Bibel und Big Bang

Naturwissenschaft, Religion und die größten Rätsel unserer Welt
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Buchprofile - Rezension
Eine Begegnung von biblischer Schöpfungslehre und Naturwissenschaft.
Dass die Schöpfungstexte der Bibel nicht wie ein naturwissenschaftliches Lehrwerk zu lesen sind, ist schon lange ein Gemeinplatz. Der Physiker und Theologe Matthias Huber warnt in seinem Buch aber auch davor, Bibel und wissenschaftliche Weltsicht völlig unverbunden und beziehungslos nebeneinanderstehen zu lassen. Wirklichkeit, so der Autor mit Recht, sei eben vieldimensional und erfordere deshalb auch einen Zugang unter ganz verschiedenen Perspektiven, die nur in ihrer Komplementarität ein - freilich immer auch in ein Dunkel gehülltes - Ganzes ergeben. Huber zeigt auf, wie umsichtig die Bibel selbst mit dieser Komplexität der Wirklichkeit umgeht, wie sie sich einerseits auf das eng begrenzte Naturwissen ihrer Zeit einlässt, dabei aber jede in sich abgeschlossene Weltanschauung durch eine radikale Offenheit auf den transzendenten Ursprung von Welt und Schöpfung auch wieder aufsprengt und so den Menschen zu einem Dialog herausfordert, der geradezu einen unvoreingenommenen Blick auf die Natur und damit Naturwissenschaften möglich macht. Dabei wird auch die rein theoretische Ebene überstiegen zu existentiellen Fragen: etwa nach Freiheit und Glück, einem ökologisch verantwortbaren Leben oder dem Weiterleben nach dem Tod. Schade nur, dass keine weiterführende Literatur genannt ist; hätte dies doch dem Postulat eines dialogischen und offenen Denkens gut entsprochen! - Trotzdem gerne ab mittleren Beständen empfohlen.
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Artikelbeschreibung

»Glauben Sie an die Bibel oder an den Urknall?« Christen können ein Lied von solchen oder ähnlichen Fragen singen. Seit Galileo Galilei und besonders seit Charles Darwins Evolutionstheorie scheint es für viele nur entweder Naturwissenschaft oder Schöpfungsglauben zu geben. Zudem arbeitet ein immer aggressiver auftretender missionarischer Atheismus unermüdlich daran, die Schöpfungsgeschichte als Mythos und die Christen als unverbesserliche und wissenschaftsfeindliche Naivlinge darzustellen. Zu zeigen, wie inspirierend biblische Texte für Menschen des 21. Jahrhunderts sein können, die ihr naturwissenschaftliches Denken mit einer religiösen Perspektive verbinden wollen, wie sie auch für den heutigen Dialog zwischen Naturwissenschaften und Religion fruchtbar gemacht werden können, ist Ziel dieses Buches.

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Personeninformation

Matthias Huber, geb. 1977, studierte 1997-2003 Physik (Diplomabschluss) an der Universität Konstanz mit Auslandsemester in Shanghai, China. 2004-2005 war er als Forschungsstipendiat in Konstanz und Vancouver. Es folgte 2006-2011 ein Theologiestudium in Freiburg i.Br. und Salamanca, Spanien. 2013 wurde er zum Priester geweiht. 2013-2015 war er Cooperator in der Konstanzer Altstadt, 2015-2020 Hochschulpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde in Konstanz, daneben erfolgte die Promotion im Fach Altes Testament / Dogmatik. Seit 2020 ist Matthias Huber Hochschulpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde Edith Stein in Freiburg i.Br.

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