Manifesto. Warum ich niemals aufgebe. Ein inspirierendes Buch über den Lebensweg der ersten Schwarzen Booker-Prize-Gewinnerin und Bestseller-Autorin von »Mädchen, Frau etc.«

Warum ich niemals aufgebe
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Buchprofile - Rezension
Rückblick auf ein faszinierendes, kreatives und von enormem Durchhaltewillen geprägtes Leben der farbigen britischen Kulturschaffenden.
1959 in einem ärmeren Bezirk Südlondons geboren, eines von acht Kindern eines eingewanderten Nigerianers und einer weißen Britin, culture-clash bereits bei den Erziehungsmethoden der Eltern, und einem damals üblichen latenten, z.T. gewalttätigen Rassismus ausgesetzt, entwickelt das Kind ein "Kraftfeld aus Selbstschutz, das mich bis heute umgibt". Begeisterung für Sprache, Literatur und das Jugendtheater in der Nachbarschaft legen den Grundstein für Evaristos kreatives Leben. Schon früh selbständig, immer durch unterschiedlichste Jobs selbstfinanziert, studiert sie an der Schauspielschule das Fach "Community Theatre", wird Gründerin und Leiterin des ersten Theatre of Black Women in GB und entdeckt dabei die Zugehörigkeit zur Black Community mit ihren codes und Netzwerken. Künstlerisches und privates sich Ausprobieren im London der 80er und 90er Jahre gehen einher mit Reisen um die Welt, Eintauchen in andere Kulturen, auch der Suche nach den eigenen Wurzeln, den Vorfahren aus ganz unterschiedlichen Ländern, Milieus, Lebenswelten. Immer mehr wird das Schreiben zur Berufung, zunächst als Lyrik, später auch als Prosa. Inzwischen ist Evaristo Professorin für Kreatives Schreiben an der Brunel University London, stellvertretende Vorsitzende der Royal Society of Literature und 2019 für ihren Roman "Mädchen, Frau etc." (BP/mp 21/453) als erste schwarze Schriftstellerin mit dem Booker-Preis ausgezeichnet. Ein dichtes, gehaltvolles Buch, die Autorin reflektiert durchaus auch selbstkritisch und mit einer guten Portion Humor ihr Leben - und macht mit ihrem Manifest Mut, niemals aufzugeben.
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Mit ihrem Roman „Mädchen, Frau etc.“ gelang Bernardine Evaristo 2019 ein Meilenstein: Sie erhielt als erste schwarze Schriftstellerin den Man Booker Price, der neben dem Nobelpreis als berühmtester Literaturpreis der Welt gilt. In ihrer Autobiografie blickt sie auf ihr bisheriges Leben zurück und setzt sich dabei mit ihrer Kindheit und Familie, verflossenen Liebesbeziehungen und ihrem beruflichen Weg auseinander. Die Themen Rassismus, Sexismus, aber auch Selbstbestimmung stehen dabei an zentraler Stelle. Bernardine Evaristo will mit ihrem Manifest nicht nur einen Einblick in ihr Leben gewähren – sie möchte damit Mut machen, nicht aufzugeben und zeigen, wie das Leben ihr Schreiben beeinflusst hat. Besonders interessant war für mich der Einblick in ihren Schreibprozess, den sie ausführlich beschreibt. Für alle, die „Mädchen, Frau etc.“ schon gelesen haben oder noch werden und alle, die gute Biografien mögen.

Vera Lang, Medienberaterin Kinder- und Jugendbuch

Artikelbeschreibung

Frau. Schwarz. Lesbisch. Prekär. Schriftstellerin. Vierzig Jahre lang waren das die Stigmata, mit denen Bernardine Evaristo konfrontiert wurde. Doch von Anfang an hat sie dagegen angekämpft, dagegen angeschrieben, sich eingesetzt. Für einen Raum der Vielfalt und Toleranz für alle. In Manifesto erinnert und erzählt sie erstmals ihre einzigartige Geschichte, die Höhen und die Tiefen ihres Lebens, von der Kindheit im armen Süden Londons in den 1960er-Jahren bis hin zum Durchbruch mit dem Gewinn des Booker Prizes, als erste Schwarze Frau - ein Manifest dafür, niemals aufzugeben.
1959 als Tochter einer englischen Mutter und eines nigerianischen Vaters geboren, aufgewachsen im armen Süden Londons, war Bernardine Evaristo dazu bestimmt, als Mensch zweiter Klasse gesehen zu werden. Rassismus wurde erst 1965 zur Straftat erklärt und bis zur gesetzlichen Gleichbehandlung der Frau dauerte es noch einmal zehn Jahre. Doch sie lernte schon von klein auf, dass es sich nicht lohnt, ihre Herkunft zu verstecken. Dass sie vielmehr gerade deswegen ihr Leben leben, sich ausprobieren muss. Und so erzählt sie von ihren Lieben, ihrer Familie, aber auch ihrem Ringen mit der Kunst und ihrer Suche nach einer eigenen Sprache für ihre Erfahrungen. Vom Ausprobieren queerer Beziehungen, dem Leben im künstlerisch-explosiven London der 1980er- und 1990er-Jahre und auch der Beharrlichkeit, die sie sich als Mensch, als Frau und als Autorin aneignen musste, um ihre Ziele zu erreichen und schließlich 2019 als erste Schwarze Frau den Booker-Preis zu gewinnen und den internationalen Durchbruch zu schaffen.
Das intime, inspirierende und kompromisslose Zeugnis eines faszinierenden Lebens. Ein augen­­­öffnendes Buch und mitreißendes Leseerlebnis.

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Pressestimmen

»'Manifesto' ist eine Meditation über Identität und Dichotomien, vor allem aber ein Rückblick auf die Unwägbarkeiten, die ihre [Evaristos] Lebenslinien durchziehen. [...] Bloß erzählt sie nicht nur die eine Geschichte ihres Lebens, sondern viele Geschichten und Anekdoten, die sich als erzählerische Assemblage zu einem Bild verdichten.« Kira Kramer, FAZ, 19. April 2022 Kira Kramer FAZ 20220419
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