Die Stunde der Mauersegler

Roman
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Buchprofile - Rezension
Schweigen und Verschweigen der Vergangenheit in einer Familie aus der DDR.
Beim 85. Geburtstag, gefeiert in Westberlin, kommt es heraus und verstört die Urenkelin Lou: der Schwager des Jubilars Konrad Simon hat kurz nach dem Mauerbau die DDR verlassen. Er wurde in der weitläufigen Familie totgeschwiegen. Die Studentin macht sich auf die Suche, was sich in der Zeit vor und kurz nach der Wende in der Familie Simon-Hauschke zugetragen hat. Die befragten Familienmitglieder weichen gerne aus, auch weil sie von ihrer eigenen Vergangenheit geprägt sind. Konrad und vor allem seine Frau Elisabeth scheinen auf den Aufbau des Sozialismus gesetzt zu haben, während ihre Tochter Isabella und ihr Mann Hannes der DDR kritisch gegenüberstanden und sogar einen Ausreiseantrag gestellt hatten, der sie über Göttingen wieder nach Berlin führte. Ihr volljähriger Sohn Christian wurde deswegen schikaniert, während ihre Tochter ihre Jugend in Westdeutschland verlebte. – Für die Lesenden sind weniger die Fakten der Familiengeschichte, die nach und nach zutage kommen, das Bemerkenswerte, sondern der Umgang innerhalb der Familie mit ihnen. Wie man sich (scheinbar) anpasste, welchem Druck man durch die Stasi ausgesetzt war... und wie man das den anderen gegenüber verschwieg. Die Autorin stützte sich für diese fiktive Familiengeschichte auf eine Vielzahl von Erlebnisberichten von Zeitzeugen. Eine interessante, komprimierte Innensicht entstand auf diese Weise.
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Artikelbeschreibung

Geteiltes Schweigen: Ein ost-westdeutsches Familienschicksal über die heilende Kraft der Wahrheit

Januar 1988. Als Familie Simon-Hauschke Ost-Berlin im Morgengrauen verlässt, liegt mehr als ein Jahr der Ausgrenzung hinter ihnen. Der größte Schlag: Sie dürfen nur zu dritt ausreisen, denn für Sohn Christian gilt der Ausreiseantrag nicht mehr ... Viele Jahre nach der Wiedervereinigung kommt es auf einer Familienfeier zum Eklat: Zu viele Geheimnisse und Lügen haben sich in den Jahren der DDR, zur Zeit des Mauerfalls und in der Nachwendezeit angestaut, zu groß ist die Last des Schweigens. Erst Urenkelin Lou, die Journalistik-Studentin, beginnt, kritische Fragen zu stellen. Dabei muss sie erkennen, wie schwer es ist, den eigenen moralischen Ansprüchen gerecht zu werden.

Ein bewegender Roman, biografisch motiviert, dem zum Teil hochemotionale Zeitzeugeninterviews der Autorin zugrunde liegen.

  • Ein generationenübergreifender, bewegender Familienroman für die Leserinnen von Susanne Abel bis Anne Rabe.
  • Berührend, spannend, klug erzählt

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Personeninformation

Margarethe Adler, Jahrgang 1971, studierte Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft und absolvierte eine Drehbuchausbildung. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Autorin und Rechercheurin für Film und Fernsehen. Seit 2011 veröffentlicht sie sehr erfolgreich historische Romane unter Pseudonym, in deren Mittelpunkt selbstbewusste, autarke Frauen stehen.

Pressestimmen

»So ist ihr nicht nur ein Familienroman gelungen, sondern auch ein authentischer Blick darauf, wie das Leben in einem Unrechtsstaat noch Generationen nachwirkt.« Freundin

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