
Artikelbeschreibung
Kann das Denkmalschutzrecht vom Umweltrecht lernen? Beide Rechtsgebiete - Denkmalschutzrecht wie Umweltrecht - dienen dem Schutz und der Pflege vorgefundener Zustände, das eine der Bewahrung von - menschlich gestalteten - Denkmälern, das andere der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen. Die vorliegende Studie widmet sich zunächst einer Analyse der (gemeinsamen) Grundlagen des Umweltrechts und des Rechts raumgebundener Kulturgüter. Sodann folgt eine Bestandsaufnahme des geltenden Kulturgüterschutzrechts auf internationaler, unionsrechtlicher und nationaler Ebene. In einem zweiten Schritt wird der Kulturgüter- bzw. Denkmalschutz als Querschnittsmaterie untersucht. Dabei widmet sich die Studie maßgeblich auch den Vorschriften außerhalb des Landesdenkmalschutzrechts, die ihrerseits dem Schutz von Denkmälern bzw. raumgebundenen Kulturgütern dienen. Hierbei geraten Instrumente des Steuerrechts ebenso in den Blick wie kulturgüterschützende Vorschriften im Recht der Umweltverträglichkeit, im Bauplanungs- und Bauordnungsrecht, im Recht der Planfeststellung, im Raumordnungsrecht und im Straf- und Ordnungswidrigkeitsrecht. Die Studie schließt mit rechtspolitischen Überlegungen zu neuen denkmalschutzrechtlichen Instrumenten und mit konkreten Vorschlägen für Gesetzesänderung ab.
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| Hersteller: | Duncker & Humblot GmbH |
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Personeninformation
Prof. em. Dr. Michael Kloepfer war von 1974-1976 Professor an der Freien Universität Berlin, von 1976-1992 Professor an der Universität Trier, dort Direktor des Instituts für Umwelt- und Technikrecht. Von 1992-2011 war er Professor für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht, Umweltrecht, Finanzrecht und Wirtschaftsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor am Walter Hallstein-Institut für Europäisches Verfassungsrecht. Seit 2011 ist er Emeritus. Von 1992-1998 war er Stellvertretender Vorsitzender der unabhängigen Sachverständigenkommission »Umweltgesetzbuch« und von 1999-2001 und 2005-2007 Vorsitzender der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft e.V. Von 2008-2016 war er Mitglied der Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern. Er absolvierte zahlreiche Forschungsaufenthalte im Ausland (u.a. Kobe/Japan; Lausanne/Schweiz; Stanford/USA). Er ist zudem Präsident der Forschungszentren Umweltrecht (FZU), Technikrecht (FZT), Katastrophenrecht (FZK) sowie des Instituts für Gesetzgebung und Verfassung (IGV) und ist seit 2011 Leiter des Forschungszentrums Recht an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 ist er als Rechtsanwalt bei der Kanzlei Köhler & Klett tätig.
Pressestimmen
»Dem Buch ist nicht nur eine weite Verbreitung zu wünschen, sondern vor allem eine eingehende fachliche wie politische Diskussion der darin vertretenen Thesen.« Dr. Jörg Spennemann, in: Die Öffentliche Verwaltung, 17/2015 »Unter C (Seite 232) folgt der soweit ersichtlich erste veröffentlichte Musterentwurf für ein Landesdenkmalschutzgesetz. Ein fast unbegreifliches Desiderat angesichts der unerträglichen Zersplitterung des deutschen Denkmalrechts. Er allein lohnt die Anschaffung des Werks. [...] Verdienst ist aber die Schaffung einer Grundlage, auf welcher berufene überörtliche Denkmalschutzorganisationen wie die Kultusministerkonferenz oder die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger neue Entwicklungen im Landesrecht vorbereiten könnten.« Dr. Dieter Martin, in: Bayerische Verwaltungsblätter, 13/2015 »Für die Bundesregierung ist nach dem Koalitionsvertrag zur 18. Legislaturperiode der Erhalt von Denkmälern eine gesamtstaatliche Aufgabe. Deshalb setzt sie sich für ein 'Europäisches Jahr für Denkmalschutz' ein. Dazu ist die vorliegende Studie ein wichtiger Beitrag. Somit haben Michael Kloepfer und seine Mitarbeiter mit der fundierten, klar formulierten und gut lesbaren Schrift einen grundsätzlichen Beitrag zur Diskussion zu Denkmalschutz und Umweltschutz geleistet.« Prof. Dr. Ernst-Rainer Hönes, in: Die Verwaltung, 4/2014
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