Alma

Roman
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Buchprofile - Rezension
Hommage an die Insel Mauritius, die Heimat des Vaters des Autors. Gleichzeitig ein Roman über die Suche Le Clézios nach den Wurzeln seiner Familie.
Le Clézios Vater hatte auf seiner Heimatinsel Mauritius als Junge einen Stein gefunden, den ein ausgestorbener Vogel, ein Dodo, ausgeschieden hatte. Nach dem Tod seines Vaters reist Le Clézio mit diesem Stein nach Mauritius, wo er Verwandte zu treffen hofft. Nachdem der Gutshof "Alma", auf dem sein Vater aufwuchs, von einem skrupellosen Zuckerbaron vereinnahmt wurde, war der Vater nach Frankreich emigriert. Doch dort, wo einst "Alma" stand und das Zuckerrohr wuchs, befindet sich heute eine Touristenattraktion. Von zwei alten Frauen erfährt Le Clézio vom illegitimen Sohn eines seiner Verwandten und einer Kreolin: Dodo, der an Syphilis litt. Diese Figur nutzt Le Clézio dramaturgisch. Während er seine eigenen Gedanken zu seiner kolonialen Familie niederschreibt, die Sklaven und die kreolische Bevölkerung ausbeutete, stellt er ihr in der Figur des Dodo die Stimme der kreolischen Bevölkerung gegenüber. Im stetigen Wechsel zu seinen Überlegungen lässt er den fiktiven Dodo lebensnah und im Präsens in einfachen Sätzen über seine Erlebnisse erzählen, die die Lebensweisheit und Naturverbundenheit des kreolischen Volkes widerspiegeln.
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Artikelbeschreibung

»Eine Liebeserklärung an die Insel Mauritius« Le Figaro.

In seinem neuen Roman erzählt Nobelpreisträger J.M.G. Le Clézio die Geschichte eines Wissenschaftlers, der nach Mauritius kommt, um nach Spuren des ausgestorbenen Dodos zu suchen und der stattdessen die Geschichte seiner Familie und seinen eigenen Platz in dieser Geschichte findet. Mauritius - eine Perle im Indischen Ozean. Als Jéremy Felsen dort ankommt, weiß er nur, dass seine Familie dort jahrhundertelang auf der Plantage Alma erst Tabak, dann Zuckerrohr angebaut hat. Doch all das ist lange her, die Plantage existiert nicht mehr. Die Moderne hat Einzug gehalten, mit Flugverkehr, Touristen, Supermärkten. Zwar findet Jéremy, der zuvor noch nie auf der Insel war, nicht das, was er eigentlich suchen wollte, nämlich Spuren des ausgestorbenen Vogels Dodo, dafür aber gibt es überall Spuren seiner Familie, auf die er in vielen Gesprächen mit Inselbewohnern und bei ausgedehnten Streifzügen stößt. Und es gibt Dominique - genannt Dodo - Felsen, der auf der Insel geboren wurde und der parallel zu Jéremy seine Geschichte erzählt. Eine Geschichte von Krankheit und Kolonialismus, aber auch von Neugier und Lebensfreude. Für Jéremy führt der Aufenthalt auf Mauritius zu der Erkenntnis, dass, auch wenn er nicht dort lebt, seine Herkunft immer ein Teil von ihm sein wird, dass er Alma und die Insel in seiner Seele und seinem Herzen trägt.

Geschickt verwebt Le Clézio die Geschichten seiner beiden Figuren zu einem eindringlichen Roman über Kolonialismus und Moderne, über Natur und Kultur und zu einer Hommage an die Schönheit und Einzigartigkeit der Insel Mauritius.

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Pressestimmen

»'Alma' ist eine Verneigung vor der Schonheit von Mauritius, die die Insel über alle Zumutungen der Geschichte und der Moderne hinwegretten konnte.« Katharina Borchardt SWR 2 lesenswert 20200607
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