Unheimliche Gesellschaft

Die Affäre Thomas Mann | Ein spannender historischer Kriminalroman im Thomas Mann Jubiläumsjahr!
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Buchprofile - Rezension
Der zweite historische Kriminalroman um den Schriftsteller Thomas Mann führt das Ermittler-Duo in die Schweiz.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten sucht die Familie Mann Zuflucht in der Schweiz und lässt sich 1933 in Küsnacht bei Zürich nieder. Doch die Sicherheit, in der sich der Schriftsteller wähnt, ist trügerisch: Der lange Arm der Gestapo reicht über die Grenzen Deutschlands hinaus. Agenten sind dem Nobelpreisträger und seinem Umfeld auf der Spur. Zuerst wird Katja Mann in einen rätselhaften Verkehrsunfall verwickelt, dann kommt es zu einem Anschlag und schließlich zu einer Entführung. Der Schriftsteller und sein Gehilfe, der litauische Übersetzer Miuleris, ermitteln beherzt, wie schon in Nidden auf der Kurischen Nehrung (s. "Gefährliche Betrachtungen", BP/mp 25/394), als bewährtes Sherlock-und-Watson-Tandem. – Auch im zweiten Band verbindet der Autor biografisch belegbare Angaben (Exil in der Schweiz, Probleme im neuen Umfeld, Positionierung zur Lage im Deutschen Reich) mit historischen Fakten (politische und gesellschaftliche Situation um 1930, Umgang mit Flüchtlingen) und fiktiven Episoden zu einem vielschichtigen Figuren- und Zeitporträt. – Der spannende Roman wird für alle Bestände sehr gern empfohlen.
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Man mag leise Zweifel daran hegen, ob sich Thomas Mann zum Detektiv geeignet hätte. Diese Bedenken hat Tilo Eckardt über Bord geworfen und eine Krimireihe gestartet, in der er dem Schriftseller eine „Sherlock-Holmes-Rolle“ auf den Leib schreibt. Wenn man so etwas tut, sollten die biografischen Eckdaten unbedingt stimmen und das ist in den beiden bisher erschienen Episoden der Fall, Der Watson zum Mann’schen Sherlock ist sein ebenfalls real existierender litauischer Übersetzer Zydrünas Miuleris (Müller). Im ersten Band „Gefährliche Betrachtungen“ machen sich die beiden 1930 auf die Suche nach einem verschwundenen brisanten politischen Manuskript Manns. Der aktuelle Fall „Unheimliche Gesellschaft“ spielt 1933 im Schweizer Exil, wo sich die geflohene Mann-Familie vor dem langen Arm der Gestapo schützen muss. Spannende Krimiunterhaltung vor großer Zeitkulisse und mit hervorragender Personenführung. 

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Eine Stadt voller Flüchtlinge und Spitzel. Wer ist Freund, wer ist Feind? Band 2 der historischen Krimi-Reihe um Mann & Müller auf der Spur eines Schattenmannes

Im historischen Kriminalroman um das ungewöhnlichste Ermittlerteam ever heften sich der Schriftsteller Thomas Mann und sein junger litauischer Übersetzer an die Fersen eines mysteriösen Spions.

Der ebenso elegante wie raffinierte Roman über Freundschaft und die Kraft der Literatur lässt die Grenzen zwischen historischer Wirklichkeit und dichterischer Fiktion gekonnt verschwimmen.

Oktober 1933. Thomas Mann sucht mit seiner Familie Zuflucht in Zürich, weil er in seiner Heimat Repressalien oder gar eine Verhaftung fürchten muss. Doch auch in der Schweiz ist die Lage alles andere als sicher. Der Dichter wird von Ängsten geplagt, die sich noch steigern, als die forsche Autofahrerin Katia Mann vor ihrem Haus in Küsnacht einen Mann anfährt, der anschließend spurlos verschwindet. Dem eilig herbeigerufenen Getreuen Zydrunas Miuleris alias Müller gelingt es nicht, die Identität des Unfallbeteiligten festzustellen. Dieser scheint auf rätselhafte Weise sein Äußeres zu verändern und den Spieß umzudrehen: Mit einem Mal fühlen sich Mann & Müller beschattet.
Als Gerüchte laut werden, dass die Gestapo nicht davor zurückschreckt, Regimegegner bis in die neutrale Schweiz zu verfolgen, überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst versucht jemand Ludwik, Müllers vierbeinigen Gefährten, zu ermorden, dann entgeht er selbst nur knapp einem Anschlag. Doch war er das eigentliche Ziel? In einer Stadt voller Spitzel sind Mann & Müller auf Katia Manns zweifelhafte Fahrkünste und die Pünktlichkeit der Schweizer Bahn angewiesen, um einen Fall zu lösen, der - wie ihnen klar wird - einst im fernen Nida seinen Anfang nahm.

Ein spannendes und höchst unterhaltsames literarisches Denkmal für den großen Thomas Mann.

Tilo Eckardts historischer Krimi »Unheimliche Gesellschaft« lässt uns einen der größten deutschen Schriftsteller in neuem Licht entdecken. Der 2. Fall für Mann & Müller beruht auf wahren Begebenheiten um einen deutschen Spion in Litauen.

Das erste Mal gemeinsame Sache machten der Dichter und sein Übersetzer in »Gefährliche Betrachtungen«.

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Personeninformation

Tilo Eckardt ist deutsch-schweizerischer Lektor, Verleger, Autor und Literaturagent. Für die Arbeit an seinem ersten Thomas Mann Roman wurde er vom Nordic Cultur Fond und von der Klaip_da County Ieva Simonaityt_ Public Library nach Nida in Litauen eingeladen. Gefährliche Betrachtungen entstand in der dortigen Autorenresidenz in unmittelbarer Nachbarschaft zu Thomas Manns ehemaligen Sommerhaus. Unheimliche Gesellschaft ist sein zweiter historischer Kriminalroman um den großen deutschen Schriftsteller.

Pressestimmen

"Zum 150. Geburtstag des LiteraturNobelpreisträgers Thomas Mann ist ein historischer Kriminalroman in zwei Bänden erschienen, der Mann auf noch nie da gewesene Weise lebendig werden lässt. [...] Der Trick in dem Roman ist die gekonnte Mischung aus Fiktion und wahren Ereignissen und Begebenheiten in der damaligen Zeit. " Rhein-Neckar-Zeitung 20250818
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