Was nicht gesagt werden kann

Roman | Gewinner des Booker Prize 2025
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Buchprofile - Rezension
Istváns turbulentes Leben, das in einer ungarischen Kleinstadt beginnt, ihn in das Londoner High-Society-Milieu führt und mit seinem Absturz endet.
István hat mit 15 Jahren ersten erfolglosen Kontakt zu einem Mädchen. Im Plattenbau seines ungarischen Dorfes lernt er bald danach eine 40-jährige Nachbarin kennen, für die er Einkäufe macht und die ihn verführt. Mit deren Ehemann kommt es zu einer Rangelei mit Todesfolge. Es folgen drei Jahre Jugendgefängnis, Verpflichtung bei der ungarischen Armee und UN-Einsatz im Irak, der zu einem posttraumatischen Belastungssyndrom führt. Sein Lebensweg führt ihn nach London, wo er als Bodyguard arbeitet. Seine neue Aufgabe besteht nun darin, eine superreiche Familie aus dem High-Society-Milieu zu chauffieren. Mit Helen hat er eine Affäre und schließlich heiraten sie einander nach dem Tod des an Krebs erkrankten Ehemanns. Als der Sohn Thomas aus der ersten Ehe im Alter von 25 Jahren alles Vermögen erbt, muss der einst schwerreiche István Insolvenz anmelden und zu seiner Mutter nach Ungarn zurückkehren und lebt nach ihrem Tod „allein“. István ist wie all die Jahre zuvor in „großem Schweigen“ gefangen. – Der Roman ist insgesamt von männlicher Sprachlosigkeit, Rauheit und Körperbetontheit geprägt. Der Autor David Szalay will vermitteln, was es bedeutet, „ein männlicher Körper in der Welt zu sein“. Der beeindruckende Roman wurde 2025 mit dem Booker Prize, einem der wichtigsten britischen Literaturpreise, ausgezeichnet.
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Artikelbeschreibung

»Einer der auffälligsten Romane der letzten Zeit - von einer unglaublichen Wucht.« Thea Dorn, Das Literarische Quartett

Was treibt ein Leben an, was verleiht ihm Wert und woran zerbricht es?

István, fünfzehn, lebt mit seiner Mutter in einem Plattenbauviertel am Rande einer ungarischen Stadt. Er ist schüchtern und es fällt ihm schwer, die sozialen Codes der Gleichaltrigen zu durchschauen. Als sich aus der widerwilligen Bekanntschaft zu einer Nachbarin im Alter seiner Mutter eine sexuelle Beziehung entwickelt, die István selbst kaum begreift, gerät sein Leben außer Kontrolle. Ein Unfall ereignet sich, ein Mann stirbt.  

Die Jahre, die folgen, führen István von Ungarn nach London, wo er sich von Job zu Job hangelt und wo jede Abzweigung, die er nimmt, bestimmt ist von den guten oder eigennützigen Absichten Fremder. Während er auf ungeahnte Weise aufsteigt und schließlich fällt, bleibt István selbst beinahe unbeteiligt am Geschehen, sprachlos - ein stiller Beobachter seines eigenen, turbulenten Lebens.  

Hypnotisch, mit erschütterndem Nachdruck und großer Sensibilität erzählt David Szalay von einem Leben in seinen intimen Momenten - ein Leben, das kaum wahrnehmbar geprägt ist von den Erschütterungen der Gegenwart, der Prekarität menschlicher Existenz in einem kalten Europa.  


Aus der Begründung der Jury für den Booker Prize 2025: 

»István steht in vielerlei Hinsicht für das Stereotyp des Maskulinen - körperbetont, impulsiv, von den eigenen Gefühlen entfremdet (und in großen Teilen des Romans sprachlos: Er zählt wohl zu den wortkargsten Figuren der Literatur). Dennoch zeichnet dieses hypnotisierende, fesselnde Buch mit seiner bewusst reduzierten Prosa das überaus bewegende Lebensporträt eines Menschen.«


+++ Auf der Liste der Besten Bücher 2025 von Guardian, Observer, Financial Times, Daily Telegraph und Daily Mail.

»Dieser Roman hat mich unentwegt in Atem gehalten... István ist mir zutiefst ans Herz gewachsen.« Dua Lipa

»Szalay ist ein scharfsinniger Dirigent der Zeit, des Schicksals und der Kräfte, die ein Leben formen.« Samantha Harvey

»Ein großartiger Roman und ein meisterliches Beispiel für die Kunst und Anziehungskraft der Reduktion: scharf, vielschichtig und verstörend weise.« William Boyd 

»Fesselnd und elegant, gnadenlos und bewegend. David Szalay ist ein außergewöhnlicher Schriftsteller.« Tessa Hadley

»Was nicht gesagt werden kann ist ein wunderbarer Roman - so brillant und weise erzählt er von Glück, Liebe, Sex, Geld.« David Nicholls

»Mit erlesener Präzision und Einfühlungskraft erschafft David Szalay verlorene Männerfiguren, die einen nicht mehr loslassen.« Rachel Kushner 

»Ein fesselnder Thriller, der allmählich die emotionale Wucht einer klassischen Tragödie aufbaut.« Carys Davies 

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Personeninformation

David Szalay, 1974 in Montreal, Kanada, geboren, wuchs in London auf und lebt in Wien. Mit Was ein Mann ist, seinem vierten Roman, kam er 2016 auf die Shortlist des Man-Booker-Preises. Sein Werk wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Ebenfalls auf Deutsch erschienen ist sein Roman Turbulenzen. Im claassen Verlag erscheint sein neuer Roman Was nicht gesagt werden kann.

Henning Ahrens, geb. 1964, lebt in Frankfurt a. M. Veröffentlicht als Autor Lyrik und Prosa; zuletzt erschien sein Roman »Jahre zwischen Hund und Wolf«. Er übersetzte Lyrik, Kinder- und Jugendbücher sowie zahlreiche Romane aus dem Englischen, darunter solche von Saul Bellow, Jonathan Safran Foer, Richard Powers und Hanif Kureishi.

Pressestimmen

»Einer der auffälligsten Romane der letzten Zeit - von einer unglaublichen Wucht.« Thea Dorn ZDF Literarisches Quartett 20260206
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