Content

Roman
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Buchprofile - Rezension
KI- und IT-Welt aus Absurdistan.
Elias Hirschl lässt seine Erzählerin mit jungen Leuten in der jungen Firma "Smile Smile" arbeiten. Die Beschäftigten erstellen sinnfreie Listen inmitten einer vom Kohleabbau zerfressenen und verlassenen Landschaft, die immer wieder von Erdbeben erschüttert wird. Content, der Inhalt, ist wichtig, egal, woraus dieser letztlich besteht. Die von ihnen geschriebenen Texte werden so lange umgearbeitet, bis vom Original nichts mehr übrigbleibt. Hier kontrastiert die alte Industriebrache die schöne neue Computer- und KI-Welt - oder umgekehrt. Ernährt vom Lieferservice, der seine Boten ausbeutet, erscheint in diesem Roman des österreichischen Autors Elias Hirschl eine Ansammlung seltsamer Menschen mit noch seltsameren Ideen und Verhaltensweisen. Ein investigativer Journalist versucht, dem eigenartigen Treiben auf den Grund zu kommen - erfolglos. Dazu ereignet sich ein Persönlichkeitsdiebstahl: Unter dem Namen der Ich-Erzählerin lebt eine Unbekannte ihr öffentliches Leben. Die Ich-Erzählerin selbst entwickelt ein Tool, das die Arbeit für sie übernimmt. Ein weiteres Erdbeben lässt das Gebäude einstürzen, Überschwemmungen bis in den 1. Stock, Löcher verlassener Bergwerksschächte verschlingen Gebäude. Es wird immer absurder, aberwitzig, jenseits aller Realität, aber mit erheblicher ironischer Absicht. - Wem die Fachausdrücke aus der IT- und KI-Welt nicht geläufig sind, vermag den Inhalt nur ansatzweise zu entschlüsseln. Insofern empfiehlt sich der Roman eher für ein jüngeres Lesepublikum.
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Artikelbeschreibung

Listicles, YouTube-Videos, ChatGPT und jede Menge Content: Nach "Salonfähig" die neue Romansatire von Elias HirschlDie Welt geht unter. Doch bis dahin arbeitet die Erzählerin in Elias Hirschls neuem Roman in der Content-Farm Smile Smile Inc. und schreibt sinnbefreite Listen-Artikel, die Clicks generieren sollen. (Nummer 7 wird Sie zum Weinen bringen!) Die sind genauso bedeutungslos wie die Memes und YouTube-Videos, die ihre Kolleginnen produzieren. Oder die Start-ups, die ihr Freund Jonas im Wochenrhythmus gründet, während die Stadt brennt.Hirschl gelingt mit Content erneut eine "perfekte Romansatire, die höchstes Niveau erreicht" (Neue Zürcher Zeitung), diesmal über die Generation ChatGPT. Politisch, prophetisch und zumindest so lange lustig, bis einem das Lachen im Hals stecken bleibt ...

Produktsicherheit

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Anschrift: Kolbergerstr. 22
DE-81679 München
Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Elias Hirschl wurde 1994 in Wien geboren. Er ist Autor, Musiker, Slam Poet und schreibt für Theater und Radio. 2020 erhielt er den Reinhard-Priessnitz-Preis und 2022 den Publikumspreis beim Bachmannpreis. Zuletzt erschienen bei Zsolnay die Romane »Salonfähig« (2021), »Content« (2024) und »Schleifen« (2026). Elias Hirschl lebt in Wien.

Pressestimmen

"Ganz großes Kino: zum Schreien komische Szenen, herrlich absurd ... Ganz ohne Aufhebens, ganz ohne Holzhammer, mit sehr viel Leichtigkeit und doch tiefgründig wird die Social-Media-Gesellschaft analysiert und entlarvt." Judith Hoffmann, Ö1, 9.10.24 "Ein witziges, aber auch ein markerschütterndes Buch." Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 10.07.24 "Weil Hirschl nicht nur den Jargon der Digital Natives aus dem Effeff beherrscht, sondern auch das Talent besitzt, ähnlich wie Clemens J. Setz auf dem Grat zwischen Realität und Groteske zu balancieren (etwa mit der Skizze der Geschichte eines phosphatreichen Knochendüngers, der zur Nachbewirtschaftung der großen Schlachtfelder der Historie führte), hat das Buchseine amüsanten und faszinierenden Passagen." Oliver Jungen, FAZ, 10.04.24 "Ziemlich abgedreht, ziemlich klug, ziemlich beklemmend. Orwell goes Instragram!" Stephan Ozsváth, rbb, 05.04.24 "Hirschl hat einen krassen und unglaublich lustigen Roman geschrieben ... orwellesk und kafkaesk zugleich... Hirschl schreibt auf der Höhe der Zeit: pfiffig, humorvoll, ein klein wenig sarkastisch und - blitzgescheit." Günter Kaindlstorfer, Ö1, 25.02.24 "Ziemlich genial gemacht!" Tobias Stosiek, BR Diwan, 23.02.24 "Man kann nicht anders, als darüber zu lachen und zugleich immer wieder über dieses Lachen zu erschrecken. Gerade in seiner scheinbaren Banalität, in diesem Hin-und-hergerissen-Werden zwischen Untergangsbeobachtung und lustigem Katzenvideo, bringt der Roman die Gegenwart vielleicht sogar besser auf den Punkt als andere Dystopien ... 'Content' ist eine Hiobsbotschaft, überbracht als Meme." Manuel Paß, F.A.S., 11.02.24 "Elias Hirschl spielt in seinem Roman 'Content' meisterhaft mit Wirklichkeit und Scheinbarkeit und jongliert auch mit der Wahrhaftigkeit von Literatur in KI-Zeiten." Claudia Cosmo, NDR, 09.02.24 "Zu den schönen Wunderlichkeiten des Schreibens von Elias Hirschl gehört, wie geschickt er hybride Stimmungen anmischt, wie er es also schafft, das Traurige mit dem Mordslustigen zu verschneiden." Cornelius Pollmer, Süddeutsche Zeitung, 07.02.24 "Hirschl schlägt in seinem Roman absurde Volten, stiftet Erkenntnis und herrlich amüsante Verstörung." Miriam Zeh, Deutschlandfunk Kultur, 1.2.24 "Starker Stoff, lässig-lakonisch serviert." Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 31.01.24 "Eine herrlich bissige Satire." Judith Hoffmann, Ö1, 30.01.24 "Passagen, die glatt einer George-Saunders-Story entstammen könnten ... Beklemmend, entlarvend, und streckenweise irrsinnig komisch." Anja Kümmel, Tagesspiegel, 29.01.24 "Elias Hirschl ist ein feinsinniger Beobachter. Mit Content gelingt ihm eine kluge, böse Analyse über die die Aussichten einer Welt, die mit Künstlicher Intelligenz nicht umzugehen vermag." Barbara Beer, Kurier, 28.01.24 "Ein Buch zum Staunen und Lachen ... Neben Clemens J. Setz ist Elias Hirschl zurzeit der abgedrehteste Nerd der österreichischen Literatur." Klaus Kastberger, Presse Spectrum, 27.01.24 "Es ist, als wäre Franz Kafka im digitalen Zeitalter angekommen ... Virtuos spitzt Hirschl heutigen Clickbait-Journalismus und Internet-Oberflächlichkeit zu, das macht Spaß beim Lesen." Karin Cerny, profil, 27.01.24 "1994 geboren, hat der Autor gerade das richtige wilde Wurln im Bauch und genug Ahnung von den Trends und Betrübnissen innerhalb der aktuell jungen Generation, um diese mit chronistischer Gewissenhaftigkeit aufzufassen und mit spielerischer Verve zwischen zwei Buchdeckel zu bannen." Michael Wurmitzer, Standard, 27.01.24 "Zum Schreien komische Szenen, wie sie im deutschsprachigen Raum sonst kaum jemand zu schreiben versteht." Sebastian Fasthuber, Falter, 24.01.24
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