Trilogie

Schlaflos / Olavs Träume / Abendmattigkeit
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Buchprofile - Rezension
Archaische Liebesgeschichte zwischen Leben und Tod.
Die erste Erzählung, "Schlaflos", beginnt mit einer fast aussichtslosen Herbergssuche, die an die der Weihnachtsgeschichte denken lässt. Asle und Alida, beide 17 Jahre alt und Alida hochschwanger, irren durch die Straßen Bjorgvins und suchen eine Bleibe. In kreisenden Bewegungen wird erzählt, wie sie ihren Heimatort Dylgja verlassen mussten, sich in einem Boot davonstahlen, sich fortan Olav und Asta nennen, in einem Bauernhaus leben und sich offenbar durchs Leben stehlen. - Ihre Dialoge sind in parataktischen Kurzsätzen gehalten und erzeugen eine schwebende Melancholie. Sie wechseln sich ab mit monologisierenden Endlossätzen, ohne Punkt aneinandergereihten Aufzählungen, "und dann E und dann E". Das gibt dem Text eine Atemlosigkeit und ungewöhnliche Eindringlichkeit. Die Zeichensetzung folgt dabei der musikalisch-rhythmischen Poesie des Norwegers Jan Fosse (Jg. 1959), der als Roman- und Theaterschriftsteller mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. - Die drei Erzählungen mythischer Anmutung, archaisch und sprachgewaltig, sind eine Bereicherung für anspruchsvolle Leser/innen in jeder Bücherei. (Übers.: Hinrich Schmidt-Henkel)
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Artikelbeschreibung

Eine Liebesgeschichte, die alle Zeiten überspannt. Zwei Menschen auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt.Zwei junge Leute, Alida und Asle, irren durch einen norwegischen Küstenort. Es ist Spätherbst, es ist kalt, und Alida ist hochschwanger. Bei sich haben sie nichts als die zwei Bündel, die Asle geschnürt hat, und den Kasten mit der Geige, einem Erbstück seines Vaters. Aber niemand will den beiden eine Herberge geben. Irgendwann lässt sich Asle nicht mehr abweisen und dringt mit Alida gewaltsam bei einer alten Frau ins Haus.Nicht lang darauf sind Asle und Alida, um Spuren zu verwischen, zu Olav und Asta geworden und verstecken sich mit ihrem kleinen Sohn in einem leer stehenden Bauernhaus. Doch als Olav in den Ort will, um Ringe zu kaufen, erkennt ihn ein kleiner alter Mann und bezichtigt ihn des Mordes. Olav versucht, ihn abzuschütteln. Da es bereits dämmert und er es vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr nach Hause schaffen würde, übernachtet er in einem Fremdenzimmer. Dort aber schnürt sich die Schlinge zu.Das ergreifende, suggestiv-melodiöse Triptychon einer verletzlichen Liebe ist von schlichter Schönheit und eine Parabel über die Bedingungen der menschlichen Existenz.

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Pressestimmen

Jon Fosse nimmt dem hektischen Weltgebaren seine Aufgeregtheit, indem er die großen Themen in seiner Prosa aufruft: Geburt, Liebe und Tod. Die Prosa des großen Minimalisten in der europäischen Literatur ist schnörkellos. Deutschlandradio Kultur
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