Götz George

Band 16972
Mit dem Leben gespielt. Biographie
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Buchprofile - Rezension
Umfassende, gründlich recherchierte Biografie zum 70. Geburtstag des bekannten Schauspielers.
Natürlich weiß jeder, dass Götz George nicht als "Schimanski" seine erste Rolle spielte. Einige Biographien gibt es bereits (u.a. von Heiko Blum), doch zum 70. Geburtstag (23.07.2008) des Charaktermimen ist es an der Zeit, auf sein vielfältiges Schauspielerleben zu blicken. Das tut Torsten Körner detailliert, facettenreich und mit einem wohlwollenden Blick auf den Protagonisten. Klatsch und Tratsch spart er aus, er findet einen guten Weg zu informieren, ohne den Gerüchten der Medien zu folgen. In vielen Interviews mit Götz George, seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten hat Körner ein Bild des Schauspielers gezeichnet, das sehr positiv ausfällt. Stört das? Vielleicht die ewigen Kritiker und Meckerer. Es ist jedoch durchaus angenehm, einem sympathischen Prominenten mit Ecken und Kanten zu begegnen. Garantiert möchte man nach der Lektüre etliche Götz-George-Filme (wieder)sehen. - Empfohlen für alle Bestände.
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Artikelbeschreibung

Götz George wurde am 23. Juli 1938 als Sohn des berühmten Schauspielerehepaars Berta Drews und Heinrich George in Berlin geboren. Dort stand er 1950 zum ersten Mal auf einer Theaterbühne; sein Filmdebüt folgte drei Jahre später. Er absolvierte seine Schauspielausbildung bei Else Bongers im Ufa-Nachwuchsstudio und schloss sich von 1959 bis 1963 dem Deutschen Theater von Heinz Hilpert in Göttingen an. George spielte, seit seinem ersten großen Kinoerfolg in »Jacqueline« 1959 - für seine Rolle als törichter Boxer erhielt er den Bundesfilmpreis -, sowohl in Unterhaltungsfilmen als auch in anspruchsvollen Literaturverfilmungen. Er überzeugte als körperbetonter Cowboy in einigen Karl-May-Filmen, er spielte romantische Helden oder harte Jungs. Mit seiner bedrückenden Darstellung des KZ-Lagerkommandanten Franz Lang in den siebziger Jahren nahm sich Götz George erstmals einer extremen Filmfigur an. Später schlug er sein Publikum mit der Verkörperung des Massenmörders Fritz Haarmann in »Der Totmacher« und des berüchtigten KZ-Arztes Josef Mengele in »Nichts als die Wahrheit« in Bann. Genauso brillierte er als Komödiant in »Schtonk« oder »Rossini«. Dass Götz George nicht nur das sensible Rauhbein Horst Schimanski zum Leben erwecken, sondern viele andere Figuren überzeugend darstellen konnte, ist dem Publikum längst bekannt.
Doch wer ist der Mensch hinter all den Rollen, hinter dem Image des scheuen Einzelgängers? Götz George gibt in dieser Biographie erstmals ausführlich Auskunft über sein Leben und seine Arbeit. Niemals zuvor hat der zurückgezogen lebende Schauspieler einem Autor die Tür zu seinem Leben so weit geöffnet wie in diesem beeindruckenden Werk.

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Personeninformation

Körner, TorstenTorsten Körner schrieb die hochgelobten Spiegel-Bestseller-Biographien über Heinz Rühmann, Franz Beckenbauer und Götz George und ist seit vielen Jahren Juror des Grimme-Preises. Unter anderem wurde er 2010 ist er mit dem Bert-Donnepp-Preis, dem Deutschen Preis für Medienpublizistik, ausgezeichnet. Als freiberuflicher Autor und Journalist schreibt Körner Medien- und Fernsehkritiken.
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