Zwischen uns liegt August

Roman
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Buchprofile - Rezension
Eine hoffnungsvolle Türkin muss 1974 mit ihrer Familie zum Vater nach Deutschland ziehen.
Mürüvvet steht 1973 mitten in den Universitätsaufnahmeprüfungen, sie will Flugbegleiterin werden. Ein anderes Leben, mindestens in Izmir, soll es sein als das der Mutter, die im westtürkischen Aydin für die drei Kinder sorgt, während der Vater in Siegen arbeitet. Aber wegen der Wirtschaftskrise in Deutschland und der politischen Unsicherheiten in der Türkei hat der Vater den Umzug der Familie nach Deutschland beschlossen. 2023 wird dort bei Mürüvvet Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Und ihr Sohn berichtet als Icherzähler von der Sorge seines Vaters und seiner Schwester um die Mutter. Eigentlich können sie ihr nichts recht machen. Verstehen kann dies, wer ihre Sehnsüchte als junge Frau, das Miterleben des CHP-Wahlkampfs 1973 unter Ecevit, ihre hoffnungsvollen Lieblingslieder kennt. Ihre Sehnsüchte gehen meist in eine andere Richtung als die medizinischen Ratschläge und das, was ihre Familie für sie arrangiert. Als an ihrem vermeintlich letzten Geburtstag die ganze Familie am Tisch sitzt, knallen all diese Sichtweisen, insbesondere zwischen Mürüvvet und ihrem Mann, aufeinander. Die Kinder merken, dass bei aller familiären Liebe ein Lebenstraum durch den erzwungenen Umzug aus der Wärme in die Kälte verloren ging. – Altintas bietet einen vielfach verwobenen, offensichtlich stark autobiografischen Roman, fokussiert auf das Leben der Mutter und die wegen der Krankheit aufkeimenden, meist hilflosen Gefühle zwischen Sohn und Mutter. Lange plätschert der Text vor sich hin und kommt erst zur Mitte hin, auch mit überraschend religiösen Bezügen, zu einer sprachlichen und inhaltlichen Dichte. Begriffserläuterungen zu den zahlreichen nicht übersetzten türkischen Wörtern und Sätzen sowie ein Quellenverzeichnis für die verwendeten Texte fehlen leider. – Für größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

"Altintas schreibt mit einem so großen Herzen, wie man ihm hierzulande nur selten begegnet." Daniela Dröscher <BR> <BR> Von der oft unerträglichen Entfernung zu denen, die uns am nächsten sind und vom verzweifelten Wunsch, Liebe nachzuholen.<BR><BR>Ein erwachsener Sohn verliert seine Mutter. In den Wochen vor ihrem Tod gibt der Alltag den Rhythmus vor: es wird gekocht, auf Krankenhausfluren gewartet, gehofft und getrauert. In den Alltag schleichen sich Geschichten, Die, die immer erzählt wurden, und die, die dahinter durchschimmern. Was weiß der Sohn, in Deutschland zu Hause, von der Jugend seiner Mutter in der Türkei? Während Anil und seine Familie in der Gegenwart versuchen, zu begreifen, welchen Einfluss der nahende Tod ihrer Mutter auf sie hat, sucht Mürüvvet, die Frau, die seine Mutter einmal gewesen ist, im westtürkischen Aydin 1973 nach Wegen ins Leben. Inmitten politischer Umstürze gibt sie alles, um ihren Vater davon abzuhalten, sie nach Deutschland mitzunehmen. Sie fürchtet um ihre Träume, bis der Gedanke an Deutschland sie nicht mehr loslässt.<BR>Ein Roman über einen Abschied aus der Türkei und einen Neuanfang in Deutschland, über die oft unerträgliche Entfernung zu denen, die uns räumlich am nächsten sind und über den verzweifelten Wunsch, Liebe nachzuholen.<BR>

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Pressestimmen

"Fikri Anil Altintas hat einen zärtlichen, klug konstruierten zweiten Roman erschaffen, der ehrlich und aufrichtig eigenen blinden Flecken nachspürt und zugleich den Schmerz der Trauer und des Loslassens nachvollziehbar macht. Ein Buch, das berührt, ohne rührend zu sein."
rbb Radio3, Nadine Kreuzahler

"Fikri Anil Altintas schreibt in seinem neuen, persönlichen Roman 'Zwischen uns liegt August' über Abschied, Erinnerung und das unsichtbare Leben der Mütter – zärtlich, ehrlich und voller leiser Wucht."
Buchkultur, Teresa Preis

"Fesselnder Roman"
Maike Albath

"Altintas gelingt hierbei ein feinfühliger Blick auf Migration, Familie und die Lücken zwischen Generationen. Vor allem die stille Intensität und die poetische Art des Autors, mit der er Abschied und Herkunft miteinander verwebt, machen das Buch zu einem besonders berührenden Leseerlebnis."
Harper's Bazaar, Irem Özkalgay

"Ein Roman über verspätete Nähe und Offenheit. Intensiv, ehrlich und emotional."
59plus, Katharina Martini

"Ein sehr zärtlicher und berührender Roman."
hr2 Kultur

"Der Autor lässt fühlen, welch tiefe Liebe ihn mit der Mutter verbindet. Leise, warmherzig und berührend erzählt."
Evangelisches Literaturportal, Cornelia von Forstner

"'Zwischen uns liegt August' ist … vor allem ein rücksichtsvoller Roman"
Männerwege, Frank Keil

"Fikri Anil Altintas … schreibt behutsam, berührend vom Schmerz der Trauer"
Frizz, Sohra Najibbi

"Was dieses Buch so besonders macht, ist die leise Intensität. Die Krankheit steht im Raum, doch im Zentrum steht etwas anderes: der Versuch, eine Mutter neu zu sehen. Es geht um Nähe, um das, was unausgesprochen bleibt, und das Bedürfnis, Liebe noch rechtzeitig auszudrücken."
Berliner Morgenpost, Rita Rjabow

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