Henri Bergson

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Buchprofile - Rezension
In dieser umfassenden Abhandlung setzt sich der Autor mit dem Lebenswerk eines der bedeutendsten Philosophen des 20. Jh. auseinander.
Das umfangreiche, anspruchsvolle philosophische Werk ist die erstmals in deutscher Sprache vorliegende Übersetzung des Klassikers aus dem Jahre 1959, verfasst von Vladimir Jankélévitch, einem Schüler und Freund Bergsons. Der Franzose Henri Bergson gilt als Begründer der bahnbrechenden Philosophie des Lebens. Das Buch geht ausführlich auf die Aspekte dieser „Lebensphilosophie“ ein und setzt sich mit den Gedanken des bedeutenden Philosophen und Literaturnobelpreisträgers auseinander, zum Beispiel mit dem Begriff des „élan vital“, der schöpferischen Lebenskraft, dem Prinzip des Lebens, der Lebendigkeit. Jankélévitch legt nicht nur die Ideen Bergsons vor; es geht einen Schritt weiter, indem er ihre Entstehung ergründet und die zu Bergson erschienenen Abhandlungen vervollständigt, erweitert und vertieft. Für eine philosophisch interessierte und versierte Leserschaft zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Der französische Philosoph und Nobelpreisträger Henri Bergson (1859-1941) war einer der Begründer der Lebensphilosophie. Im Zeichen eines neuen Vitalismus und Materialismus wird er gerade wiederentdeckt. Vladimir Jankélévitchs Henri Bergson ist eines der ganz großen philosophischen Bücher, die über Bergson geschrieben wurden. Jankélévitch nimmt darin alle Aspekte von dessen Denken in den Blick, wobei Zeit und Dauer, Körper und Geist, Freiheit, Evolution, Einfachheit sowie Liebe und Freude im Mittelpunkt stehen. Es sind die Grundbegriffe einer bahnbrechenden Philosophie des Lebens.

Jankélévitch, der Schüler und Freund Bergsons war, veröffentlichte sein Buch zuerst 1931. Knapp dreißig Jahre später unterzog er es einer gründlichen Überarbeitung, um auch Bergsons späten Werken gerecht zu werden. Die nun erstmals in deutscher Sprache vorliegende Übersetzung dieses Klassikers folgt der Ausgabe von 1959, ergänzt um die Einleitung von 1931 sowie um einige Briefe Bergsons an den Autor. Jankélévitch liest Bergson - eine philosophische Entdeckung!

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Personeninformation

Vladimir Jankélévitch (1903-1985) war ein französischer Philosoph, Musiker und Musikwissenschaftler. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde ihm während des Zweiten Weltkriegs die Staatsangehörigkeit entzogen. 1941 trat er der Résistance bei. Nach dem Krieg unterrichtete er von 1951 bis 1979 auf dem Lehrstuhl für Moralphilosophie an der Sorbonne in Paris. Sein umfangreiches Werk ist in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Ulrich Kunzmann, geboren 1943, studierte Romanistik und arbeitete zunächst 20 Jahre lang als Dramaturg. Seit 1969 übersetzt er literarische Texte und Sachbücher aus dem Spanischen, Französischen und Portugiesischen ins Deutsche. Er starb am 13. September 2023 im Alter von 79 Jahren.

Andreas Vejvar ist Senior Scientist am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zuletzt hat er im Suhrkamp Verlag herausgegeben: Vladimir Jankélévitch, Zauber, Improvisation, Virtuosität (stw 2271).

Pressestimmen

»Jankélévitchs Studie ist im wahrsten Sinne ein vielschichtiges Buch. ... eine ins Detail gehende Gesamtdarstellung.« Sonja Asal Frankfurter Allgemeine Zeitung 20230120
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