Der lange Atem der Bäume

Wie Bäume lernen, mit dem Klimawandel umzugehen - und warum der Wald uns retten wird, wenn wir es zulassen
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Buchprofile - Rezension
Wald ist nicht gleich Wald - Vorschläge, wie unser Wald dem Klimawandel wieder besser standhalten kann.
Wissenschaftlich fundiert beschreibt Peter Wohlleben im ersten Teil des Buches, wie die Bäume mit Trockenheit umgehen. Er vergleicht zwei verschiedene Typen Wald: einen Buchen- und Eichenwald, wie er ursprünglich in Deutschland vorkam, und einen Fichten- und Kiefernwald, der mittlerweile die Waldflächen Deutschlands dominiert. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich vor allem mit der aktuellen Forstwirtschaft und deren Uneinsichtigkeit in Bezug auf Fichten- und Kiefernwälder. Diese Bäume halten die klimabedingte Trockenheit nicht gut aus, werden aber trotzdem immer wieder nachgepflanzt. Im dritten Teil werden viele Vorschläge gemacht, wie die Forstbehörden, aber auch jeder Einzelne, die jetzige Situation verbessern können, um die Zukunft der Wälder zu sichern. - Was mir an diesem Buch gut gefallen hat, sind eben diese Vorschläge. Das Buch informiert auf der einen Seite, wie die grüne Lunge unserer Erde dem Klimawandel entgegenwirkt, und gibt einem andererseits auch ein paar Handlungsvorschläge an die Hand, damit man sich nicht ganz so hilflos fühlt. Es kritisiert und regt zum Nachdenken an. Ich hoffe, dass jeder, der dieses Buch liest, es auch als Aufforderung versteht, aktiv zu werden. Selbst einen Baum vor die eigene Haustür zu pflanzen, kann schon helfen! Breit empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Bäume kommen sehr gut ohne Menschen aus, aber Menschen nicht ohne Bäume!

Auch wenn wir unsere Welt durch den Klimawandel zugrunde richten sollten - die Bäume kommen immer und überall zurück, selbst nach verheerenden Bränden, heftigen Sturmschäden und menschlichen Verwüstungen. Es wäre nur schön, wenn wir dann noch da sind.

Mit Der lange Atem der Bäume knüpft Peter Wohlleben direkt an seinen Millionenseller Das geheime Leben der Bäume an - ebenso zum Staunen, ebenso faszinierend, aber dabei gleichzeitig scharf und kritisch: Auf der einen Seite schildert er neue verblüffende Erkenntnisse über das Leben der Bäume und ihre Fähigkeiten, zu lernen und mit dem Klimawandel umzugehen. Zugleich geht er hart ins Gericht mit den von Ahnungslosigkeit geprägten Akteuren in Wirtschaft und Politik, die Bäume ausschließlich zur Holzgewinnung und zur Imagepflege pflanzen und die Natur damit in Wahrheit rücksichtslos ausbeuten. Doch intensiv bewirtschaftete Fichtenplantagen werden die Überhitzung des Planeten nicht verhindern.

Eine Liebeserklärung an die Bäume - und ein flammender Appell, die unendliche Vielfalt der Natur, deren sensibles Zusammenwirken wir immer noch nicht ganz verstehen, zu schützen und zu bewahren. In unserem ureigensten Interesse.

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Personeninformation

Peter Wohlleben, Jahrgang 1964, wollte schon als kleines Kind Naturschützer werden. Er studierte Forstwirtschaft und war über zwanzig Jahre lang Beamter der Landesforstverwaltung. Heute arbeitet er in der von ihm gegründeten Waldakademie in der Eifel und setzt sich weltweit für die Rückkehr der Urwälder ein. Er ist Gast in zahlreichen TV-Sendungen, hält Vorträge und Seminare und ist Autor von Büchern zu Themen rund um den Wald und den Naturschutz, die sich allein im deutschsprachigen Raum 2,5 Millionen Mal verkauft haben. Für seine emotionale und unkonventionelle Wissensvermittlung wurde Peter Wohlleben 2019 die Bayerische Naturschutzmedaille verliehen. Seine Bücher sind in über 46 Ländern erschienen.

Pressestimmen

»Dank Peter Wohlleben ist der Spaziergang durch den Wald jetzt ein Abenteuer, denn er öffnet uns die Augen für die Natur« Stars & Stories
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