Fair Play

Roman | Klassischer Kriminalroman à la Agatha Christie trifft auf einzigartige literarische Raffinesse: spannend, philosophisch, humorvoll und zutiefst bewegend
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Buchprofile - Rezension
Eine anrührende Geschichte über den Umgang mit Trauer anstatt eines kurzweiligen Detektivromans.
Vermarktet wird das Buch als Detektivgeschichte in Anlehnung an große Werke wie die von Agatha Christie und Sir Arthur Conan Doyle. Die vordergründige Geschichte ist jedoch nur ein Werkzeug, mit dem die Protagonistin ihre Trauer über den Tod ihres Bruders verarbeitet. Dies sorgt dafür, dass unterschiedlichste Erzählstile eingebaut werden können und die bekannte Erzählstruktur des Kriminalromans in einem völlig neuen Licht erscheint. Dadurch wird der Roman aber sehr komplex. An vielen Stellen müssen Lesende zwischen den Zeilen lesen und sich mit unbefriedigenden Erklärungen und Auflösungen zufriedengeben. Wer also auf der Suche nach einem heiteren Krimi ist, wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Mit diesem Wissen und der Bereitschaft, sich auf eine sehr experimentelle Geschichte einzulassen, hat man in diesem anspruchsvollen Debütroman jedoch die Möglichkeit, eine neue Sichtweise auf das Thema Trauer zu entwickeln und sich auf völlig neue Art mit einer bekannten Geschichte auseinanderzusetzen.
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Artikelbeschreibung

»Klug und kühn erzählt Hegarty eine Detektivgeschichte, die auf geniale Weise dem verschlossenen Raum des Genres entflieht, um sich den großen Fragen von Leben und Tod zu widmen.« Paul Murray, Autor von 'Der Stich der Biene'

Was eben noch unterhaltsames Spiel war, wird scheinbar plötzlich bitterer Ernst: Nach einer ausgelassenen Silvesterparty mit Krimi-Motto unter Freunden wird Benjamin am Morgen seines Geburtstages tot aufgefunden. Was ist geschehen? Und wer ist schuld an seinem Tod? Seine Schwester Abigail sucht verzweifelt nach Antworten. Ein berühmter Privatdetektiv namens Auguste Bell soll ihr helfen, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch dieser zeigt sich erstaunlich bewandert in den Regeln des klassischen Kriminalromans. Und auch weitere Details sind merkwürdig verschoben. Denn für Abigail ist die Welt nicht mehr wie vor Benjamins Tod. Und wird es nie wieder sein.

'Fair Play' ist ein literarisches Debüt voller Überraschungen, experimentell und emotional zugleich - denn Trauer spielt nicht nach den Regeln und im Gegensatz zu Kriminalgeschichten hat das echte Leben manchmal keine Auflösung parat.

»Eine Schriftstellerin mit phänomenalem Talent, die es geschafft hat, etwas vollkommen Originelles zu erdenken.« The Sunday Times

»Eine fesselnde, kunstvolle Möbiusschleife von einem Roman.« The Guardian

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Personeninformation

Louise Hegarty wurde in Cork, Irland geboren, wo sie auch heute noch lebt. Ihre Kurzgeschichten wurden u.a. in The Stinging Fly und The Dublin Review veröffentlicht und 2016 wurde sie mit dem Sunday Business Post/Penguin Ireland Short Story Prize ausgezeichnet. 'Fair Play' ist ihr Debütroman.

Eva Bonné, 1970 geboren, studierte amerikanische und portugiesische Literaturwissenschaft in Hamburg, Lissabon und Berkeley. Seither übersetzt sie Literatur aus dem Englischen, unter anderem von Rachel Cusk, Anne Enright, Michael Cunningham und Abdulrazak Gurnah. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2022 mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis. Sie lebt in Berlin.

Pressestimmen

Ein ungewöhnlicher und deshalb umso interessanterer Krimi, nicht nur für Fans von Agatha Christie. Kulturette 20260720
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