Das schwarze Manuskript

Roman | »Die intelligenteste Literatur unserer Gegenwart« Denis Scheck
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Buchprofile - Rezension
Ein geheimnisvolles Manuskript als Basis einer labyrinthischen Suche.
Ashok Oswald, reich, von seiner Frau verlassen, einsam und Besitzer einer wertvollen Kunstsammlung, zieht jeden Tag seine Bahnen im Pool. Eines Tages erscheinen drei Personen und fordern ultimativ die Herausgabe eines Manuskripts, das Ashok vor vielen Jahren zur Aufbewahrung bekommen und nie gelesen hat. Heinrich Steinfest erzählt in wunderbar melodischer Sprache nicht nur die Geschichte des Manuskripts, sondern auch die von Ashok, seinen Eltern (er Wiener, sie Inderin, beide begnadete Schachspieler), seiner Zeit in Wien, wo er die Schauspielerin Andrea Rothhaupt und ihren Bekannten Peter Bischof kennenlernt. Bischof ist Verfasser des mysteriösen Manuskripts, das von fiktiven Ereignissen handelt, die sich später tatsächlich ereignen und es gefährlich machen. – Steinfest beschreibt mit viel schwarzem Humor Ashok Oswalds Rücktritt von all seinen Posten und die Suche nach dem Autor des Manuskripts, der angeblich inzwischen verstorben, doch wie ihm Andrea Rothhaupt enthüllt, unter neuer Identität in Irland lebt. Unterwegs zu ihm gerät er in ein Muschelforschungsprojekt, das einen Umweltskandal aufdeckt, für den wiederum Oswalds frühere Firma verantwortlich ist. Manches ein wenig wirr, vielfach mäandernde Handlung, Mischung aus Fiktion und Realität, doch durchaus ein Lesevergnügen. – Allen Büchereien zur leichten Unterhaltung sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Wenn einer alles hat und alles aufgibt

Ashok Oswald hat diesen Pool bauen lassen, nachdem er im Alter von 35 Jahren zu einem beträchtlichen Vermögen gekommen war. Wie jeden Morgen zieht er seine Bahnen durch das kühle Wasser, doch dieser Morgen ist besonders: Drei Fremde zwingen ihn, sein Ritual zu unterbrechen und das Manuskript herauszugeben, das Peter Bischof ihm vor vielen Jahren anvertraute. Ashok händigt es aus, aber was ist so bedeutsam an diesem Buch, dass diese Leute zu allem bereit scheinen? Um das herauszufinden, gibt Ashok sein altes Leben auf.

Ein abgründiger Roman, in dem Literatur und Leben sich aufs Originellste kreuzen.

»Steinfest erzählt lustvoll, klug, mitreißend.« SZ

»Ungewöhnliche Protagonisten, prachtvolle Stories und eine sehr sorgfältig gewählte Sprache.« FAZ

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Personeninformation

Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart - das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde Heinrich Steinfest für den Deutschen Buchpreis nominiert: 2006 mit »Ein dickes Fell«; 2014 stand er mit »Der Allesforscher« auf der Shortlist. 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis für »Das Leben und Sterben der Flugzeuge«, 2018 wurde »Die Büglerin« für den Österreichischen Buchpreis nominiert und 2024 wurde er für »Gemälde eines Mordes« mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet. Heinrich Steinfest lebt in der Nähe von Heidelberg.

Pressestimmen

»Steinfest schweift köstlich ab, kehrt nach lustvollen Gedankenspielen wieder zu seiner Pflanze namens Story zurück, die er famos mit Sprache gießt.« Peter Grubmüller (A) Oberösterreichische Nachrichten 20251016
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