Der Stammhalter

Roman einer Familie
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Buchprofile - Rezension
Die dramatische Geschichte einer niederländischen Familie vor dem Hintergrund der Geschichte Europas im 19. und 20. Jh.
In verblüffender Offenheit schildert Alexander Münninghoff nicht nur sein Leben, sondern das Leben seiner Familie in den letzten drei Generationen im Osten und Westen Europas, genauer von den baltischen Ländern über Deutschland bis in die Niederlande. Das politisch und militärisch Abgrundtiefe dieser Zeit spiegelt sich auch in den Lebensläufen vieler Protagonisten wider. Das macht das Besondere dieses Buches aus: Es ist nicht die erzählte Geschichte irgendwelcher Personen der Zeitgeschichte, sondern die Geschichte der eigenen Familie, die hier in all ihrer Absurdität, Unversöhnlichkeit, ihrem sagenhaften Reichtum, aber auch mancherlei Lastern ausgebreitet wird. Diese Familienchronik ist unterhaltend, spannend, sehr abwechslungsreich, überraschend, tragisch. An vielen Stellen denkt man auch an die eigene Familie und ist wirklich überrascht über Parallelen, die mit den Ereignissen dieser besonderen Zeit zusammenhängen. Das Foto auf dem Schutzumschlag, das Großvater und Enkel, den Stammhalter, zeigt, versinnbildlicht die Zeitspanne, die es dramatisch schildert und noch einmal lebendig werden lässt. Dabei gibt es, ganz wie im richtigen Leben, sympathische und sehr unsympathische Charaktere und viel Elend und Herzeleid bei der Wahl ihrer Ehepartner. Eine gelungene Schilderung des Lebens einer reichen Familie in den Turbulenzen ihrer Zeit, an deren Verlauf allerdings nicht alle Familienmitglieder so ganz unschuldig sind. Man legt dieses Buch erst aus der Hand, wenn man es bis zur letzten Seite geschafft hat, weil manches offen bleibt bis zum Schluss. (Übers.: Andreas Ecke)
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Artikelbeschreibung

Der findige Großvater mit seiner Firma, ein lebenshungriger Sohn und ein Enkel, der Stammhalter, der entführt werden muss: Zwischen diesen Generationen entspinnt sich die wahre Geschichte vom Niedergang einer Familie im 20. Jahrhundert, nicht durch den Krieg, der gut für die Geschäfte ist, sondern weil jeder für den anderen 'nur das Beste' will. Alexander Münninghoff hat aus den vielschichtigen Beziehungen einer Familie, aus der versunkenen Welt zwischen Riga und Den Haag, einen zauberhaften, bewegenden Roman geschaffen.
Der niederländische Kaufmann Joannes Münninghoff führt im baltischen Riga an der Seite seiner schönen russischen Gattin Erica ein mondänes Leben. Allmählich bahnt sich ein Drama an, das mit dem Krieg seinen Lauf nimmt: Sein Sohn Frans geht zur Waffen-SS, der alte Herr setzt sich nach Den Haag ab. Weil Frans nicht zum Erben taugt, gerät der Enkel als Stammhalter ins Visier, doch seine Mutter flieht mit ihm nach Deutschland …
Alexander Münninghoff hat mit dieser wahren Geschichte eine große Familiensaga geschrieben. Mit wunderbarer Leichtigkeit lässt er seine Figuren lebendig werden, beschreibt mit wenigen Strichen unvergessliche Szenen, immer so, dass ein leises Donnergrollen im Hintergrund hörbar ist. Es kündigt nicht die eine große Katastrophe an, sondern die fast unmerkliche Auflösung von Beziehungen, Hoffnungen und Leidenschaften.

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Pressestimmen

"Alexander Münninghoff hat aus den vielschichtigen Beziehungen einer Familie, aus der versunkenen Welt zwischen Riga und Den Haag, einen zauberhaften, bewegenden Roman geschaffen.“
Passauer Neue Presse

"Eine europäische Familiengeschichte, wie sie vermutlich häufig vorkommt, aber nur selten in dieser Dichte erzählt wird. Grandios.“
Ruhr Nachrichten

"Münninghoff liefert den großen Familienroman des Jahres."
Bunte

"Diese Familiensaga, die sich zwischen Riga und Den Haag abspielt und von der Zeit des Kriegs erzählt, hat die Leser dermaßen gefesselt, dass jetzt eine Fernseh-Adaption in Arbeit ist.“
Le Figaro

"Man muss unweigerlich an Thomas Manns Buddenbrooks denken. Die erschütterndsten Dramen werden in einem distanzierten Ton erzählt, einen Hauch amüsiert gar, (…) aber das ist sicher die beste Art, einer ergreifenden Familienvergangenheit gerecht zu werden, die reicher ist als jede romanhafte Fiktion.“
Le Monde

"Eine Geschichte, die schillernder und spannender nicht sein könnte und von Münninghoff trotzdem ganz unaufgeregt und schonungslos erzählt wird."
Roana Brogsitter, Bayern 5, 25. Juli 2018

"Hinreißend erzählte Familiengeschichte (…) Lange Zeit nicht mehr so etwas Gutes gelesen."
Dresdner Morgenpost, 22. Juli 2018

"Eine unglaubliche Geschichte“
Nicolas Tribes, WDR 3, 16. Juli 2018

"Das ist 'Hundert Jahre Einsamkeit' aus den Niederlanden, das ist Turgenjew."
David Van Reybrouck, Autor von "Kongo"

"Ein Meisterwerk."
Tim Krabbé

"Ein überwältigendes Buch ... Ich habe es atemlos gelesen."
Anna Enquist
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