Richard Strauss

Ein Zeitgenosse
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Buchprofile - Rezension
Der Komponist des "Rosenkavaliers" als nach wie vor moderner Künstler.
Der "Olle von gestern"? Von wegen! Für den Berliner Dirigenten Christian Thielemann, einen der Super-Pultstars unserer Zeit, war der Bayer ein Progressiver unter den Komponisten des 19./20. Jh. Eine ganze lange Liste zum Abhaken stellt Thielemann für seine "These" zur Verfügung. Mit Antworten auf die Frage, warum Richard Strauss "modern" ist, ein "Meister der Ambivalenz und der Vielseitigkeit". Dieser Strauss – er kann für Thielemann "komponieren, dass er rodeln fährt oder zum Zahnarzt geht oder sich mit seiner Frau zankt. Das ist sein Humor...". Der "Olle von gestern" sei Richard Strauss keineswegs, vielmehr ein energischer "paneuropäischer Bajuware" – auch diese Formulierung ist "echt Thiele". Dabei spart der Autor Strauss` Widersprüchlichkeit als politischer Künstler – schließlich war er als Präsident von Hitlers "Reichsmusikkammer" umstritten – nicht aus. Aber – und dieses Aber füllt Thielemann mit so viel Sachkenntnis und Privatleben-Einblicken, dass er geradezu mit jeder Zeile den Untertitel "Ein Zeitgenosse" seines dritten Großkomponisten-Buches (Beethoven, Wagner) verifiziert. – Die aus Gesprächen mit der "Zeit"-Journalistin Ch. Lemke-Matwey hervorgegangene jüngste Strauss-Biografie ist, auch für Einsteiger, sehr gut lesbar, unglaublich faktenreich und daher überzeugend.
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Artikelbeschreibung

75. Todestag von Richard Strauss - eine Erkundungsreise mit Christian Thielemann

"Richard Strauss zu dirigieren fühlt sich an wie der Landeanflug auf eine Mega-City: Überall sind Lichter, alles glitzert, und man denkt, das kann doch nicht wahr sein, ist das immer noch L. A., hört dieser Riesenteppich denn nie auf?"
Richard Strauss ist einer der meistgespielten Komponisten und gleichzeitig schwer zu fassen: Modern oder konservativ? Tiefgründig oder oberflächlich? Christian Thielemann, der sich seit seiner musikalischen Jugend mit dem Komponisten auseinandersetzt, leuchtet in diesem Buch den Kosmos von Strauss' Musik aus und vermittelt, was diese Musik so unvergleichlich macht.

Richard Strauss schickt seine Zuhörer durch Katastrophen wie in der «Elektra», durch Irrungen und Wirrungen wie im «Rosenkavalier». Am Ende aber steht bei ihm die Harmonie - eine Zuwendung zum Leben und eine subversive Schönheit, die seinen Weg in die Moderne kennzeichnen. Christian Thielemann erklärt den unverschämten Reichtum an Klängen, den Strauss dabei entfaltet, der buchstäblich alles komponieren konnte - vom Sonnenaufgang im Gebirge bis zu den Tollheiten eines Till Eulenspiegel. Er führt durch die Opern von «Salome» bis «Capriccio», durch die berühmten Tondichtungen und die großen Lieder. Zugleich macht er begreiflich, worauf es bei der Aufführung von Strauss ankommt, und spricht von den Sängerinnen, Sängern und Dirigenten, die er bewundert. Richard Strauss verstand sich als Zeitgenosse seiner Zeit, und seine Musik hat uns bis heute eine Menge zu sagen. Christian Thielemanns Buch öffnet uns die Ohren und lädt uns ein, den Komponisten und seine berückende Musik neu zu entdecken.

  • Ich bin niemals ein Revolutionär gewesen, der einzige Revolutionär unserer Zeit war Strauss. Arnold Schönberg
  • Christian Thielemann ist einer der renommiertesten Strauss-Dirigenten weltweit
  • Ein ungewöhnlicher Führer durch das Werk von Richard Strauss
  • Christian Thielemann gibt Einblicke in die Werkstatt des Dirigenten und ergründet die unverwechselbare Magie von Strauss, Musik
  • Im Herbst 2024 tritt er das Amt als Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden an

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Personeninformation

Christian Thielemann ist einer der großen Strauss-Dirigenten der Gegenwart. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Von 2012 bis 2024 war er Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Im Herbst 2024 tritt er sein Amt als Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden als Nachfolger von Daniel Barenboim an. Mit den Wiener
und den Berliner Philharmonikern verbindet ihn seit langem eine regelmäßige Zusammenarbeit.
Christian Thielemann ist einer der großen Strauss-Dirigenten der Gegenwart. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Von 2012 bis 2024 war er Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Im Herbst 2024 tritt er sein Amt als Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden als Nachfolger von Daniel Barenboim an. Mit den Wiener
und den Berliner Philharmonikern verbindet ihn seit langem eine regelmäßige Zusammenarbeit.

Pressestimmen

„Episodisch erkundet der Dirigent seinen Strauss, und das geht weit über Brief- und Partiturstudium hinaus. Spannend, wenn Thielemann den typischen Strauss-Klang als obertonreich und sterlingsilbrig glänzend beschreibt und erzählt, welche Dirigenten er bewundert.“
mdr, Beatrice Schwartner

„Eine Liebeserklärung … . Eine Verbeugung und eine Verteidigungsrede. Gegen jene Krittler, die Strauss rattenfängerisches Handwerk vorwerfen.“
tz, Markus Thiel

„Gewitzt, persönlich und unterhaltsam macht es selbst dem größten Strauss-Muffel Lust auf dessen Musik. … Eine Mischung aus Biografie, Anekdotensammlung, Werkanalyse und Liebeserklärung.“
BR Klassik, Sylvia Schreiber

„Ein neues Muss für Klassikfans“
Sächsische Zeitung

„Man erfährt viel aus dem Leben von Strauss"
Dresdner Neueste Nachrichten, Christian Ruf

„Ein Versuch - und zwar ein sehr gelungener und lesenswerter, der Einblick gibt in das Schaffen des Komponisten aus der Perspektive eines Dirigenten.“
Opernglas, G. Helbig
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