Camille Pissarro oder Von der Kühnheit zu malen

Die Biografie über den 'Vater des Impressionismus' | Mit zahlreichen farbigen Abbildungen
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Buchprofile - Rezension
Fachlich fundierte Biografie über den "Vater des Impressionismus".
Der Maler Camille Pissarro gilt als "Vater des Impressionismus", auch wenn er nicht die Popularität eines Monet oder Cezanne aufweist, die er zu seinem Freundeskreis zählte. Er war einer der Initiatoren der ersten Ausstellung der Impressionisten, sein stets auf Ausgleich bedachtes Wesen half ihm, die verschiedenen Temperamente zusammenzuführen. Seine Warmherzigkeit kennzeichnet ihn auch als den besorgten Familienvater, der trotz aller finanziellen Nöte gut für seine Familie sorgte, ehe er 1903 mit 73 Jahren starb. – Die bekannte französische Biografin Anka Muhlstein hat – überwiegend auf dessen umfangreiche Korrespondenz gestützt – ein fundiertes Buch über Pissarro geschrieben, in dem viele interessante Facetten beleuchtet werden, etwa die Abhängigkeit unbekannter Maler von ihren Kunsthändlern oder der Antisemitismus, der während der Dreyfus-Affäre auch die Künstlergemeinschaft spaltete. Diese Biografie ist sicher ein interessantes Fundstück für Kunstfreunde, für "Normalverbraucher" dagegen dürfte sie vielleicht zu "trocken" geschrieben (oder übersetzt) sein. Bei entsprechend interessierten Leser/-innen möglich.
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Artikelbeschreibung

Seine Werke schmücken die großen Museen weltweit: der Maler Camille Pissarro (1830-1903) war einer der Begründer der seinerzeit revolutionären französischen Malschule, die sich gegen die Sehkonventionen der akademisch-realistischen Malerei wandte. Er war eng befreundet mit Monet und Renoir, Mary Cassatt und Berthe Morisot, Unterstützer von Cézanne, Gauguin und van Gogh und wurde als der Älteste der Gruppe von seinen Freunden liebevoll 'Vater des Impressionismus' genannt. Und doch fühlte er sich zeitlebens auch als Außenseiter in der Künstlerszene. Auf einer Antilleninsel in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren, prädestinierte den jungen Mann nichts dazu, Maler zu werden. Die Kunstkennerin und Historikerin Anka Muhlstein zeichnet ein facettenreiches, intimes Porträt dieses unabhängigen Geistes und großen Malers. Pissarros berühmte Stadtbilder von Paris, seine Bilder der Landschaft um den Ort Pontoise bei Paris, wo er mit seiner Familie lebte, seine neuartigen Porträts von Frauen und Männern bei der Arbeit auf dem Feld: all das erscheint mit Kenntnis von Pissarros Lebensweg und unermüdlichem Kampf für die Anerkennung seiner Kunstauffassung in neuem Licht. Dabei stützt sich die Biografin unter anderem auf Pissarros umfangreiche, sehr persönliche Briefwechsel mit Malerkollegen und mit seinen Söhnen, die ebenfalls Maler wurden. So wurde der Vater des Impressionismus auch zum Patriarchen einer Künstlerfamilie.

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Pressestimmen

»... eine höchst lesenswerte Biografie auf der Basis [von Pissarros] umfangreichen Korrespondenz.« Manfred Papst NZZ am Sonntag 20240630
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