Der Aufbruch

Band 1
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Buchprofile - Rezension
Eine junge Frau mit heilenden Händen stürzt sich in eine verbotene Liebe vor der Kulisse der großartigen Natur Lapplands um das Jahr 1860.
Brita Kaisa, Mutter zweier unehelicher Kinder, gehört der Volksgruppe der Kvenen im finnischen Teil von Lappland an. Wegen ihres „unsittlichen Lebenswandels“ muss Brita eine Kirchenstrafe über sich ergehen lassen. Um der Schande und Armut in ihrer Heimat zu entfliehen, entscheidet sie sich 1859 wie viele andere Kvenen zu dieser Zeit, mit ihren Söhnen eine neue Existenz im aufblühenden norwegischen Fischereiort Vadsø am Eismeer aufzubauen, im Idealfall mit einem geeigneten Ehemann. Brita ist nicht nur als tüchtige Arbeiterin, sondern auch als Heilerin und Seherin sehr gefragt. Auf dem Weg nach Vadsø verbringt sie eine Zeit als Landarbeiterin beim kinderlosen Ehepaar Mikko und Gretha Aska. Brita und Mikko fühlen sich von einander angezogen wie von einer Naturgewalt. Brita geht nach Vadsø als Hilfskraft von Mikkos Saisonfischer-Truppe. Da damals außereheliche Beziehungen unter strenger Strafe standen, versuchen Brita und Mikko ihre Liebe geheim zu halten. – Die Kvenen lebten in Lappland in mehr oder weniger harmonischer Koexistenz mit den rentierzüchtenden Sámi, die im Buch auch eine wichtige Rolle spielen. Erst vor 20 Jahren wurde die Sprache der Kvenen vom norwegischen Staat als Minderheitssprache anerkannt. Ingeborg Arvola, selbst Kvene, aber in Oslo wohnhaft, beschreibt sehnsuchtsvoll und sinnlich das Leben ihrer Vorfahren in der majestätischen Natur, mal mit glitzerndem Schnee, mal mit Mitternachtssonne. Neben der mitreißenden Lebens- und Liebesgeschichte, die auf dem Schicksal ihrer Urururgroßeltern basiert, lässt Arvola die damalige Lebensweise der Bewohner:innen Lapplands aufleben. Mit diesem preisgekrönten Buch setzt sie ihrer Familie und ihrem Volk ein großartiges Denkmal. Teil 2 der Trilogie ist in Norwegen bereits erschienen, sodass deutsche Leser:innen demnächst Brita Kaisa und ihrer Familie auf ihren weiteren Lebensweg begleiten dürfen. – Sehr empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

Nordfinnland, 1859: Brita Caisa wird nach einer Liebesbeziehung mit einem verheirateten Mann von der Kirche verstoßen und muss ihren Heimatort verlassen. Sie setzt ihre beiden Söhne auf einen Rentierschlitten, nimmt ihre Skier und bricht in einem Tross auf zum norwegischen Eismeer. Dort, so heißt es, soll das Meer vor Fischen brodeln und es ausreichend Arbeit und Essen geben. Als sie unterwegs den Hofbesitzer Mikko kennen lernt und eine vorläufige Anstellung findet, spürt sie, dass sie sich mit ihm eine Zukunft vorstellen könnte. Doch die gegenseitige Zuneigung wird auf eine harte Probe gestellt. Poetisch und voller Intensität schildert Ingeborg Arvola eine junge Frau, die mit den Normen der Gesellschaft hadert und mutig ihren eigenen Weg geht. In einer Welt, geprägt von der nordisch-kargen Landschaft, der Bedeutung des Fischfangs, Gottesgläubigkeit und einer tiefen, von Mystik durchzogenen Verbindung zur Natur.

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Personeninformation

Ingeborg Arvola, geboren 1974, wuchs in Pasvikdalen und Tromsø im hohen Norden Norwegens auf und hat bereits mehrere Romane für Kinder und Erwachsene geschrieben. Ihren internationalen Durchbruch erlebte sie 2022 mit dem Roman »Der Aufbruch«, dem ersten Buch in der historischen Eismeer-Trilogie. Der Roman, der von der Geschichte ihrer Familie inspiriert ist, wurde sofort ein Bestseller, erhielt den renommierten Brage-Literaturpreis und wurde für viele weitere Literaturpreise wie den Preis des Nordischen Rates und den Norwegischen Buchhändlerpreis nominiert. Auch international sorgte der Roman, der in 12 Länder verkauft wurde, für großes Aufsehen und erhielt überragende Kritiken.

Pressestimmen

»Arvolas Buch ist ein wunderbar zu lesendes Epos in bester skandinavischer Erzähltradition.« Stephan Opitz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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