Das Neue Buch

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Buchprofile - Rezension
Ein erfolgreicher Berliner Autor will nach zehn Jahren wieder ein Buch schreiben, aber es fällt ihm nichts ein.
Rafael Horzons "Das weisse Buch" war die literarische Sensation im Jahr 2010. Dabei hat der Autor damals einfach nur sein Leben erzählt: als gescheiterter Student, mit einem unbefriedigenden Versuch als Paketfahrer, dann aber erfolgreich mit aufsehenerregenden Projekten wie Modelabel, Partnertrennungsagentur, Nachtklub. Zehn Jahre später rafft sich Horzon, der sich Unternehmer nennt und energisch dagegen wehrt, als Künstler bezeichnet zu werden, noch einmal auf, ein Buch zu schreiben. Doch als er am Schreibtisch sitzt, weiß er nicht, über was er schreiben soll. Sein Freund Philip Mollenkott, Mitbegründer der Berliner Dandy Diary Partywelt, meint, für einen Bestseller müsse er unbedingt auch über Sex schreiben, damit sei ihm der Nobelpreis so gut wie sicher. Horzon stürzt sich daher erst einmal in die Berliner Szene, rennt auf der Suche nach Frauenbekanntschaften von Party zu Party, bleibt aber erfolglos. Auch finanziell geht es bergab mit ihm, doch Mollenkott weiß wieder Rat: Öl-Aktien! Natürlich verspekuliert Horzon sein gesamtes Vermögen. Erst als dann sein Freund, der "Dandy Diary"-Blogger Carl Jakob Haupt, stirbt, ist Horzons sonst so unerschütterliche gute Laune doch schwer getrübt. Allerdings nur vorübergehend, und mit Hilfe der Ratschläge seiner größenwahnsinnigen Berliner Freunde setzt er sein ambitioniertes Buchprojekt doch noch um. - In seinem zweiten Roman präsentiert Rafael Horzon ein Update seines erfolgreichen Erstlingswerks. Ich-Erzähler Horzon erweist sich in einer wahnwitzigen Geschichte über das Leben, den Tod und die Frage, was überhaupt Kunst ist, als intelligenter Erzähler seiner selbst. Er ist immer nahe am Leben, glänzt mit umwerfenden Dialogen und vermeidet geschickt die Trivialität vieler Gesellschaftsromane. Der ironische, manchmal melancholische, meist aber unglaublich witzige und wunderbar zeitgemäße Roman ist sehr empfohlen für alle Büchereien.
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Artikelbeschreibung

Bewegend! Daniel Kehlmann - Erhebend! Christian Kracht - Belebend! Florian Illies - Erregend! Florena HorazZehn Jahre nach Rafael Horzons erfolgreicher Autobiografie Das Weisse Buch ist es still geworden um den einstigen Liebling der Berliner Intelligenzija. Zu still, wie er findet. Also rafft er sich auf, um es noch einmal zu versuchen: Mit einem neuen Buch möchte er sich zum wichtigsten Intellektuellen des 21. Jahrhunderts aufschwingen, ja sogar endlich den heiß ersehnten Nobelpreis gewinnen. Doch ihm fällt einfach nicht ein, worüber er schreiben könnte. Aus dieser einfachen Grundidee zaubert Rafael Horzon ein wahres Meisterwerk, das manchmal tieftraurig ist, hauptsächlich aber unfassbar lustig, und dann ist an dieser wahnwitzigen Geschichte auch noch kein Wort erfunden ...Ganz beiläufig verfasst Horzon so vor seinen Lesern Seite für Seite ein kluges und leichtes Buch über die Freundschaft, den Tod, das Leben und die Liebe.

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Pressestimmen

»Gerade eben noch war Berlin-Mitte das gefühlte Zentrum des Universums, heute könnte man sich kaum einen unwichtigeren Ort ausdenken: Aus dieser Spannung erzeugt Rafael Horzon, der letzte deutsche Romantiker, fachmännisch Literatur.« Andreas Rosenfelder DIE WELT 20201128

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