'Wir waren Heldinnen'

Wie Frauen den Fußball eroberten | Eine große Geschichte von Frauen, die ihren Traum leben - vom SPIEGEL-Bestseller-Autor
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Buchprofile - Rezension
Porträts von Pionierinnen des Frauenfußballs, die sich gegen alle Widerstände durchsetzen konnten.
Unvorstellbar ist es heute, dass der DFB bis 1970 seinen Mitgliedsvereinen offiziell Frauenfußball verboten hat. Und auch danach noch wurde der Frauenfußball in Deutschland herabgewürdigt und verlacht. Verhindert werden konnte er nicht. In den 50er- und 60er-Jahren wuchsen überall Mädchen heran, die gerne auf der Straße mit ihren Freund:innen kickten. Vielen wurde die Gelegenheit dazu früh genommen. Manche konnten weitermachen, häufig dank ihrer Mütter, die sie stärkten. Und dank ihrer Väter, die sich dafür einsetzten, dass sie in Jungsmannschaften spielen durften und gemeinsam weite Wege zu den Damenmannschaften auf sich nahmen. Von diesen Pionierinnen erzählt das Buch: Von Bärbel Wohlleben, die als erste Frau ein "Tor des Monats" erzielte, von Helga Nell, die 1956 beim ersten inoffiziellen Länderspiel auf dem Platz stand, oder von Petra Landers, die quasi mit einem Trikot auf die Welt gekommen ist und doch später aus der Nationalmannschaft zurücktrat, um ihre Gesundheit zu schonen. – Sehr viele bekannte und unbekannte Fußballpionierinnen finden sich in diesem Buch und geben ein Zeugnis von mutigen Frauen, die jenseits von Klischees ihren Weg gehen und ein Leben lang für und mit ihrer Leidenschaft leben. – Ein sehr lesenswertes Buch, das einerseits immer noch nicht verschwundene patriarchale Strukturen aufdeckt und andererseits mutige Sport- und Alltagsheldinnen mit Vorbildcharakter zu Wort kommen lässt. Gerne empfohlen.
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Die Fußball EM 2025 endete mit dem Sieg der englischen Löwinnen. Sie gewannen ein Turnier, das erst in den 1980er Jahren einen offiziellen Status erhielt. Doch schon wesentlich früher entdeckten Frauen den Sport für sich, der lange als typische Männerdomäne galt, Der bekannte Journalist und Biograf Torsten Körner reist zu den Anfängen dieser Entwicklung und schreibt eine große Geschichte von Frauen, die ihren Traum lebten. Schon 1954, nach dem der Gewinn der ersten Männer-WM durch die legendäre Herberger-Truppe wurde Fußball im Nachkriegsdeutschland so populär, dass auch Frauen spielen wollten, doch der DFB verbot bei Strafe und mit Argumenten, die heute lächerlich erscheinen, Frauenvereine zu gründen. Aber die spielfreudigen Frauen ließen sich nicht aufhalten und erkämpften sich Stück für Stück ihren Platz auf dem Spielfeld. “Wir waren Heldinnen“ ist eine mitreißende Emanzipationsgeschichte von mutigen Pionierinnen und engstirnigen Funktionären. Von Kampf um Gleichberechtigung und gegen verbohrte, sexistische Rollenbilder. Und selbstverständlich auch von großen sportlichen Leistungen und wichtigen Vorbildern. 

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Wie Frauen sich gegen alle Widerstände den Fußball erobertenTorsten Körner nimmt uns in 'Wir waren Heldinnen' mit auf eine Zeitreise in die frühen Jahre der Bundesrepublik und entfaltet die faszinierende und teils schier unglaubliche Geschichte der Anfänge des Frauenfußballs. Er erzählt von Frauen, die - geprägt von dem 'Wunder von Bern' - in den fünfziger Jahren inoffizielle Länderspiele austragen, von Pionierinnen, die dem Fußballverbot für Frauen die Stirn bieten, von der ersten Torschützin des Monats und bringt uns die Frauen nahe, die 1982 das erste offiziell anerkannte Länderspiel bestreiten.König Fußball regiert die Welt, und der König war stets ein Mann. Jahrzehntelang galt: Frauen gehören an den Herd, nicht auf den Sportplatz. Bei kaum einer Sportart verteidigte die Männerwelt ihr Revier so unerbittlich wie beim Fußball. Bis 1970 war Frauenfußball offiziell in der Bundesrepublik verboten. Doch mutige Pionierinnen ließen sich nicht beirren und spielten trotzdem. Sie setzten sich gegen engstirnige Autoritäten durch, sie eroberten Fußballplätze, selbst wenn man sie davonjagte, mit Steinen bewarf, beschimpfte.Das Buch erzählt die Lebensgeschichten dieser Pionierinnen, die im Fußball ihr größtes Glück fanden und dafür nicht selten familiäre oder private Erfüllung opferten. Mit leidenschaftlicher Hingabe kämpften die ersten Fußballerinnen gegen autoritäre Funktionäre, sexistische Vorurteile und dumpfe Rollenbilder. Das Buch erzählt mitreißende Geschichten, die weit über den Fußball hinaus zeigen, wie unfrei unsere Gesellschaft noch vor gar nicht allzu langer Zeit war.

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Pressestimmen

»Der Filmemacher und Journalist Torsten Körner hat von diesem Kampf erzählt und von den starken Frauen, die als Pionierinnen vorangelaufen sind.« Carolin Courts Sila WDR 5 Neugier genügt 20250724
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