Evas Tochter

Roman - »Elizabeth Strout hat eine deutschsprachige Schwester: Die heißt Annette Mingels ...« (Ursula März, DIE ZEIT)
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Buchprofile - Rezension
Ein Frauenroman über Mütter, Töchter und Freundinnen oder was weibliches Leben ausmacht.
Es beginnt mit dem Auftauchen eines Zeltes auf dem Bürgersteig im gut situierten Villenviertel einer ostdeutschen Kleinstadt vor den Toren der großen Stadt. Es ist Sophie, die schwierige Tochter von Eva, die ihr Zelt als Anklage oder Hilferuf vor der verlassenen Villa der Eltern aufgeschlagen hat. In abgeschlossenen Kapiteln werden im weiteren Verlauf die Leben von sieben unterschiedlichen Frauen mit Verbindungen in die Nachbarschaft und zu Sophie erzählt. Da ist die verwitwete einsame Kinderkrankenschwester in Rente, Hanne, die gerne ein Kind gehabt hätte. Dann natürlich Eva, Sophies Mutter, überfordert mit diesem schwierigen Kind. Die Freundinnen Greta und Hjördis, beide Künstlerinnen mit Kindern und Mann, beide in Trennung. Oder Judith, Witwe und ehemalige Pfarrersfrau mit dem Beginn einer neuen Partnerschaft. Freundinnen, Weggefährtinnen auf Zeit und Verbündete in den Herausforderungen von weiblichem Leben. Ein lebenskluges Buch, in dem geplante und unfreiwillige Lebensentwürfe von Frauen im kleinen Nachbarschaftskosmos miteinander verwoben werden: mal angepasst oder rebellisch, mit oder ohne Kinder, jung und älter, auf der Suche oder angekommen, mit Reflexion und Selbstzweifeln. So unterschiedlich die Frauen im Alter und Familienkonstellationen, so unterschiedlich ist auch ihr Alltag mit den ganz normalen Widerfahrnissen des Lebens. Von Trennung und Verlassenwerden bis hin zu neuer Beziehung und Liebe im Alter. Einfühlsam erzählte Frauenporträts aus der Mittelschicht – für jede Bücherei sehr gut anschaffenswert.
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Artikelbeschreibung

Eine junge Frau schlägt mitten in ihrer Heimatstadt ein Zelt auf und bewegt die Bewohnerinnen zu einem neuen Blick aufs Leben

Sommer in einer deutschen Kleinstadt. Mitten im Villenviertel steht plötzlich ein Zelt auf dem Bürgersteig. Sophie von Clüver, das schwarze Schaf der Familie, ist zurückgekehrt und campiert vor ihrem Elternhaus. Wie eine Anklage steht das Zelt da - oder wie ein Hilferuf. Und es beschäftigt die Nachbarschaft: Hanne, verwitwet und einsam, die Sophie von klein auf kennt. Künstlerin Greta, die sich aus klassischen Familienmustern befreien will. Schulfreundin Wanda, die Sophie immer beneidet hat. Die Abiturientin Lilli, die ihr Taschengeld als Cam-Girl aufbessert. Hjördis, die mit ihren Neurosen ringt. Judith, die sich mit siebzig ans Online-Dating wagt. Und Eva, die Mutter von Sophie, die so stark scheint, aber Angst hat, ihrer Tochter nach Jahren der Trennung wieder zu begegnen.

Kunstvoll verknüpft »Evas Tochter« die Geschichten von acht Frauen zu einem vielschichtigen Romankosmos. Welche Herausforderungen stellt der Alltag an sie, und welche Antwort finden sie darauf, womöglich gemeinsam? Mit großer Wärme und Empathie erzählt Annette Mingels von weiblichen Lebenswelten heute.

»Alles, was weibliches Leben heute ausmacht, kommt in diesen souverän erzählten Geschichten vor, in diesen eindrucksvollen literarischen Porträts von acht Frauen höchst unterschiedlichen Alters.« Deutschlandfunk Kultur

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Personeninformation

Annette Mingels, geboren 1971, studierte Germanistik und schloss mit einer Promotion ab. 2003 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, dem sechs weitere und ein Erzählband folgten. Für »Was alles war« erhielt sie 2017 den Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag. Zuletzt erschien 2023 der Roman »Der letzte Liebende«. Nach Jahren in der Schweiz, in Montclair (USA), Hamburg und San Francisco lebt Annette Mingels seit 2021 mit ihrer Familie bei Berlin.

Pressestimmen

»Annette Mingels kombiniert in 'Evas Tochter' einen Reigen von Frauenschicksalen, zeitgemäß, klug und unterhaltsam.« Brigitte.de
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