Wellen

Roman | Über das Auf und Ab im Alltag eines jungen Vaters
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Buchprofile - Rezension
Aus dem Leben eines überforderten Vaters - Heinz Helles Autofiktion fühlt eindringlich dem Leben in seinem Auf und Ab nach.
Kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie wird ein namenloser Erzähler, der der Autor Heinz Helle sein könnte, zum zweiten Mal Vater. Er versucht, alles richtig zu machen, ein gleichberechtigter Partner zu sein, die Bedürfnisse der Tochter, seine Bedürfnisse als Schriftsteller, nicht zuletzt seine Bedürfnisse als Partner und Mann, das alles unter einen Hut zu bringen. Oft scheitert er dabei, ist überfordert, überarbeitet, unglücklich. Doch wie die Wellen auf und ab gehen, gibt es auch Momente des Glücks. - Dem Autor ist ein realistisches, gut erzähltes Bild einer Vaterschaft gelungen. Der Rezensent kann aus seiner eigenen Erfahrung so manches bestätigen, sich in das meiste andere zumindest einfühlen. Was heißt es, ein Mann zu sein, ein Vater? Die Lektüre des Buches regt zum Nachdenken darüber an. Man versteht das Buch besonders zu schätzen, wenn man Julia Webers Roman "Die Vermengung" (in BP/mp nicht besprochen) gegenliest. Die Ausgangslage des Schriftstellerpaares Weber und Helle - die Geburt des zweiten Kindes kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie - ist identisch. Dieselben Konflikte, dasselbe Leben, aber einmal aus dem weiblichen Blick der Mutter, hier aus der männlichen Perspektive des Vaters erzählt. Gemeinsam bieten sie einen beeindruckenden Blick auf ein nur scheinbar normales Leben, das wie unser aller Leben, besonders ist.
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Artikelbeschreibung

Zum zweiten Mal ist er Vater geworden. In der einen Nacht will und will die kleine Tochter nicht aufhören zu schreien, und in der nächsten fragt er sich, ob sie noch atmet. Am Tag findet er sich zwischen Windeln und Fläschchen und dem Playmobil des ersten Kindes wieder. Und während seine Frau die Hauptverdienerin ist, träumt er von einem Leben in einem großen Haus am Meer oder von Sex mit anderen. Er ist überfordert als Vater, verunsichert als Mann. Wieso fällt es ihm so schwer, sich in seine Rolle einzufügen? Und welche dunklen Seiten hat sein Mann-Sein, welches Potenzial an Wut und Gewalt schlummert in ihm? Mit seinem Kind im Arm sucht er nach Antworten und findet Momente der Liebe, der Nähe und des Glücks.
Wellen ist ein Roman über das Auf und Ab im Alltag eines jungen Vaters, eine Auseinandersetzung mit dem Wunder des Lebens und der Liebe zum eigenen Kind. Er erzählt von einem modernen, um Gleichberechtigung bemühten Mann in einer Gesellschaft, in der immer noch alte Ideale und Geschlechterverhältnisse vorherrschen. Heinz Helles persönlichstes Buch und ein hochpoetischer Text von großer Kraft und Aktualität!

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Personeninformation

Heinz Helle, geboren 1978, studierte Philosophie in München und New York und arbeitete als Texter in Werbeagenturen, bevor er Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel studierte. Für seinen letzten Roman, Die Überwindung der Schwerkraft, wurde er mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2019 ausgezeichnet und stand 2018 auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises. Er lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Julia Weber, und den beiden gemeinsamen Töchtern in Zürich.

Pressestimmen

»... raffiniert und direkt. Die Nacktheit, in der sich die Ich-Figuren zeigen, berührt ...« Ekkehard Knörer taz. die tageszeitung 20221019
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