Der Fährmann

Roman | Freundschaft und Neid, Liebe und Schuld - und eine Gemeinschaft, die der Nationalismus entzweit
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Bayern im Buch-Rezension
Historischer Heimatroman im bayrisch-österreichischen Grenzgebiet.
An der Grenze zwischen Österreich und Bayern wachsen vier junge Menschen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg auf und verweben ihre Schicksale mehr oder weniger unfreiwillig miteinander. Hannes, Elisabeth und Annemarie sind als Kinder miteinander befreundet und verbringen die wenige Zeit, die ihnen neben der schweren Arbeit bleibt, gerne miteinander. Josef, als besser gestellter Bauerssohn, kommt erst später mit ins Spiel, als ihm Elisabeth als Frau versprochen wird. Hannes‘ Werdegang ist ebenfalls vorbestimmt – er wird seinem Onkel als Fährmann nachfolgen und wie dieser zuvor Menschen und Fuhrwerke mit seinem Floß über die Salzach bringen, was auch bedeutet, ein Leben ohne Frau und Familie zu verbringen, weil dies einem Fährmann nicht gestattet ist. Annemarie leidet unter dem besitzergreifenden und sich alles nehmenden Josef, der in der aufkommenden Kriegslust seine Berufung findet und schließlich in den Ersten Weltkrieg zieht. Endlich kann Elisabeth auf ihrem eigenen Hof ein wenig durchatmen, bevor sie ein neuerlicher Schicksalsschlag ereilt. Keine der Figuren in dieser Geschichte hat es leicht, doch am Ende machen sie immerhin das Beste daraus. – Die Entbehrungen und gesellschaftlichen Einschränkungen dieser Zeit, vor allem die so gut wie nicht vorhandenen Rechte von Frauen, sind Thema des Romans, die den Leser immer wieder mit einem beklemmenden Gefühl weiterlesen lassen. Regina Denk verfasst ein eindrückliches Bild der damaligen Zeit und zugleich eine fesselnde Geschichte über Zusammenhalt, Selbstlosigkeit, aber auch Gewalt und Rücksichtslosigkeit, die man nicht weglegen möchte und die dem Leser lange in Erinnerung bleibt.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Ihr mitreißendes Erzähltalent und ihre tiefe Kenntnis der Geschichte ihrer Heimat im bayrisch-österreichischen Grenzgebiet machen Regina Denks historische Romane zu einer unverzichtbaren Bereicherung unserer Büchereibestände. Die Salzach trennt Bayern und Österreich, doch zu Beginn dieser Geschichte ist das nur ein geografisches Hindernis, das es zu überwinden gilt. Die Familien auf beiden Seiten des Flusses, Bauern, Wirtsleute, Handwerker und Händler, sind einander verbunden und nicht selten entstehen enge Freundschaften und Eheschließungen. 
Im Mittelpunkt dieser Geschichte, die um die Jahrhundertwende beginnt, stehen vier junge Menschen, Bauerntochter Elisabeth, Wirtstochter Annemarie, Jungbauer Josef und Hannes, der Fährmann. Die vier sind seit Kindertagen eng befreundet, doch das Erwachsenwerden bringt Chaos in ihre Beziehung, denn die, in die sie sich verlieben, kommen als Ehepartner nicht in Frage. Absprachen der Eltern und die Tatsache, dass ein Fährmann keine Familie gründen darf, stehen ihren Gefühlen entgegen. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus und die ohnehin angespannte Situation wird durch die Aufspaltung in unterschiedliche politische Lager noch verschärft. Regina Denk gelingt es von der ersten Seite an, die Lesenden in die Geschichte hineinzuziehen, Sie kann Gefühle – die geäußerten und die unterdrückten – ebenso mitreißend beschreiben wie die Natur, das Familienleben und die Wirren dieser Zeit. 
Diesen historischen Heimatroman darf man nicht verpassen.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch
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Artikelbeschreibung

»Sagen Sie alle Verabredungen ab! Sie werden in diesem Roman versinken.« Bestsellerautorin Ruth-Maria Thomas - der neue Roman von Regina Denk!

Regina Denks Roman »Der Fährmann« erzählt ein atmosphärisch düsteres Familiendrama an der deutsch-österreichischen Grenze zur Zeit des 1. Weltkriegs.

Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Fährmann muss Hannes Winkler dem Brauch folgen, sich keine Frau zu nehmen. Denn sollte sein gefährlicher Beruf sein Leben fordern, darf er keine bedürftigen Angehörigen zurücklassen. Hannes' Herz gehört trotzdem schon lang seiner Jugendfreundin Elisabeth. Doch die ist Josef Steiner versprochen, dem Erben des größten Hofes am diesseitigen Ufer der Salzach. Das trifft nicht nur Hannes und Elisabeth hart, die seine Gefühle erwidert: Elisabeths beste Freundin Annemarie hatte sich Hoffnung auf eine Heirat mit Josef gemacht.

Während der 1. Weltkrieg die kleine Gemeinschaft diesseits und jenseits der Salzach in Österreich und Deutschland spaltet, gerät das Leben der vier jungen Leute in einen Strudel aus Gewalt, Aufbegehren und Schuld. Als schließlich ein Kind verschwindet, wird eine tödliche Spirale in Gang gesetzt.

Eindrucksvoll erweckt Regina Denk die beiden Dörfer an der Salzach zum Leben, die - verbunden durch den Fährmann - seit jeher eine Gemeinschaft bilden. Bis der aufkeimende Nationalismus den Frieden empfindlich stört. Bis ein Krieg ausbricht, der die Welt verändert. Bis Freundschaft und Neid, Liebe und Schuld ein Drama in Gang setzen, das sich nicht mehr aufhalten lässt.

»Dunkel und märchenhaft kommt der neue Roman von Regina Denk daher. Mit ganz besonderem Ton zieht sie den Leser in die Orte ihrer Heimat, in längst vergangene Zeiten. Dort angekommen beschreibt sie ihre Figuren und deren tragische Geschichte so eindringlich, dass es schwer fällt, sich von ihnen zu trennen. Ich jedenfalls habe dieses Buch in einer Nacht durchgelesen.« Bestsellerautorin Eva Lohmann

Entdecken Sie auch Regina Denks hochgelobten und atmosphärischen Roman »Die Schwarzgeherin«: »Düster und stark.« Brigitte

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Personeninformation

Regina Denk wurde 1981 an der bayerisch-österreichischen Grenze geboren. Die Liebe zu ihrer Heimat wurde ihr, zusammen mit der Leidenschaft für Geschichten, in die Wiege gelegt. Das Schreiben und die Berge begleiten sie schon ihr Leben lang. Vom Literaturstudium in München, bis ans andere Ende der Welt und wieder zurück in die Heimat, wo sie heute lebt - ein Bein in Bayern, das andere in Österreich. Unter dem Pseudonym Fanny König veröffentlichte sie humoristische Bayern-Krimis. Nach "Die Schwarzgeherin" ist "Der Fährmann" ihr zweiter Roman bei Droemer.

Pressestimmen

"Atmosphärisch dicht und in einer ganz eigenen Sprache spinnt Regina Denk eine Geschichte um Liebe, Schuld und Zusammenhalt, die mich mitgerissen und bewegt hat. Ich werde unbedingt "Die Schwarzgeherin" von ihr lesen." Petra Petra emotion 20260407
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