Feindliche Nähe

Von Juden, Christen und Muslimen
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

„Nähe ist nicht unbedingt freundlich. Sie kann ebenso feindlich sein“. Der Historiker Michael Wolfssohn analysiert messerscharf die Wurzeln des historischen und scheinbar unlösbaren Konflikts der Religionen im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf uns alle. Sein Fokus liegt auf dem Vergleich zwischen Juden und Christen unter Einflussnahme des Islam. Bei der Einordnung und zum Verständnis der aktuellen Kriegssituation zwischen Israel und seinen Nachbarn und der Reaktionen hierzulande ist seine kluge, illusionsfreie Stimme Informationsquelle, Mahner und Ratgeber gleichermaßen. Eine anstrengend-fordernde, aber wichtige Lektüre.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Extrablatt empfiehlt:

Während sich der Krieg Israels mit der Terrororganisation Hamas immer mehr zuspitzt, religiös motivierte Gewalt weltweit an der Tagesordnung ist und antisemitische Übergriffe auch hierzulande zunehmen, erscheint ein theologisch-historischer Blick auf die gemeinsamen Wurzeln der drei großen monotheistischen Religionen beinahe aus der Zeit gefallen – und ist doch wichtiger denn je. Michael Wolffsohn zeichnet das Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam in Geschichte und Gegenwart nach und deckt mit seinen messerscharfen und schonungslosen, aber auch feinsinnig humorvollen Analysen historische Kontingenzen in den Gemeinsamkeiten und Unterschieden auf. Sein besonderes Augenmerk gilt angesichts aktuellen Zeitgeschehens dem Verhältnis der Religionen zur Gewalt. Wer den grassierenden Phänomenbereich der religiös motivierten Gewalt, vor allem, aber nicht nur im nahen Osten, in seiner Tiefe verstehen möchte, sollte zu diesem brillanten Sachbuch greifen: denn nur mit tieferem Verständnis und Wissen kann versöhnte Zukunft gelingen.

Artikelbeschreibung

Michael Wolffsohn setzt sich, ausgehend von der aktuellen Politik, in seinem neuen Buch mit dem Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam - gestern, heute und morgen - auseinander. In gewohnt pointierter Weise zieht er dazu Geschichte und Theologie heran. Seine illusionslosen und dennoch teils humorvollen und immer messerscharfen Analysen gelten insbesondere Terror, Krieg und Gewalt. Seine große mediale Präsenz als Talkshowgast, Interviewpartner und Publizist erklärt sich durch seine Fähigkeit zu faktengesättigten und allgemeinverständlichen Statements, die auch dieses Buch prägen. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Antisemitismus in Europa, einer Zunahme des islamistischen Terrors und des eskalierenden Krieges zwischen Israel und seinen Nachbarn sind Michael Wolffsohns grundsätzliche Einordnungen und Erklärungen zum besseren Verständnis unabdingbar.

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Personeninformation

Michael Wolffsohn, Prof. Dr., geb. 1947, ist Historiker und Publizist. Von 1981 bis 2012 arbeitete er als Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München. Er hat zahlreiche Bücher, Aufsätze und Fachartikel verfasst und ist publizistisch und als vielbeachteter Vortragsredner tätig. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. kürte der Deutsche Hochschulverband Michael Wolffsohn 2017 zum Hochschullehrer des Jahres und 2018 wurde er mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen ausgezeichnet.

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