Alles schrecklich ungerecht?

Mythen, Halbwahrheiten, Fakten zum deutschen Sozialstaat
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Buchprofile - Rezension
Der Volkswirt und frühere Generalsekretär des Caritasverbandes benennt Fehleinschätzungen in der Debatte um unseren Sozialstaat und tritt für eine gerechtere Sozialpolitik ein.
Der Verfasser, Volkswirt und langjähriger früherer Direktor des Deutschen Caritasverbandes, setzt sich im ersten Teil des Sachbuches, gestützt auf Statistiken, mit zahlreichen Behauptungen auseinander, die ein falsches Bild von einem vermeintlichen Niedergang des Sozialstaates zeichnen. Auch viele Sozialverbände und Medien tragen nach seiner Auffassung zu einer übertriebenen Skandalisierung der Diskussion bei. Im zweiten Teil seiner Darstellungen tritt Cremer dafür ein, dass sich angesichts zahlreicher politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen auch die Sozialpolitik einer Diskussion um verfügbare Ressourcen stellen muss. Für ihn sollten statt einer weiter expansiven Sozialpolitik in Zukunft unter der Prämisse, mehr Gerechtigkeit zu erzielen, ohne neue Schuldenberge aufzubauen, vor allem vier Handlungsfelder in den Blick genommen werden: Erstens der Kampf gegen verdeckte Armut, zweitens ein verbessertes Sozialsystem für den unteren Rand der gesellschaftlichen Mitte, drittens ein bürgerfreundlicherer Sozialstaat, der viertens Menschen so unterstützt, dass sie Akteure ihres eigenen Lebens werden können. – Insgesamt bietet das Buch somit zum einen eine sachlich fundierte Kritik an der gesellschaftlichen Debatte um unseren Sozialstaat und zeigt zum anderen konkrete Optionen für ein künftiges, stärker zielführendes politisches und den demokratischen Staat stärkendes Handeln auf. –Sinnvoll in Büchereien, die ihrer Leserschaft größere Sachbuchbestände anbieten.
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Artikelbeschreibung

Was ist wirklich gerecht?

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, nimmt in diesem Buch die gängigen Klagen über soziale Ungerechtigkeit in Deutschland unter die Lupe. Statt pauschaler Empörung bietet er eine faktenbasierte Einordnung und zeigt, wo Kritik berechtigt ist - und wo Mythen und Halbwahrheiten den Blick auf die Realität verstellen.

Fakten statt Empörung

Cremer stellt sich gegen den Trend zur Skandalisierung und bietet eine wohltuend sachliche Perspektive auf Themen wie Armut, Ungleichheit, Mittelschicht und Sozialleistungen. Dabei geht es nicht um Schönfärberei, sondern um eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was läuft gut? Was muss besser werden?

  • Armut in Deutschland: Wie wird sie gemessen - und was sagt das wirklich aus?
  • Die Mittelschicht: Stimmt es, dass sie zunehmend schrumpft?
  • Sozialleistungen: Wer profitiert - und wer fällt durchs Raster?
  • Ungleichheit: Geht die soziale Schere wirklich immer weiter auseinander?
  • Reformbedarf: Wo der Sozialstaat besser werden muss


Cremer liefert einen präzisen Faktencheck zu den zentralen Fragen der sozialen Gerechtigkeit in Deutschland. Dabei bleibt er nicht bei der Analyse stehen: Er liefert Anstöße für mehr soziale Gerechtigkeit - ohne dabei neue Schuldenberge aufzutürmen.

Mehr wissen, besser urteilen

Dieses Buch räumt auf mit weitverbreiteten Irrtümern über den deutschen Sozialstaat. Wer sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt und politische Diskussionen mit Substanz führen möchte, findet hier eine fundierte Grundlage - jenseits von Stammtischparolen und Empörungsrhetorik.

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Personeninformation

Georg Cremer war von 2000 bis 2017 Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes. Zuvor war er viele Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Cremer studierte Ökonomie und Pädagogik und lehrt als apl. Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg. Er ist Autor vielbeachteter Sachbücher und ein sehr gefragter Redner und Medienpartner zu sozialpolitischen Themen.

Pressestimmen

Kurz: Cremer legt sich mit allen an. Zu Recht und mit sehr guten Argumenten. Rainer Schlegel FAZ 20260218
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