Großonkel Pauls Geigenbogen

Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto - Das berührende Memoir einer preußischen Sinti-Familie
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Buchprofile - Rezension
Faszinierende Geschichte von vier ganz unterschiedlichen Sintifamilien vom 19. Jh. bis heute.
Romeo Franz, ein deutscher Sinto und engagierter Verfechter der Rechte von Sinti und Roma in Deutschland, erzählt in diesem Buch die Familiengeschichte seiner weitverzweigten Vorfahren. Als Künstler, Handwerker und Kaufleute mit zumeist festem Wohnsitz in Preußen und Pommern waren sie zunächst geachtete Personen, bis Anfang des 20. Jhs. eine zunehmende Drangsalierung erfolgte, die schließlich mit dem Vernichtungsfeldzug der Nazis endete. Ein Teil seine Familie konnte sich durch die Flucht durch viele europäische Länder retten, viele wurden jedoch auch ermordet. Anhand von Erzählungen älterer Verwandter, aber auch von erhaltenen Dokumenten und Fotos vermittelt er ein lebendiges Bild seiner Familie. Dem Autor geht es jedoch auch darum, auf die bis heute existierende Diskriminierung von Sinti und Roma hinzuweisen und auf die Tatsache, dass es lange gedauert hat, bis ihre Vernichtung durch die Nazis ebenso Beachtung fand, wie die der Juden. – Ein sehr beachtenswertes Buch, für alle Bestände zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

"Großonkel Pauls Geigenbogen ist eine faszinierende Familiensaga und zugleich eine sehr gut geschriebene Geschichtserzählung über das Leben von Sinti und Roma im 20. und 21. Jahrhundert. Das verheerende Ausmaß des während des Nationalsozialismus begangenen Völkermordes wird durch die persönlichen Geschichten auf berührende Art und Weise deutlich, ebenso die Folgen des bis heute anhaltenden Rassismus gegen die Minderheit und das aktive Engagement der Communitys für ein gleichberechtigtes Leben."

- Karola Fings, Historikerin (ehem. Stellvertretende Direktorin NS-Dok-Zentrum Köln)Seit mehr als 600 Jahren leben Sinti in Deutschland, Roma seit 200 Jahren. Ihre Kultur reicht viele Jahrhunderte zurück und ist tief mit der deutschen Historie verwoben. Anfangs noch als Handwerker, Künstler und Kaufleute hochgeachtet, wurden sie schon bald systematisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen und verfolgt. Bis heute halten sich diskriminierende Stereotype und starke Vorurteile gegenüber der größten Minderheit Europas. Der preußische Sinto Romeo Franz kämpft seit Jahrzehnten für die Rechte von Sinti und Roma.In diesem Buch erzählt er seine beeindruckende deutsche Familiengeschichte. Wohl situiert, waren seine Ahnen bereits im 17. Jhd. ansässig in Preußen, Schlesien und Pommern und prägten dort die kulturelle und kaufmännische Welt. Mitreißend erzählt Franz die Chronik seiner Familie: Schillernde Charaktere und außergewöhnliche Schicksale treten ans Licht - aber auch die Erinnerungen an Ausgrenzung, Abwertung und schließlich die Vernichtung durch die Nazis.Mit großem Stolz gibt er tiefe Einblicke in seine Herkunft und die Bedeutung von Musik, Familie und Zusammenhalt, aber auch die Folgen der bis heute nachwirkenden Verfolgung. Seine Geschichte ist ein bewegendes Plädoyer gegen Antiziganismus und eine Einladung zum Umdenken hin zu etwas ganz Selbstverständlichem: Gleichberechtigung.Mit Book2Look-Leseprobe: www.book2look.com/book/fPujLHB5jU

Ausstattung: 4-farbige Abbildungen

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