Das Gehirn hat kein Geschlecht

Wie die Neurowissenschaft die Genderdebatte revolutioniert
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Buchprofile - Rezension
Dekonstruktion der Vorstellung von grundlegenden Unterschieden im Gehirn und im Verhalten von Frauen und Männern.
Jedes menschliche Gehirn ist ein einzigartiges Mosaik aus sogenannten weiblichen und sogenannten männlichen Eigenschaften. DAS männliche oder DAS weibliche Gehirn gibt es nicht. Diese These vertritt die israelische Neurowissenschaftlerin Daphna Joel und stützt sich dabei u.a. auf eine eigene wissenschaftliche Studie, die sie in diesem Buch für ein breites Publikum aufbereitet. Das tut sie anhand zahlreicher Anekdoten auch aus ihrem eigenen Leben, die die neurowissenschaftlichen Befunde verständlich machen und teilweise als Beispiele dafür dienen, wie alle - oder doch die meisten - Menschen bestimmte Verhaltensweisen als "männlich" oder "weiblich" deuten. Auf der letzten Seite des Buches sind ihre Studienergebnisse noch einmal farbig als Mosaike visualisiert. Daphna Joel geht es nicht darum, alle Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu leugnen. Ihr Ziel ist, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass nur wenige Unterschiede tatsächlich in der Biologie des Menschen wurzeln, die meisten aber anerzogen und durch die Gesellschaft geprägt werden. Umgekehrt heißt das: Diese Unterschiede lassen sich auch überwinden. Ja, auch Frauen können rückwärts einparken und Karten lesen. Sie müssen das nur genauso lernen dürfen wie Männer (die das auch nicht von Natur aus können!). Und: Ja, eine Frau kann Dachdeckermeisterin sein und ein Unternehmen führen. Und ein Mann darf sich genauso für Kosmetik interessieren, Ballett tanzen und ein Tütü tragen. Im Kapitel "Eine Welt ohne Gender" geht es genau darum: die gesellschaftlich geprägten Zuschreibungen von "männlich" und "weiblich" zu überwinden. – Auch wenn die katholische Kirche die Gendertheorie ablehnt, gehört dieses (oder ein vergleichbares) Buch in die KÖB (ab mittleren Beständen). Dieses hier liest sich leicht und locker – und bietet souverän aufbereitete Informationen.
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Artikelbeschreibung

Das Märchen von männlichen und weiblichen GehirnenNoch immer hält sich der Mythos, Frauen und Männer würden sich in Eigenschaften und Verhaltensweisen grundlegend unterscheiden. Auch die Wissenschaft versuchte lange zu beweisen, dass männliche und weibliche Gehirne von Natur aus unterschiedlich ticken.
Die israelische Neurowissenschaftlerin Daphna Joel widerlegt diese Theorie. Anhand neuester Studien und ihrer eigenen bahnbrechenden Forschung belegt sie, dass jedes Gehirn ein einzigartiges Mosaik ist, das sowohl 'männliche' als auch 'weibliche' Merkmale in sich vereint. Und sie erklärt, warum wir alle verlieren, wenn wir an Geschlechterstereotypen festhalten.Ein faszinierender Blick auf unser Gehirn und ein starkes Plädoyer für die Abkehr von einem System, das Menschen aufgrund ihres Geschlechts in zwei Kategorien einteilt.

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Pressestimmen

Dabei zeigt nicht nur Joels eigene Forschung: 'Das Gehirn hat kein Geschlecht'. Es ist vielmehr ein sehr individuelles Mosaik unterschiedlicher Merkmale. stern 20210602

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