Feeding the Machine. Hinter den Kulissen der KI-Imperien

Nominiert für den DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSBUCHPREIS_2025 | Künstliche Intelligenz | DeepMind
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Buchprofile - Rezension
Wie KI "gemacht" wird – und von wem.
Aktuell arbeiten viele globale High-Tech-Konzerne an der Weiterentwicklung der KI (Künstliche Intelligenz). Die Spannweite der Meinungen dazu reicht von uneingeschränkter Befürwortung bis strikter Ablehnung dieser Technik. Dabei sind wir schon vielfältig betroffen, weil KI längst in Form von ChatGPT oder als Begleiter in vielen Anwendungen in unseren Alltag eingezogen ist. In der Diskussion geht weitgehend unter, dass die KI-Systeme von Menschen in Ländern mit geringer Entlohnung (z.B. in Uganda und Kenia) unter teils katastrophalen Arbeitsbedingungen „gefüttert“ werden. Ohne sie könnte KI nicht trainiert werden. Am Beispiel von sieben Funktionen beschreiben die Autoren, die am Oxford Internet Institute forschen und Teil der Organisation „Fairwork for AI“ sind, die Arbeit und die Ausbeutung dieser Menschen. Die Darstellung der Autoren beruht auf 200 Interviews mit den Menschen, die unsichtbar, aber unverzichtbar durch ihre Arbeit dazu beitragen, dass KI möglich wird. Das aufklärende Sachbuch hinterlässt einen ganz anderen Eindruck der „Segnungen“ dieser Technologie und sei allen empfohlen, die KI nutzen und mit ihr arbeiten (müssen). In größeren Büchereien einsetzbar.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Allen, die sich dafür interessieren, wer und warum Interesse an der Weiterentwicklung und Vermarktung der Künstlichen Intelligenz hat, empfehle ich „Feeding the machine“ Die drei Autoren sind junge, renommierte Forscher aus Oxford und berichten von zum Teil erschütternden Arbeitsverhältnissen in der Big-Tech-Branche. Damit sind nicht arbeitswütige Computer-Nerds gemeint, sondern, die die ganz unten in der Nahrungskette stehen und die Grundlagen der Dateninformation beschaffen. Eine erhellende Lektüre und gut recherchierter Wirtschaftsjournalismus für alle, die glauben, das Internet wäre ein Gratis-Angebot. Irgendjemand zahlt immer den Preis.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Wer füttert die Maschinen?
Wie KI entsteht. - Spannend wie ein Thriller

»Das wichtigste Buch, das im derzeitigen Fieber der KI-Publikationen geschrieben wurde.« Stephen Fry - NOMINIERT FÜR DEN DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSBUCHPREIS 2025

KI ist keine bunte Wolke, die frei durch den Äther schwebt. Wer nur staunt, wie schnell die Programme lernen, lässt sich täuschen: Denn die KI erschafft sich nicht selbst - ihre Entwicklung beruht zum großen Teil auf prekärer Arbeit.

Es sind Menschen wie Anita in Uganda, die für einen Autokonzern in einem stundenlangen Klickreigen menschliche Anzeichen für Müdigkeit kennzeichnet, während ihr selbst jede Pause verwehrt bleibt. Wie Einar, der das infrastrukturelle Machtzentrum einer gigantischen Serverfarm wartet. Oder Alex, der am KI-gesteuerten Förderband eines britischen Amazon-Logistikzentrums Produkte sortiert - im Sekundentakt.

Ihre Geschichten offenbaren die Ausbeutungsstrukturen, die bis tief in unseren Alltag reichen. Für ihr Buch analysieren die renommierten Forscher des Oxford Internet Institute die bitteren neuen Arbeitswelten hinter unserer beliebten Denkmaschine und beleuchten die kolonialen Machtdynamiken eines digitalen Ökosystems, das uns zunehmend entgleitet. Denn wo der Mensch einspringt, um der KI zu helfen, bleiben Menschenrechte oft auf der Strecke.

»Wer, wie ich es tat, tatsächlich glaubt, dass es das Internet für lau gibt, der möge dieses außergewöhnliche und wichtige Buch lesen.« Brian Eno

Das ist die Ironie: Dass du diese Menschen dazu bringen musst, wie eine Maschine zu arbeiten, um die Maschine dazu zu bringen, wie ein Mensch zu sein. Mark Graham

Produktsicherheit

Hersteller: Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Anschrift: Valentinskamp 24
DE-20354 Hamburg
Kontakt: info@harpercollins.de

Personeninformation

JAMES MULDOON ist Dozent für Politik an der University of Essex, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Oxford und Leiter der Digitalforschung am Autonomy Institute, wo er untersucht, wie moderne Technologien dem Gemeinwohl dienen können.

MARK GRAHAM ist Professor für Internet-Geografie am Oxford Internet Institute der Universität Oxford, wo er auch die Fairwork Foundation leitet, ein Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin, das Unternehmensstandards in der Plattformökonomie misst und faire Lösungen entwickelt.

CALLUM CANT unterrichtet an der University of Essex Business School, wo er vor allem zu den Themen Arbeitsrecht und Technologie forscht. Er schreibt u. a. für New Internationalist und Vice News und ist außerdem Herausgeber von Notes from Below, einem digitalen Magazin für Arbeiterbeiträge und zeitgenössische Klassenanalysen.

Pressestimmen

»Muldoon, Graham und Cant haben mit dem vorliegenden buch eine deutliche Warnung formuliert, die ohne Jargon auskommt und durch ihre Sachlichkeit besticht.« Günter Hack FAZ 20250415
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