelbeschreibung

Mit seinem Bildersturm hat der IS unersetzliche Kulturschätze verwüstet. Michael Sommer schlägt eine Brücke zwischen Gegenwart und Antike: Souverän erzählt und deutet er die wechselvolle Geschichte eines einzigartigen Kulturraums, der unsere Identität bis heute mit prägt.

Nahezu wöchentlich werden wir Zeugen, wie der IS antikes Erbe zerstört. Zugleich zerschlägt er die Ordnung, die nach dem Ersten Weltkrieg die Siegermächte entworfen haben. Doch die Geschichte zitiert sich nur selbst. Der IS tut nur das, was antiimperiale Akteure immer wieder getan haben: Ordnung umstürzen und Erinnerung auslöschen. Werden sich auch die selbsternannten Kalifen des IS zu Herren eines neuen Imperiums aufschwingen? Und was geht der Welt mit der Auslöschung zentraler Erinnerungsorte wie etwa Palmyra und Hatra verloren? Michael Sommer zeigt, wie die Menschen zwischen Mittelmeer und Tigris sich in den großen Reichen einrichteten, indem sie sich deren Religion, Kunst, Architektur und Recht aneigneten. So gedieh ein kosmopolitisches Milieu relativer Toleranz. Doch die Macht hat auch eine dunkle Seite: Imperien sind stets Kreaturen von Chaos und Gewalt, die erst die Voraussetzungen für ihre Existenz schaffen.

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Pressestimmen

»Nach der Lektüre von Michael Sommers Buch "Syria" ist man beinahe ein bisschen traurig, dass es offenbar erst der Zerstörungswut des "Islamischen Staates" als eines Anlasses bedarf, um die kulturhistorische Bedeutung dieser Region einem breiteren Lesepublikum nahezubringen.« Christian Meier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2017 »Sommer arbeitet heraus, dass die Menschen zwischen Mittelmeer und Tigris bei allen Differenzen in einer stabilen, historisch gewachsenen Kulturlandschaft über 1000 Jahre lebten, in der Stämme und Großreiche den Alltag bestimmten und Städte als bedeutende Erinnerungsorte fungieren - mit Nachwirkungen bis heute.« Rolf Brockschmidt, Tagesspiegel, 14.9.2016 »Das Buch des Althistorikers Michael Sommer ... kann Zusammenhänge erklären, um zu verstehen, welche Kräfte da am Werk sind. Sommer führt seine Leser in antike Städte wie Issos und Palmyra. Er zeigt, wie sich Imperien, die auf Gewalt gründen, eigentlich überholt haben.« Stuttgarter Zeitung, 9.11.2016 »...gibt der Historiker auf nur ein wenig mehr als 200 Seiten einen prägnanten Einblick in die antike Geschichte der Region Syrien und verbindet sie schlussendlich mit der heutigen Situation des Landes.« Michael Creuel, Kölner Stadt-Anzeiger, 7.10.2016 »Michael Sommers Buch führt auf kluge Weise Tagespolitik und Wissenschaft zusammen ... [eine] nicht nur für Althistoriker äußerst lesenswerte Veröffentlichung.« Detlev Kraack, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Februar 2017 »Kurzweilig und akademisch fundiert entführt Sommers Band in eine längst versunkene Welt, dessen reiches Erbe auch die Barbaren des "IS" überdauern wird.« Katharina Stahl, Rezensöhnchen, Januar 2017
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Bewertungen

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