
Artikelbeschreibung
Emmanuel Levinas hat ein äußerst anspruchsvolles Werk hinterlassen. Corine Pelluchon schafft das Kunststück, eine sehr gut lesbare Einführung zu verfassen, ohne dass dies auf Kosten der argumentativen Tiefe geht, und dabei noch eigene Akzente im Hinblick auf Medizinethik und Ökologie zu setzen. Das Verhältnis von Ethik und Politik wird neu beleuchtet, und das Verständnis von Freiheit als einer, die durch den Anderen gestiftet ist, wird gegen die klassischen und zeitgenössischen Freiheitstheorien herausgestellt und zum Zentrum einer Auffassung von der Subjektivität gemacht, die durch Leiblichkeit und Verletzlichkeit charakterisiert ist. Die Frage, ob man Levinas als religiösen Denker lesen und verstehen muss, lässt die Autorin ausdrücklich offen.
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