Erste Hilfe für Demokratie-Retter

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Buchprofile - Rezension
Tipps für zivilgesellschaftliches Engagement – gegen Faulheit und Feigheit.
Demokratie ist eine Lebensform. Wenn sie wie gegenwärtig in der Krise steckt, ist daher nicht nur die Staatsform bedroht, sondern unsere Vorstellung einer freiheitlichen Gesellschaft. Dieser Erosion nicht tatenlos zuzusehen ist das Anliegen dieses Buches. Dieser praktische Ratgeber für alle Bürger guten Willens belehrt nicht, klagt nicht an, malt kein apokalyptisches Endzeitszenario. Der Kölner Journalist erinnert vielmehr an ebenso Selbstverständliches wie Grundlegendes: Demokratie findet vor allem vor Ort statt und lebt vom gemeinsamen zivilgesellschaftlichen Engagement Einzelner, "die ihre unterschiedlichen Begabungen einbringen" (S.33). Dem entspricht das Bedürfnis nach Geselligkeit und Freude, nach Begegnung und Selbstwirksamkeit in lokalen Projekten. So macht auch berechtigte, massive Kritik an Missständen nicht depressiv oder lahm, sondern verwandelt sich in Motivation, trotz allem mitzugestalten – in Parteien und ehrenamtlichen Initiativen. Das Buch ist durchwirkt von konkreten Beispielen für gelungene Aktionen und Projekte. Wiebicke ermutigt ferner entgegen jeder cancel culture dazu, in den Diskurs zu treten, sich für seine Meinung stark zu machen und für diese auch einzustehen, denn Gegner in der Sache müssen nicht zu Feinden werden. Am Beispiel der Verhinderung eines AfD-Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im thüringischen Nordhausen zeigt der Autor die Macht der Zivilgesellschaft auf. Gegen abstrakte und weltfremde Utopien ermutigt das Buch, mit Leidenschaft die Demokratie zu leben und schließt mit dem Appell: "Tun wir also das Nötige, um wieder hoffen zu dürfen, und hoffen wir, dass wir vielleicht eines Tages von einer Welt träumen werden, die noch besser ist als die jetzige." (S. 101). Dieses kleine Taschenbuch motiviert, sich zu fragen, wo man sich mehr als bisher für unsere Gesellschaft engagieren kann, die man nicht verloren geben darf. Es müsste jedem Bürger zur Volljährigkeit geschenkt werden.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Dieses schmale Buch sollte jedem und jeder zum 18. Geburtstag geschenkt werden, denn Jürgen Wiebickes Tipps für gesellschaftliches Engagement und der Rettung von Demokratie als Staats- und Lebensform sind Gold wert. Der Kölner Journalist stellt heraus, dass Demokratie vor allem vor Ort stattfindet und vom gemeinsamen zivilgesellschaftlichen Engagement Einzelner, "die ihre unterschiedlichen Begabungen einbringen", lebt. Die berechtigte, massive Kritik an Missständen sollte nicht entmutigen und lähmen, sondern zur Mitgestaltung in Parteien und ehrenamtlichen Initiativen motivieren. Dazu gibt er konkrete Beispiele für gelungene Aktionen und Projekte. Wiebicke ermutigt dazu, in den Diskurs zu treten und sich für seine Meinung stark zu machen. Ein kleiner und leidenschaftlicher Apell, mit Leidenschaft die Demokratie zu leben, der auch als Hilfestellung für Lehrkräfte in der Verfassungsviertelstunde an den Schulen dienen kann.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Extrablatt empfiehlt:
Jürgen Wiebickes Tipps für gesellschaftliches Engagement und der Rettung von Demokratie als Staats- und Lebensform sind Gold wert. Ein leidenschaftlicher Apell, Demokratie zu leben, der auch als Hilfestellung für Lehrkräfte in der Verfassungsviertelstunde an den Schulen dienen kann.

Artikelbeschreibung

Unsere liberale Demokratie ist in Gefahr. Rechtsradikale Abgeordnete und Sympathisanten haben keine Hemmungen mehr, völlig unverhohlen ihre Gesinnung zu zeigen, und sie treiben die demokratischen Kräfte vor sich her.

Wie können wir unsere Demokratie und die offene Gesellschaft verteidigen gegen die immer radikaler und dreister werdenden Verächter - auch jenseits der Wahlkabine und der Großdemonstrationen? Wie andere ermutigen, mitzumachen?

Der Journalist Jürgen Wiebicke gibt uns griffige Regeln an die Hand, mit deren Hilfe jeder von uns jederzeit anfangen kann. Vor der eigenen Haustür. Im Alltag. Denn, und daran müssen wir uns immer wieder erinnern: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, wir müssen sie immer wieder aufs Neue verteidigen.

Produktsicherheit

Hersteller: Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Anschrift: Bahnhofsvorplatz 1
DE-50667 Köln
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Personeninformation

Jürgen Wiebicke lebt als freier Journalist in Köln. Seit 19 Jahren moderiert er wöchentlich »Das philosophische Radio« auf WDR 5. Sein Buch »Dürfen wir so bleiben, wie wir sind? Gegen die Perfektionierung des Menschen - eine philosophische Intervention« erschien 2013. 2016 folgte »Zu Fuß durch ein nervöses Land - auf der Suche nach dem, was uns zusammenhält«, 2017 »Zehn Regeln für Demokratie-Retter«, 2021 »Sieben Heringe. Meine Mutter, das Schweigen der Kriegskinder und das Sprechen vor dem Sterben« und 2023 »Emotionale Gleichgewichtsstörung. Kleine Philosophie für verrückte Zeiten«. Er gehört zu den Programmmacher:innen der phil.Cologne, des Internationalen Festivals der Philosophie.

Pressestimmen

»Es sind mitunter einfache Erkenntnisse, die einem in diesem Buch begegnen. Dass sie dennoch Eindruck hinterlassen, dokumentiert, wie nötig sie zu sein scheinen.« Lothar Schröder Rheinische Post 20240822
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