Benedikt XVI. - Unser letztes Gespräch

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Buchprofile - Rezension
Markus Lanz und Manfred Lütz erinnern sich an Papst Benedikt XVI.
Am 30. April 2018 treffen der Journalist Markus Lanz und der bekannte Psychiater und Katholik Manfred Lütz den damals 91-jährigen emeritierten Papst Benedikt ein letztes Mal zu einem Gespräch im Vatikan. Das Gespräch wird als Gedächtnisprotokoll auf den letzten 10 Seiten des 95-seitigen Buches erinnert. Im weitaus größten Teil des Buches wollen die Autoren das Bild dieses Papstes aus Deutschland etwas zurechtrücken. Dieses Buch erscheint erst fünf Jahre nach dem Gespräch, wenige Monate nach Benedikts Tod. Manfred Lütz zeigt sich als intimer Freund des Papstes und schildert ihn als unzeremoniellen, bescheidenen und humorvollen Menschen, der das Papstamt als Pflicht sah und sich dessen Macht nicht bewusst bediente. Er beschreibt ihn als beratungsoffenen Papst, der die Zeichen der Zeit erkannte und z.B. für die Hospizbewegung eintrat und im Gegensatz zu seinen Vorgängern im Amt konsequent gegen Täter sexuellen Missbrauchs vorgegangen sei. Das in Deutschland kursierende Image des "Panzerkardinals" (S. 85) sei absurd und habe den Papst dennoch persönlich getroffen. Auch habe er sich nicht für die Sexualmoral interessiert (vgl. S. 86). Markus Lanz begegnet in diesem Papst einem modernen Menschen, der hochsensibel und illusionslos die Schwingungen der Zeit wahrnehme (vgl. S. 74) und in der Kirchengeschichte eine lebendige Entwicklung gesehen habe. Man mag sich mehr versprochen haben von dem Buch, das überwiegend die Überzeugungen seiner Autoren in Bezug auf Papst Benedikt widerspiegelt. Während der Mensch im Papst in dieser Skizze gut charakterisiert erscheint, bleiben der Theologe und der Papst in ihrer Kontur schwer greifbar. Dazu lohnt es sich, andere kritische Stimmen zu Rate zu ziehen. Für große Bestände geeignet.
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Artikelbeschreibung

Ihr letztes Gespräch mit Papst Benedikt XVI.

'Im Übrigen sei er noch nie mit einem Papst völlig einverstanden gewesen, auch nicht mit Pius XII.'Markus Lanz und Manfred Lütz kannten Benedikt XVI. seit Jahren, auch darüber schreiben sie. Und dann trafen sie ihn noch einmal, für ein letztes Gespräch ... Körperlich war der emeritierte Papst bereits sehr schwach, aber geistig höchst präsent, witzig wie immer und hemmungslos offen.Und so ist dieses Buch eines, das ein überraschendes Licht auf einen der größten Theologen unserer Zeit wirft, den ersten deutschen Papst seit fast einem halben Jahrtausend und einen eindrucksvollen Menschen, der sich von Hass und Bewunderung nicht aus der Ruhe bringen ließ und im Herzen heiter und bescheiden blieb, auch wenn ihn sein Schicksal wider Willen auf die große Weltbühne katapultierte.

Ausstattung: Mit Schwarz-Weiß-Fotografien von Markus Lanz

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Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
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