Der Papst der Enttäuschungen

Warum Franziskus kein Reformer ist
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Buchprofile - Rezension
Kritische Auseinandersetzung mit der Amtszeit von Papst Franziskus.
Der Schweizer Journalist und Theologe beleuchtet die Amtszeit des sogenannten "Reformerpapstes" Franziskus. Auf der Grundlage einer ausführlichen Quellenanalyse kommt er klar zu dem Schluss, dass Franziskus Seelsorger, aber keinesfalls ein Reformer ist. Aufgrund der sich widersprechenden Aussagen in Interviews und lehramtlichen Schreiben des Papstes macht der Autor deutlich, dass die entscheidenden Themen, die zur positiven Veränderung der katholischen Kirche führen könnten, nicht nur nicht bearbeitet werden, sondern genauso restriktiv entschieden werden wie bisher. Priesteramt der Frau, Frauenförderung allgemein, veränderter Umgang mit dem Thema Homosexualität und das in sich geschlossene (Rechts-) System der Kirche stehen nicht zur Diskussion. – Insgesamt eine äußerst interessante Analyse, die eindeutig Stellung bezieht und ein Gegenbild zu zahlreichen geglätteten Darstellungen von Franziskus und seinen Aussagen ist. Ab mittleren Beständen einsetzbar.
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Artikelbeschreibung

Ist Franziskus ein Reformpapst? Der Religionsjournalist Michael Meier zieht eine nüchtern-realistische Bilanz des Pontifikats: Franziskus ist mehr Seelsorger und Hirte als ein (sei es auch nur gescheiterter) Reformer! Im Einzelfall lässt Franziskus zwar Gnade vor Recht ergehen, stellt Barmherzigkeit über Lehramt und Dogma. Grundsätzlich bleibt aber alles beim Alten. Erwartungen auf substanzielle Reformen werden geweckt, doch letztlich bleiben sie aus. Das Buch schildert detailliert die spannende Geschichte des Pontifikats und markiert deutlich seine Schwachstellen.

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Personeninformation

Michael Meier (geboren 1955 in Zürich) hat in Zürich Germanistik, später in Rom und Freiburg im Uechtland Theologie studiert und mit dem Lizentiat abgeschlossen. 33 Jahre lang war er Kirchen-und Religionsexperte bei der grössten Schweizer Tageszeitung "Tages-Anzeiger". Er hat die Pontifikate von Johannes Paul II. bis zu Franziskus hautnah begleitet und kommentiert. Heute ist er noch freiberuflich journalistisch tätig. Unter anderem hat er den Zürcher Journalistenpreis für das Gesamtwerk erhalten sowie aus den Händen von Hans Küng den Herbert-Haag Preis für Freiheit in der Kirche
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